Reinstorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reinstorf
Reinstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reinstorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 14′ N, 10° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Ostheide
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 30,29 km2
Einwohner: 1321 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21400
Vorwahl: 04137
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 030
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Vitusbach 11
21400 Reinstorf
Lage der Gemeinde Reinstorf im Landkreis Lüneburg
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Über dieses Bild

Reinstorf ist eine Gemeinde und ein Dorf in der Samtgemeinde Ostheide im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinstorf liegt rund zwölf Kilometer östlich von Lüneburg in Niedersachsen. Nachbardörfer sind Wendhausen, Holzen und Horndorf, Sülbeck, Neu Wendhausen und Neu Sülbeck, die Ortsteile der Gemeinde Reinstorf sind. Eigenständige Nachbargemeinden sind Barendorf, Vastorf, Thomasburg und Neetze aus der Samtgemeinde Ostheide sowie die Samtgemeinde Scharnebeck und die Hansestadt Lüneburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinstorf besteht seit fast 900 Jahren, denn bereits am 27. September 1124 wurden der Ort und die Kirche in einer Urkunde des Papstes Calixt II. als Bestätigung des Besitzes des Klosters Rastede im Oldenburgischen genannt.

Der Ort war bis in die 1960er Jahre mit der Kirche und der Schule, einem Arzt, drei Gastwirtschaften und zahlreichen Handwerksbetrieben Zentralort der umliegenden Dörfer, die alle zum Kirchspiel Reinstorf gehören.

In den letzten 20 Jahren hat sich das Dorfbild gewandelt. Einige Bauernhöfe haben den Betrieb aufgegeben. Die Schule, zwei der drei Dorfkneipen, die Kaufmannsläden, die Sparkasse und die Post existieren nicht mehr. Geblieben sind als soziale Mittelpunkte des Dorfes die St. Vitus Kirche (geweiht dem Nothelfer St. Veit) samt Pfarrhaus und dem St. Vitus Generationenhaus des Vereins für Heimatpflege e. V., der Schützenverein Hubertus-Reinstorf und Umgebung mit dem großen Vereinsheim und der Schießsportanlage, die Freiwillige Feuerwehr und der Sportverein. Der Wirtschaftskreis Reinstorf e. V. bemüht sich zusätzlich zu den verbliebenen Handwerks- und Gastronomiebetrieben die Wirtschaft durch Werbung und Veranstaltungen zu beleben.

In den 1980er Jahren wurde das Hausnummernsystem durch Straßennamen und neue Hausnummern ersetzt.

Im Westen des Dorfes ist im Jahr 2003 ein Neubaugebiet mit 16 Häusern entstanden. Im Jahr 2013 wurden rechtzeitig zur 888-Jahr-Feier im Rahmen der Dorferneuerung die Straßenbauarbeiten mit der Erneuerung der Kanalisation in großen Teilen des Ortes abgeschlossen, so dass sich das Ortsbild freundlich darstellt und Hotelgäste den Ort wieder genießen können.

Im Gemeindegebiet gibt es einige vorgeschichtliche Grabanlagen. Das Großsteingrab Reinstorf liegt südlich der B 216. Das Großsteingrab Holzen liegt ca. 500 m nördlich des Ortes Holzen in der Nähe der Verkitteten Sande siehe Liste der Naturdenkmale im Landkreis Lüneburg. Die Hünenbetten bei Horndorf liegen nördlich des Ortes Horndorf, ca. 1000 m östlich von Reinstorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Holzen, Horndorf und Wendhausen eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Reinstorf gehört zum Landtagswahlkreis 48 Elbe und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg.[3][4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Hauptstraße wurde um 1990 ein Bauernhof zu einem Aktiv-Hotel umgestaltet, das mit vier Sternen ausgezeichnet ist. Dort finden regelmäßig Tagungen und Schulungen statt.

Es gibt eine Busverbindung nach Lüneburg. Sie verkehrt drei Mal am Tag.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen in Verbindung mit der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Fischer (* 1949), Theologe; lebte bis 1953 als Sohn des Lehrers in Reinstorf
  • Gustav Rabeler (* 1900; † 1957), Landwirt in Reinstorf, Landtagsabgeordneter der SRP
  • Martin Wagener (* 1970), Politikwissenschaftler

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeitdokumente. Fünftes Heimatbuch für den Landkreis Lüneburg. Landkreis Lüneburg, Lüneburg 2004.
  • Helmut C Pless: Lüneburg 45. Nordost-Niedersachsen zwischen Krieg und Frieden. 4. überarb. u. erw. Auflage. Verlag der Landeszeitung, Lüneburg 1982.
  • Jürgen Peter Ravens: Vom Bardengau zum Landkreis Lüneburg. 2. durchges. u. erw. Auflage. Nordland-Druck, Lüneburg 1985.
  • Ludwig Schneider: Orts- und Gewässernamen in Landkreis Lüneburg. Landkreis Lüneburg, Lüneburg 1988.
  • Samtgemeinde Ostheide (Broschüre). Weka, Kissing 1993.
  • Reinstorf - wir feiern 888 Jahre. Selbstverlag: Gemeinde Reinstorf, 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reinstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 233.
  3. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. (PDF; 87 KB)
  4. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. (PDF; 200 KB)