Religionen in Köln

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Durch Säkularisierung und Zuwanderung nichtchristlicher Bevölkerungsgruppen sinkt der christliche Bevölkerungsanteil.[1] Ende 2019 waren 32,8 % der Einwohner Kölns Mitglied der römisch-katholischen Kirche, 14,4 % der evangelischen; 52,8 % gehörten anderen Konfessionen oder Religionsgemeinschaften an oder waren konfessionslos.[2] 2017 waren 34,3 % Mitglied der römisch-katholischen Kirche, 15,0 % der evangelischen; 50,7 % gehörten anderen Konfessionen oder Religionsgemeinschaften an oder waren konfessionslos.[3][4][5] Beim Zensus am 9. Mai 2011 gaben 407.060 (40,5 %) der Einwohner Kölns katholisch, 177.240 (17,6 %) evangelisch, 5.020 (0,5 %) evangelisch-freikirchlich, 21.270 (2,1 %) orthodox und 3.480 (0,3 %) jüdisch als ihre Religion an. 383.830 (38,1 %) Einwohner wurden den Rubriken "Sonstige" oder "Keiner ö.-r. Religionsgesellschaft zugehörig" zugeordnet.[6] Nach einer Berechnung aus den Zahlen des Zensus für die Personen mit Migrationshintergrund waren darunter rund 119.300 (11,9 %) Muslime.[7]

Römisch-katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köln, Groß St. Martin, vom Rhein her gesehen

Ende 2019 waren 32,8 % der Einwohner Mitglied der römisch-katholischen Kirche, 2008 waren dies noch 38,6 %.[2][8]

Seit 313 existiert das Erzbistum Köln, erst als Bistum, seit Karl dem Großen dann als Erzbistum. Das Erzbistum war bis 1802 eines der geistlichen Territorien des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Der Erzbischof war zugleich einer der Kurfürsten.

Daher hatte die katholische Kirche in der Geschichte der Stadt Köln stets eine besondere Rolle. 1288 wurde Köln Freie Reichsstadt und gehörte danach nicht mehr zum Kurfürstentum. 1525 wurde der Sitz des Kurfürstentums nach Bonn verlegt. Die Reformation konnte nicht Fuß fassen, wenngleich es an verschiedenen Gegenden des Kurfürstentums reformatorische Tendenzen gab. Innerhalb der Stadt Köln konnten Protestanten im Gegensatz zum Kurfürst-Erzbistum Köln bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 keinen öffentlichen Gottesdienst abhalten. Die katholischen Pfarreien der Stadt gehörten anfangs zum Archidiakonat des Dompropstes. 1802 wurde das Erzbistum Köln zunächst aufgehoben, die Pfarreien gehörten danach zum Bistum Aachen, doch wurde das Erzbistum 1821 beziehungsweise 1825 in anderem Zuschnitt neu errichtet. Köln wurde wieder Sitz eines Erzbischofs und ist somit bis heute Hauptort einer der sieben Kirchenprovinzen Deutschlands.

Gemeinden in Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrgemeinden der Stadt bilden das „Stadtdekanat Köln“. Zum 1. Januar 2017 hat der Kardinal die Dekanate im Erzbistum neugeordnet. Die bisherigen Stadt- und Kreisdekanate bilden nunmehr die – im Kirchenrecht vorgesehenen – Dekanate des Erzbistums. Die Dekanate Köln-Mitte, Dünnwald, Ehrenfeld, Lindenthal, Mülheim, Nippes, Porz, Rodenkirchen und Worringen wurden damit aufgelöst. Die über 300 Kirchen, Klöster und Stifte, wie auch die Mülheimer Gottestracht an Fronleichnam, zeugen von einer Volksfrömmigkeit in Köln. Neben verschiedenen Museen unterhält die katholische Kirche in Köln zahlreiche Schulen und soziale Einrichtungen. Außerdem veranstaltet sie vielfältige Konzerte, Ausstellungen und Fortbildungen.

Ordensgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Köln gibt es die Ordensgemeinschaften der Dominikaner, Franziskaner-Minoriten, der Kölner Alexianer, der Jesuiten, der Redemptoristen, der Salesianer Don Boscos, der Ursulinen, Karmelitinnen, Vinzentinerinnen, der Schönstatt-Schwestern und der Cellitinnen.

