Reith bei Seefeld

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Reith bei Seefeld
Wappen von Reith bei Seefeld
Reith bei Seefeld (Österreich)
Reith bei Seefeld
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 20,92 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 12′ OKoordinaten: 47° 17′ 56″ N, 11° 12′ 14″ O
Höhe: 1130 m ü. A.
Einwohner: 1.325 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 6103
Vorwahl: 05212
Gemeindekennziffer: 7 03 44
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lauserweg 15
6103 Reith bei Seefeld
Website: www.reith-bei-seefeld.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Dominik Hiltpolt
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
3 Wichtig ist Reith - WIR, 10 JA ZU REITH - Team Dominik Hiltpolt
Lage der Gemeinde Reith bei Seefeld im Bezirk Innsbruck-Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Reith bei Seefeld im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Die denkmalgeschützte Kapelle St. Magnus in Leithen

Reith bei Seefeld ist eine Gemeinde mit 1325 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Innsbruck Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Fuß der 2374 Meter hohen Reither Spitze am Südrand des Seefelder Plateaus, über dem Inntal, von wo eine Straßenverbindung über den Zirler Berg ins Inntal führt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der auf das Hochmittelalter zurückgehende Name weist auf eine Rodungstätigkeit hin, der Name bedeutet so viel wie „abgeholzter Platz“.

Seit 1350 ist die Gewinnung von Steinöl urkundlich überliefert. Der Abbau des Schiefers wurde 1964 eingestellt; das im Ichthyolwerk Maximilianshütte zu Heilmittel verarbeitete Gestein stammt aus einer Mine in Corbonod südlich von Genf.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da bei der Gemeinderatswahl 2004 eine Einheitsliste Dorfgemeinschaft angetreten war, stellte diese sowohl den Bürgermeister Willi Gruber als auch sämtliche 13 Gemeinderäte.[1] Nachdem Gruber im Oktober 2007 aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat, wurde bei einer Wahl am 20. Jänner 2008 Johannes Marthe als einziger Kandidat zu seinem Nachfolger gekürt.[2] Bereits im Juni 2009 traten sämtliche Gemeinderäte mit Ausnahme des Bürgermeisters zurück und nannten dabei „massive Unstimmigkeiten“ als Begründung.[3] Das Land Tirol setzte einen Amtsverwalter ein, der die Neuwahlen am 4. Oktober 2009 vorbereitete.[4] Der bisherige Gemeindevorstand Hansjörg Haslwanter trat dabei als Listenführer der bisherigen Einheitsliste Dorfgemeinschaft an, während Marthe mit der neugegründeten Liste WIR - wichtig ist Reith ins Rennen ging. Roland Kluckner, der Sohn des langjährigen frühen Bürgermeisters Roland Kluckner, gründete die Liste FÜR REITH, und Dominik Hiltpolt trat mit der Liste Neue Kraft Reith an.[5]

Aus der Bürgermeisterwahl am 4. Oktober ging Johannes Marthe mit 44 % der Stimmen als klarer Sieger hervor. Hansjörg Haselwanter wäre sein Gegner für eine Stichwahl geworden, verzichtete aber auf einen zweiten Wahlgang.[6]

Beim Gemeinderat entfallen 5 Sitze auf die Liste WIR - wichtig ist Reith von Bürgermeister Marthe, 3 auf die Neue Kraft Reith und 3 auf die Liste FÜR REITH. Die ehemalige Einheitsliste Dorfgemeinschaft, die aufgrund des Wahlergebnisses Anspruch auf 2 Gemeinderäte hatte, verzichtete auf ihre Mandate, weshalb der Gemeinderat nur aus 11 statt 13 Personen zusammengesetzt ist.[7][8]

Der Gemeindevorstand besteht aus Bürgermeister Johannes Marthe und Christian Eichberger von der Liste WIR - wichtig ist Reith, Dominik Hiltpolt von der Liste Neue Kraft Reith und Vizebürgermeister Roland Kluck von der Liste FÜR REITH.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Einen von Gold und Schwarz gespaltenen Schild im rechten goldenen Feld einen zum Schlage ausholenden, schwarz gekleideten Riesen und im unteren Teil des linken schwarzen Feldes einen nach rechts gewendeten goldenen Fisch.“

Das Wappen wurde der Gemeinde Reith bei Seefeld am 24. November 1970 unter Bürgermeister Josef Kluckner verliehen und erinnert an die Sage aus dem frühen Mittelalter, wonach der im Inntal hausende riesenhafte Bauer Thyrsus in der Gegend unterhalb von Reith, von dem aus dem Welschland kommenden gepanzerten Riesen Haymo im Zweikampf erschlagen wurde. Die Farben der Gemeindefahne sind Gold und Schwarz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reith ist ein zweisaisonaler Tourismusort in der Tourismusregion Olympiaregion Seefeld.

In Leithen und in Reith sind Haltestellen der Mittenwaldbahn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Reith bei Seefeld

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reith bei Seefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinderatswahl 2004. Gemeinde Reith bei Seefeld, abgerufen am 29. November 2015.
  2. Bürgermeisterwahl 2008. Gemeinde Reith bei Seefeld, abgerufen am 29. November 2015.
  3. Alle Gemeinderäte zurückgetreten. In: tirol.orf.at. 30. Juni 2009, abgerufen am 29. November 2015.
  4. Gemeindeprüfer als interimistischer Dorfchef. In: tirol.orf.at. 4. September 2009, abgerufen am 29. November 2015.
  5. In einem Monat Neuwahl in Reith bei Seefeld. In: tirol.orf.at. 5. September 2009, abgerufen am 29. November 2015.
  6. Gemeinderatswahl 2009 – Gemeinde Reith bei Seefeld. In: wahlen.tirol.gv.at. Land Tirol, abgerufen am 29. November 2015.
  7. Gemeinderat. Gemeinde Reith bei Seefeld, abgerufen am 29. November 2015.
  8. a b Niederschrift der 1. Sitzung des Gemeinderates in der Wahlperiode 2009–2016. 13. Oktober 2009, abgerufen am 29. November 2015.