Rembertów
Bezirk von Warschau | |
|---|---|
| Koordinaten | 52° 15′ 31″ N, 21° 9′ 39″ O |
| Fläche | 19,30 km² |
| Einwohner | 23.441 (31. Dez. 2012) |
| Bevölkerungsdichte | 1215 Einwohner/km² |
| Website | www.rembertow.waw.pl |
| Politik | |
| Bürgermeister | Kacper Pietrusiński |
Rembertów (deutsch Rembertau) ist ein Stadtbezirk der polnischen Hauptstadt Warschau. Zwischen 1939 und 1957 war Rembertów ein selbständiger Ort und wurde dann nach Warschau in den Stadtteil Praga-Południe eingemeindet. Zwischen 1994 und 2002 bildete es eine selbständige Gemeinde namens Warszawa-Rembertów. In den 1940er Jahren befand sich im Stadtteil ein Gefängnis, das zuerst durch die deutschen Besatzungstruppen (Truppenübungsplatz Rembertow) und später durch sowjetische Organisationen (z. B. NKWD) genutzt wurde. Ebenfalls unter deutscher Besatzung wurde im Oktober 1940 die jüdische Bevölkerung des Ortes und dreimal so viele aus anderen Gemeinden zwangsumgesiedelte Juden in ein umzäuntes Areal gesperrt. Am 20. August 1942 wurde das Ghetto liquidiert und seine Bewohner in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Sie wurden dort nach ihrer Ankunft am 22. August ermordet. Exemplarisch sei an das Schicksal einer jüdischen Familie Rembertóws erinnert, die - bis auf einen die NS-Zeit überlebenden Sohn - von den deutschen Besatzern ermordet wurde.[1]

Der Stadtbezirk erstreckt sich über eine Fläche von 19,30 km² und hatte im Jahr 2004 21.893 Einwohner, 2012[2] waren es 23.441. Er ist dünn besiedelt; im Stadtteil gibt es viele ausgewiesene Erholungsgebiete. Mehr als 30 % des Stadtbezirks sind von Wald bewachsen. Teile dessen bilden das Waldschutzgebiet Kawęczyn.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rembertów, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 651f.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Familie Pszenny-Blavatnik in Rembertów (1939-1942), URL https://www.wikitree.com/wiki/Blavatnik-1, auf: Wikitree, abgerufen 2025-11-01.
- ↑ Rocznik demograficzny 2013. (PDF; 3,9 MB) In: stat.gov.pl. Główny Urząd Statystyczny, S. 90, abgerufen am 16. Mai 2014.