Im Mittelalter waren in der bedeutenden Groß-, Bistums- und Universitätsstadt nahezu alle damals bestehenden Orden mit eigenen Niederlassungen vertreten. Insbesondere die Franziskaner und Dominikaner waren stark in die damalige Universität eingebunden.

Heilige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „heilige Köln“ hat zahlreiche heilige Männer und Frauen hervorgebracht und beherbergt bis heute viele Reliquien. Unter den Heiligen des Bistums waren die hll. Caspar, Melchior, Balthasar, Maternus, Severin, Ursula, Bruno von Köln, Albertus Magnus, Adolph Kolping, Gereon, Gero, Irmgard, Pantaleon, Johannes Duns Scotus, Edith Stein, Engelbert von Berg, Richeza, Plektrudis.

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trinitatiskirche

Protestantische Bewegungen wurden innerhalb der Stadt Köln stark unterdrückt. 1520 wurden die Schriften Martin Luthers verbrannt. 1529 wurden Peter von Fliesteden und der bergische Prediger Adolf Clarenbach auf dem Gebiet des heutigen Melatenfriedhofs wegen ihres evangelischen Glaubens hingerichtet.[9] Auch die in Köln aktive Täufergemeinde konnte nur im Untergrund wirken. Eine Ausnahme bildete die Amtszeit des evangelisch orientierten Erzbischofs Hermann V. von Wied.[10] So konnte beispielsweise Menno Simons zwischen 1544 und 1546 relativ frei in Köln wirken. Schon 1566 jedoch wurde der täuferische Lehrer Mathias Zerfaß denunziert, gefoltert und unter Anteilnahme vieler Zuschauer verbrannt. Das Märtyrerlied Etliche hatten Mitleiden erinnert noch heute an ihn.[11] 1558 wurde der mennonitische Prediger Thomas von Imbroich gefoltert und enthauptet. Täuferisch-Mennonitische Gemeinden konnten sich so nicht auf Dauer in Köln etablieren.

Im Bereich der reformierten und lutherischen Spektrum kam es jedoch zu vier Gemeindegründungen, die später in der Evangelischen Gemeinde Köln zusammengefasst wurden: die niederländisch-reformierte (Konsistorialprotokolle ab 1571 erhalten),[12] die französisch-reformierte (Namen einiger Prediger aus der Zeit von 1576 bis 1605 bekannt), die deutsch-reformierte (wohl ab 1572) und die deutsch-lutherische Gemeinde (nachweisbar ab 1575). Teilweise wurden die Gemeindeglieder von Pfarrern aus Mülheim seelsorgerisch betreut. 1586–1587 war Philipp Nicolai im Geheimen evangelischer Pfarrer in Köln. Nur außerhalb des damaligen Stadtgebietes konnte es zu offiziellen evangelischen Gottesdiensten kommen. Der Rat der Stadt verwehrte den Protestanten ab dem Jahr 1583 sogar das Begräbnis innerhalb der Stadtmauern. Somit liegt auch die älteste evangelische Begräbnisstätte vor den Toren des damaligen Stadtgebiets: Nach dem Dreißigjährigen Krieg konnten die evangelischen Christen ihre Verstorbenen auf dem sogenannten Geusenfriedhof, etwa 1,5 Kilometer vor der Stadtmauer, also auf kurkölnischem Gebiet, bestatten. Dieser Friedhof wurde von Reformierten und Lutheranern gemeinschaftlich angekauft, genutzt und finanziert.

Selbst als Kaiser Joseph II. 1788 den Protestanten das Privileg einräumte, ein „eigenes Beth-, Schul- und Predigerhaus“ zu bauen, wurde dies durch die Kölner Katholiken verhindert. Dies änderte sich erst mit dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1794. Gegenwärtig sind – die kleineren evangelischen Freikirchen mit eingeschlossen – knapp 15 % der Kölner Bevölkerung evangelisch.

