Reinsfeld (Wipfratal)

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Reinsfeld
Gemeinde Wipfratal
Koordinaten: 50° 46′ 33″ N, 10° 56′ 59″ O
Höhe: 446 m ü. NN
Fläche: 5,49 km²
Einwohner: 200 (2004)
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner/km²
Eingemeindung: 25. März 1994
Postleitzahl: 99310
Vorwahl: 036207
Karte
Lage von Reinsfeld in Wipfratal
Dorfkirche
Dorfkirche

Reinsfeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Wipfratal im Ilm-Kreis (Thüringen).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinsfeld liegt in der Hügelebene des oberen Wipfratals, an der Gomlitz, einem Nebenfluss der Wipfra. Westlich des Dorfes erheben sich die Reinsberge, die östliche Grenze der Muschelkalk-Formation Ohrdrufer Platte. Höchste Erhebung ist hier die 604 Meter hohe Reinsburg, die das Dorf um mehr als 150 Höhenmeter überragt. Im Norden umschließen die östlichen Ausläufer der Reinsberge und die 586 Meter hohe Haselkoppe das Dorf. Der Süden und Osten der Ortsflur ist hingegen nicht bewaldet und dient als landwirtschaftliche Nutzfläche. Nachbardörfer in der Wipfratal-Ebene sind Kettmannshausen im Osten, Wipfra im Südosten und Schmerfeld im Süden. Jenseits der Reinsberge folgt die Stadt Plaue im Westen und hinter der Haselkoppe im Norden liegen Branchewinda und Dannheim. Bedingt durch die nach Westen und Norden abgeschottete Lage ist das Klima des in 450 Metern Höhe gelegenen Ortes milder und trockener als in anderen Gegenden gleicher Höhenlage in Mitteldeutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinsfeld wurde im Jahr 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Allerdings kann die Ansiedlung schon sehr viel früher bestanden haben, da Bauteile der Kirche bereits auf das Jahr 989 datiert wurden.[1] Reinsfeld gehörte später zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Schwarzburg, sodass es bis 1920 Teil Schwarzburg-Sondershausens (Oberherrschaft) war. 1994 wurde es Teil der neu gebildeten Gemeinde Wipfratal.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die romanische Dorfkirche von Reinsfeld. Sie entstand wahrscheinlich im späten 12. Jahrhundert, wenngleich einige Bestandteile älter sind und auf das Jahr 989 geschätzt wurden. Bei der Kirche handelt es sich um eine Wehrkirche, deren Hofummauerung heute noch teilweise erhalten ist. Der massive Westturm umfasst romanische Rundbogenfenster und eine verschieferte „Thüringer Haube“ aus dem 18. Jahrhundert. Der Orgelprospekt im Innenraum stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert und ist üppig verziert. Die Kirche ist Teil des evangelischen Kirchspiels Neuroda.

Auf der Reinsburg unweit westlich des Dorfs befand sich eine Raubritterburg, die den Grafen von Käfernburg gehörte und im Jahr 1290 vom römisch-deutschen König Rudolf von Habsburg zerstört wurde. Heute sind von der Burganlage noch einige Mauerreste erhalten.

In Reinsfeld befindet sich seit 1976 ein evangelisches Freizeitheim.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinsfeld ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Größere Gewerbeansiedlungen befinden sich in den nahen Städten Arnstadt und Ilmenau.

Das Dorf wird im Westen und Norden von Bergen begrenzt, weshalb nur nach Süden und Osten Verkehrswege bestehen. Dies sind die Straßen in die Nachbardörfer Schmerfeld im Süden, Wipfra im Südosten, Kettmannshausen im Osten und Branchewinda im Nordosten. Arnstadt liegt etwa zehn Kilometer nördlich und Ilmenau etwa zehn Kilometer südlich. Die Entfernung auf der Straße ins zwei Kilometer westlich gelegene Kleinbreitenbach beträgt hingegen 18 Kilometer.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Superintendentur Arnstadt-Ilmenau: Kirchen der Superintendentur Arnstadt-Ilmenau, 2002, S. 46

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reinsfeld (Wipfratal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien