Rektumdivertikel

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Als Rektumdivertikel bezeichnet man eine seitliche Aussackung des Mastdarms (Rektum) infolge eines Einrisses der Tunica muscularis. Es handelt sich um einen, beim Menschen sehr seltenen, Spezialfall des Dickdarmdivertikels.

Rektumdivertikel beim Hund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein isoliertes (primäres) Rektumdivertikel ist äußerst selten und tritt bei alten Rüden auf. In der Mehrzahl der Fälle tritt ein Rektumdivertikel jedoch in Zusammenhang mit einer Perinealhernie auf. Man nimmt an, dass der Verlust der seitlichen Abstützung und die Kaudalverlagerung die Entstehung begünstigen.[1]

Leichte Fälle können konservativ behandelt werden, indem durch hochverdauliches Futter und Abführmittel die Kotmenge klein und weich gehalten wird. Größere Divertikel müssen chirurgisch versorgt werden.[1]

Rektumdivertikel beim Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Menschen sind Rektumdivertikel extrem selten. Bis 1983 sind nicht einmal 50 Fälle publiziert worden.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Peter F. Suter et al.: Rektumdivertikel. In: Peter F. Suter und Barbara Kohn (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik. 11. Auflage. Paul Parey, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8304-1193-2, S. 724.
  2. W. Remmele: Pathologie: Ein Lehr- und Nachschlagebuch: 2 Verdauungsorgane einschließlich exokrines Pankreas Leber Gallenwege Peritoneum Retroperitoneum Hernien. Springer-Verlag, 2013, ISBN 9783642694547, S. 388.
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