Evangelische Gemeinden Köln und Evangelischer Kirchenverband Köln und Region[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische Kirche im Rheinland

Weitere lutherische Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands
  • Herrnhuter Brüdergemeine
  • Japanische Evangelische Gemeinde Köln/Bonn
  • Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)

Reformierte Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niederländisch-reformierte Kirche in Deutschland
  • Ungarisch-reformierte Gemeinde

Freikirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apostolische Gemeinschaft, Stuppstraße, Köln-Ehrenfeld

Es gibt folgende evangelische Freikirchen in Köln:

  • apostolische Gemeinschaft
  • Apostelamt Christi
  • evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten, z. B. Ev.-Freik. Gem. Köln-Süd)
  • Brüdergemeinde
  • Christian Science
  • Evangelisch-methodistische Kirche
  • Evangeliums-Christen
  • Freie evangelische Gemeinde Lindenthal und Mülheim
  • Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat ein Gemeindehaus in Köln
  • Neuapostolische Kirche

Orthodoxe Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Byzantinisch-orthodoxe Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde des Entschlafens der Gottesgebärerin
  • russisch-orthodoxe Kirchengemeinde Hl. Panteleimon, Köln-Porz-Westhoven
  • Russische orthodoxe Kirche außer Landes Kirchengemeinde des Hl. Demetrios e. V.
  • rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde
  • serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde
  • ukrainisch-orthodoxe Kirchengemeinde

Orientalisch-orthodoxe Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Äthiopisch-orthodoxe Kirchengemeinde Hl. Michael
  • armenisch-apostolische Gemeinde
  • Koptisch-orthodoxe Kirche St. Marien[13]
  • syrisch-orthodoxe Kirchengemeinde

Andere christliche Gemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daneben gibt es

  • altkatholische Gemeinde
  • anglikanische Gemeinde
  • Zeugen Jehovas

sowie weitere freie Gemeinden, die keinem Verband angehören, in Köln vertreten.

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Gemeinden sind Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Köln“ oder haben dort zumindest Gaststatus. Mitglieder beziehungsweise Gäste sind neben den beiden großen Kirchen Altkatholiken, Apostolische Gemeinschaft, Apostelamt Christi, Armenisch-Apostolische Kirche, Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, Church of England (Anglikaner), Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten, z. baptistische ev.-freikirchliche Gemeube Köln-Süd, und Brüdergemeine), Evangelisch-methodistische Kirche, Evangeliums-Christen, Evangelisch-lutherische Gemeinde (SELK), Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands, Freie evangelische Gemeinde Lindenthal und Mülheim, griechisch-orthodoxe Metropolie, Heilsarmee, Herrnhuter Brüdergemeine, japanische evangelische Gemeinde Köln/Bonn, niederländisch-reformierte Kirche in Deutschland, ukrainisch-orthodoxe Kirche und ungarisch-reformierte Gemeinde.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privileg Erzbischofs Engelbert II. aus dem Jahr 1266 für die Kölner Juden, Tafel im Kölner Dom

