Remain in Light

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Remain in Light
Studioalbum von Talking Heads
Veröffentlichung 8. Oktober 1980
Label Sire Records
Format CD, LP, MC, DVD-A
Genre New Wave, Post-Punk, Worldbeat, Funk, Afrobeat
Anzahl der Titel 8
Laufzeit 39:48

Besetzung

Produktion Brian Eno

Studios

Chronologie
Fear of Music
(1979)
Remain in Light The Name of This Band Is Talking Heads
(1982)

Remain in Light ist das vierte Studioalbum der New Yorker New-Wave-Band Talking Heads. Es erschien am 8. Oktober 1980 auf dem Label Sire Records. In den US-amerikanischen Billboard 200 erreichte es Platz 19, in den britischen Albencharts kam es auf Platz 21.

Stilistisch betrachtet bewegt sich Remain in Light in den für Talking Heads typischen Genres New Wave und Post-Punk. Da es durch die Verwendung afrikanischer Polyrhythmik jedoch vollkommen neue Elemente in diese Musikstile einbrachte, wird es häufig auch dem Afro- und Worldbeat zugerechnet. Zudem wurden vielfach funkartige Rhythmen in die Musik eingearbeitet.

Die beiden Singles, die von dem Album ausgekoppelt wurden, hatten im Vergleich zum Album eher geringen Erfolg. Once in a Lifetime erschien im Februar 1981 und erreichte in den UK Top 40 immerhin Platz 14, tauchte in den Staaten jedoch erst 1986 in den Billboard Hot 100 auf, wo die Single mit Platz 91 ihren Höhepunkt erreichte. Die B-Seite enthielt Seen and Not Seen. Die zweite Single erschien im Mai 1981. Sie enthielt einen Remix von Houses in Motion, auf der B-Seite befand sich The Overload. Nennenswerte Chart-Erfolge erzielte sie nicht.

Das Artwork des Covers entwarfen Frantz und Weymouth auf einem Mainframe-Rechner des Massachusetts Institute of Technology. Es ist eines der frühesten computergenerierten Coverdesigns.[1]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Songs wurden von David Byrne, Brian Eno, Chris Frantz, Jerry Harrison und Tina Weymouth komponiert.

Seite 1

  1. Born Under Punches (The Heat Goes On) – 5:46
  2. Crosseyed and Painless – 4:45
  3. The Great Curve – 6:26

Seite 2

  1. Once in a Lifetime – 4:19
  2. Houses in Motion – 4:30
  3. Seen and Not Seen – 3:20
  4. Listening Wind – 4:42
  5. The Overload – 6:00

Wiederveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Januar 2006 veröffentlichte Rhino Remain in Light auf DualDisc mit folgenden Bonustracks:

CD-Seite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fela’s Riff – 5:19 (unfinished outtake)
  2. Unison – 4:49 (unfinished outtake)
  3. Double Groove – 4:27 (unfinished outtake)
  4. Right Start – 4:07 (unfinished outtake)

DVD-Audio-Seite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Crosseyed and Painless
  2. Once in a Lifetime

Am 16. Januar 2006 veröffentlichte Sire die oben aufgeführte Rhino-Version von Remain in Light mit einer hinzugefügten Bonus-DVD, die das Originalalbum in 5.1-Kanal-Raumklang, eine Fotogalerie, sowie Videos zu Crosseyed and Painless und Once in a Lifetime enthielt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Allmusic [2]
Rolling Stone [3]
Musikexpress [4]

Remain in Light gilt aufgrund der damals einzigartigen Verschmelzung von Pop mit Weltmusik als eines der einflussreichsten Alben der 1980er und erschien auf der 2003 vom Rolling Stone veröffentlichten Liste der 500 besten Alben aller Zeiten auf Platz 126.[5] Zudem wählte das Magazin das Album auf Platz 4 der 100 besten Alben der 1980er Jahre.[6] Die Musikzeitschrift New Musical Express führt Remain in Light auf Platz 54 in der Auswahl der 500 besten Alben aller Zeiten.[7] In der Liste der 100 besten Alben des Guardians belegt das Album Platz 43.[8] Pitchfork Media wählte es auf Platz 2 der 100 besten Alben der 1980er.[9] Darüber hinaus gehört Remain in Light zu den 1001 Albums You Must Hear Before You Die.

„Ein seltsames, synthetisches, polyrhythmisches Kunstwerk mit afrikanischen Einflüssen, das mich in jeder Hinsicht verwirrt hat. Bei guten Alben ist es meist so, dass man am Anfang nicht weiß, womit man es da eigentlich zu tun hat. Aber man ist fasziniert davon, und beim ungefähr sechsten Hören offenbart es sich einem langsam. Beim zehnten Hören ist man dann völlig begeistert, aber auch beim 30. Hören entdeckt man immer noch etwas Neues. Remain in Light hat mir das beigebracht. Die Platte hat mich verändert und aufgeklärt. Sie hat mir gezeigt, was Musik alles bewirken kann, wie Songsstrukturen auch aussehen können, oder wie Schlagzeugparts mit anderen Parts interagieren können. Seit ich angefangen habe, selber Musik zu machen, ist dieses wundervolle Album etwas, das ich immer zu Rate ziehen kann. Das Tolle ist, dass man sich der Platte auch später noch aus so vielen unterschiedlichen Richtungen nähern kann, ohne dass sie ihre Rätsel verliert.“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schütte, Uwe: Remain in Light, in: Basis-Diskothek Rock und Pop, Philipp Reclam jun. 2004 (Stuttgart), S. 182.
  2. Review von William Ruhlman auf AllMusic.com, abgerufen am 22. Februar 2017
  3. Review von Gavin Edwards (2003) rollingstone.com (archiviert auf web.archive.org), abgerufen am 23. März 2017
  4. Review im Musikexpress (1980) auf Musikexpress.de (Archivartikel), abgerufen am 22. Februar 2017
  5. Levy, Joe (Hrsg.): Rolling Stone. Die 500 besten Alben aller Zeiten. (Originalausgabe: Rolling Stone. The 500 Greatest Albums of all Time. Wenner Media 2005). Übersetzung: Karin Hofmann. Wiesbaden: White Star Verlag, 2011, S. 116
  6. 100 Best Albums of the Eighties auf RollingStone.com, abgerufen am 22. Februar 2017
  7. The 500 Greatest Albums Of All Time: 100-1 auf NME.com, abgerufen am 22. Februar 2017
  8. The Guardian 100 Best Albums Ever by The Guardian (1997) auf besteveralbums.com, abgerufen am 14. August 2017
  9. Top 100 Albums of the 1980s auf pitchfork.com, abgerufen am 19. August 2017
  10. Reznor, Trent, in: Visions 250, 01/2014, S. 141.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]