Mit einer Erwähnung in einem konstantinischen Dekret aus dem Jahre 321 gilt Köln als „die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen“.[14] Die Existenz eines ersten jüdischen Wohnviertels im Areal um das heutige Kölner Rathaus wird auf die Spätantike in der Römerstadt datiert. Vor dem Rathaus zeugt auch eine nach Anmeldung zu besichtigende Mikwe, ein Kultbad aus dem 12. Jahrhundert von einem regen jüdischen Leben in der Stadt. Im Mittelalter kam es in Köln zu Pogromen, Verfolgung und Ausweisungen gegen die jüdische Bevölkerung. Auslöser waren beginnende Kreuzzüge und der Ausbruch der Pest, deren Ursache man bei den Juden zu finden glaubte (siehe Pestpogrom).[15] In der Folge wanderten viele der überlebenden Kölner Juden aus, einige bildeten im nahen, rechtsrheinischen Umland neue Gemeinden. Erst 1799 gab es, unter französischer Besatzung erstmals wieder eine jüdische Gemeinde in Köln. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs diese an; neben der neuen Synagoge in der Glockengasse baute man in zahlreichen Stadtvierteln und Vororten Synagogen, Schulen, Bäder und Gesundheitseinrichtungen. Die in Köln vom Anwalt Max Bodenheimer gemeinsam mit dem Kaufmann David Wolffsohn gegründete Zionistische Vereinigung für Deutschland fand zum Ende des 19. Jahrhunderts ihren Hauptsitz in der Nähe des Neumarkts. Auch Geschäftsleute wie Leonhard Tietz oder Mitglieder der Familie Oppenheim siedelten ihre unternehmerischen Aktivitäten in Köln an. Bis 1930 zählte die jüdische Gemeinde 20.000 Menschen, es gab sechs Synagogen in der Stadt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden viele jüdische Kölner ins Konzentrationslager Dachau verschleppt, viele wurden misshandelt, ihres Besitzes beraubt, jüdische Friedhöfe geschändet. Alle Synagogen wurden im Zuge der Reichspogromnacht zerstört. Wer nicht ins Ausland entkam oder den Freitod wählte, wurde schließlich ermordet (Transport in ein Vernichtungslager). Sehr wenigen (40–50) gelang es, in Verstecken zu überleben. Nach der Befreiung wurde die Synagoge in der Roonstraße 1959 die neue Heimat der Synagogen-Gemeinde Köln. Synagoge und Kulturzentrum wurden in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauers eingeweiht. Durch Zuzug aus den Gebieten der früheren Sowjetunion wuchs die jüdische Gemeinschaft in den 1990er Jahren, wie in anderen deutschen Städten. 1996 gründete sich zusätzlich zur mittlerweile orthodox geführten Synagogengemeinde die kleine Jüdische liberale Gemeinde Gescher Lamassoret (hebräisch für: Brücke zur Tradition). Im Jahre 2004 wurde in dem ehemaligen jüdischen Asyl an der Ottostraße in Köln-Neuehrenfeld das neue Jüdische Wohlfahrtszentrum eröffnet, in dem eine jüdische Grundschule, ein Altenheim und die Verwaltung der mehr als 5000 Mitglieder zählende Synagogen-Gemeinde untergebracht sind.

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Zahlen des 2011-Zensus für Personen mit Migrationshintergrund waren darunter rund 119.300 (11,9 %) Muslime.[7] Wegen des hohen Anteils von muslimischen Einwanderern vor allem aus der Türkei und ihrer Nachkommen sowie wegen der zentralen Lage in der alten Bundesrepublik richteten die wichtigsten islamischen Organisationen ihren Sitz in Köln und Umgebung (Kerpen) ein. In Köln leben nach Presseberichten derzeit rund 120.000 Muslime (vorwiegend Einwanderer) und es gibt insgesamt etwa 45 Moscheen. Die 2018 offiziell eröffnete repräsentative Zentralmoschee in Köln, wird durch die DITIB geleitet. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat betreibt mit dem Bait un-Nasir in Köln-Niehl seit 1985 ein islamisches Gemeindezentrum, das 2011 nach Umbaumaßnahmen und den Bau eines Minaretts in eine Moschee umgewandelt wurde.

Hinduismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Hindutempel findet sich in Köln-Höhenhaus am Neurather Weg.

Sikhismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Gurdwara (Sikh-Tempel) findet sich in Köln-Buchforst, Kalk-Mülheimer Str. 299.[16]

Buddhismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferner gibt es das "Santi Dhamma Vihara Kölner-Buddhismus-Center" e. V.(KBC), Mathildenstraße 65, 50679 Köln[17] und "Diamantweg Buddhismus", Krefelder Straße 18, 50670 Köln.

Baha'i[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Baha'i-Religion wird auch in Köln repräsentiert. Sie bietet regelmäßig Aktivitäten an, die offen für alle Religionsangehörige sind. Die Baha'i-Gemeinde besitzt auch einen Raum für ihre Aktivitäten auf der Neusser Straße in Nippes.

Sonstige Glaubenseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Flughafen Köln/Bonn befindet sich ein konfessionsübergreifender Gebets- und Andachtsraum.

Interreligiöser Dialog[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begegnung und dem Dialog zwischen Juden und Christen widmet sich die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.[18] In Köln hat ihren Sitz die überregional tätige Christlich-Islamische Gesellschaft, die größte und älteste islamisch-christliche Dialogorganisation in Deutschland. Von Seiten der Stadt Köln wurde ein „Rat der Religionen“ einberufen, dem Vertreter der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften angehören. Seit Anfang 2008 ist Köln auch Verwaltungssitz des Koordinierungsrats des christlich-islamischen Dialogs (KCID).

Seit 1998 besteht der Inter-Religiöse Runde Tisch von Köln-Mülheim (IRRT). Er wurde im Rahmen des damaligen „Keupstraßen-Projekts“ von der Stadt Köln, interkulturelles Referat und interkultureller Dienst Mülheim, ins Leben gerufen. Langfristiges Ziel ist es, möglichst viele im Stadtteil Mülheim vertretene Religionen an einen Tisch zu bringen. Zurzeit sind elf religiöse Gemeinschaften vertreten: Zentrum für Bildung und Integration in Mülheim e. V. (ZeBIt), Förderverein Zentrum Kulturelle Begegnungen (FZKB), Hacı-Bektaş-Veli-Cemhaus (Aleviten), Jama'at-un Nur (Gemeinschaft des Lichts), Katholische Kirche, Evangelische Kirche, Freie evangelische Gemeinde Köln-Mülheim, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Köln-Mülheim (Baptisten), Santi Dhamma Vihara Kölner-Buddhismus-Center e. V. (KBC), Soka Gakkai Internationale – Deutschland e. V. (SGI-D), Baha'i Gemeinde Köln.[19]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Schmidt: Aufstieg einer Minderheit – 500 Jahre Protestanten in Köln, Reihe: Kirchengeschichte Bd. 6, Lit Verlag, Münster 2016, ISBN 978-3-643-13361-8
  • Evangelische Gemeinde Köln (Hg.): 150 Jahre freie Evangeliumsverkündigung in Köln. Festbuch der Evangelischen Gemeinde Köln zur Wiedereinweihung der Antoniterkirche am 18. Mai 1952. Eigenverlag Köln 1952.
  • Barbara Becker-Jákli: Die Protestanten in Köln. Die Entwicklung einer religiösen Minderheit von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 75. Rheinland-Verlag Köln, 1983.
  • Barbara Becker-Jákli: Fürchtet Gott, ehret den König. Evangelisches Leben im linksrheinischen Köln 1850-1918. Rheinland-Verlag, Köln 1988, ISBN 3-7927-0998-8 (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte. Band 91).
  • Günther A. Menne, Christoph Nötzel (Hrsg.): Evangelische Kirchen in Köln und Umgebung. J.P. Bachem Verlag, Köln 2007. ISBN 3-7616-1944-8.
  • Hermann von Wied: Einfältiges Bedenken. Reformationsentwurf für das Erzstift Köln von 1543. Übersetzt und herausgegeben von Helmut Gerhards und Wilfried Borth. Düsseldorf: Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland, 1972 (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte Nr. 43).
  • Rudolf Löhr: Protokolle der Niederländisch-Reformierten Gemeinde in Köln 1651 - 1677, 2 Bde., Rheinland Verlag Düsseldorf: Köln 1971
  • Hiltrud Kier: Das evangelische Köln. Die Kirchen bis 1939. Fotografien von Celia Körber-Leupold. Bachem, Köln 2002. ISBN 3-7616-1639-2
  • Armin Beuscher, Asja Bölke, Günter Leitner, Antje Löhr-Sieberg & Anselm Weyer: AntoniterCityTours präsentieren: Melaten erzählt von protestantischem Leben. Ein Rundgang. Herausgegeben von Annette Scholl im Auftrag der Evangelischen Gemeinde Köln. 2010, ISBN 978-3-942186-01-8
  • Wilma Falk-van Rees, Dietrich Grütjen, Annette Scholl (Hrsg.): Ich weisz an welchen ich glaube. Ein Rundgang über den evangelischen Friedhof in Köln-Mülheim. Köln 2010, ISBN 978-3-942186-00-1.
  • Barlachs Engel. Stimmen zum Kölner Schwebenden. Herausgegeben von Antje Löhr-Sieberg und Annette Scholl unter Mitarbeit von Anselm Weyer. Greven Verlag, Köln 2011, ISBN 978-3-7743-0481-9.
  • Günter Leitner, Bernhard Buddeberg: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt - Ein Rundgang über den evangelischen Geusenfriedhof in Köln. Hrsg.: Evangelische Gemeinde Köln. Köln 2007.
  • Anselm Weyer: Ina Gschlössl. Der Traum vom Pfarramt. Köln 2010, ISBN 978-3-942186-02-5.
  • Silke Lechner, Christoph Urban: Deutscher Evangelischer Kirchentag 2007 – Dokumente. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2007, ISBN 3-579-00466-2.
  • Nikolaus Schneider, Anne Schneider: lebendig, kräftig, schärfer – Erfahrungen und Gedanken zu den biblischen Texten des 31. evangelischen Kirchentages in Köln. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2007, ISBN 3-7975-0162-5.
  • Silke Lechner, Ellen Ueberschär: Lebendig und kräftig und schärfer. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2007, ISBN 3-579-00465-4.
  • In der Freiheit bestehen. Erlebter Kirchentag Köln 1965. Herausgegeben im Auftrag des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages von Carola Wolf, Gerhard Schnath und Hans-Joachim Beeg. Kreuz-Verlag Stuttgart 1965.
  • Deutscher Evangelischer Kirchentag Köln 1965. Dokumente. Herausgegeben im Auftrag des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Kreuz-Verlag Stuttgart 1965.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ingo Schmitz: Die neue Minderheit: Anteil der Christen in Köln unter 50 Prozent. 21. November 2018, abgerufen am 23. Mai 2020 (deutsch).
  2. a b Stadt Köln: Tabelle 6 (Einwohnerinnen und Einwohner nach Konfession am 31.12.2010 und 31.12.2018), abgerufen am 1. September 2019 (PDF)
  3. Die neue Minderheit, Kölnische Rundschau 21. November 2018
  4. Stadt Köln: Tabelle 6 (Angaben zur katholischen und evangelischen Konfessionszugehörigkeit). Website der Stadt Köln. Abgerufen am 29. Juni 2017. (pdf)
  5. Stadt Köln: Tabelle 6 (Angaben zur katholischen und evangelischen Konfessionszugehörigkeit). Website der Stadt Köln. Abgerufen am 17. August 2016. (pdf)
  6. Zensus2011 - Ergebnisse. Abgerufen am 22. Januar 2018.
  7. a b Kartenseite: Muslime in Nordrhein-Westfalen - Gemeinden. 27. März 2017. Abgerufen am 22. Januar 2018.
  8. Stadt Köln: Kölner Stadtteilinformationen Einwohnerzahlen 2019. Stadt Köln, abgerufen am 23. Mai 2020 (deutsch).
  9. Axel Bluhm (Hg.): Allein Gottes Wort. Vorträge, Ansprachen, Predigten und Besinnungen anläßlich des 450. Todestages der Märtyrer Adolf Clarenbach und Peter Fliesteden. Köln 1981.
  10. Hans-Georg Link: Die reformatorische Wende eines Kölner Erzbischofs und ihre Folgen. Zu Hermanns von Wied 450. Todestag am 15. August 2002. kirche-koeln.de (Memento vom 8. November 2007 im Internet Archive) (PDF; 77 kB)
  11. Klaus Schmidt: Glaube, Macht und Freiheitskämpfe. 500 Jahre Protestanten im Rheinland. Köln 2007, S. 33.
  12. Rudolf Löhr: Protokolle der Niederländisch-Reformierten Gemeinde in Köln 1651–1677, 2 Bde., Rheinland Verlag Düsseldorf: Köln 1971.
  13. Koptisch-orthodoxe Kirche St. Marien Homepage
  14. Archivierte Kopie (Memento vom 15. Oktober 2008 im Internet Archive); abgerufen am 16. Dezember 2007
  15. Carl Dietmar, Die Chronik Kölns, Seite 114, 121, 128
  16. http://www.gurdwara.de/
  17. http://www.kbconline.org
  18. Schalom – herzlich willkommen. In: Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Abgerufen am 6. Januar 2010.
  19. http://www.irrt-koeln.de