Remigijus Šimašius

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Šimašius im Mai 2015

Remigijus Šimašius (* 12. Januar 1974 in Tauragė) ist ein litauischer liberaler Politiker. Seit 2015 ist er Bürgermeister von Vilnius, seit 2016 zudem nationaler Vorsitzender der liberalen Partei Lietuvos Respublikos liberalų sąjūdis. Von 2008 bis 2012 war er Justizminister Litauens.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur an der Mittelschule absolvierte Remigijus Šimašius das Diplomstudium der Rechtswissenschaften an der Rechtsfakultät der Universität Vilnius. Danach studierte er als Doktorand an der LTU-Universität in Vilnius und promovierte am 17. September 2002 zum Doktor der Rechtswissenschaften zum Thema „Rechtspluralismus“ (Betreuer Prof. Viktoras Justickis). Danach arbeitete Šimašius als Hochschullehrer für Rechtstheorie an der LTU-Universität und später am Lehrstuhl für Rechtstheorie und Rechtsgeschichte an der Rechtsfakultät der Universität Vilnius. Remigijus Šimašius war Rechtsexperte und Ökonom sowie vom 9. Mai 2006 bis Dezember 2008 Präsident des Litauischen Instituts für freien Markt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2001 bis 2006 war Šimašius Mitglied im Stadtrat Vilnius. Am 9. Dezember 2008 wurde Remigijus Šimašius zweitjüngster Justizminister in der Geschichte Litauens. Er übte dieses Amt bis zum 13. Dezember 2012 aus. Vom November 2012 bis zum April 2015 war Šimašius Mitglied des Seimas. Am 22. April 2015 wurde er Bürgermeister der Stadtgemeinde Vilnius, nachdem er sich bei den Wahlen gegen den Amtsinhaber Artūras Zuokas von der Partei Lietuvos laisvės sąjunga durchgesetzt hatte. Šimašius wird als möglicher Kandidat für die Präsidentschaftswahl in Litauen 2019 gehandelt.[1]

Von 1995 bis 2005 war Šimašius Mitglied der Lietuvos liberalų sąjunga (LLS), von 1998 bis 1999 LLS-Vorstandmitglied. Jetzt ist er Mitglied der LLS-Nachfolgepartei Lietuvos Respublikos liberalų sąjūdis. Im Juni 2016 wurde er von deren Vollversammlung zum Parteivorsitzenden ausgewählt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Šimašius ist in zweiter Ehe mit Agnė Matulaitė, Psychologin und Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Körperpsychotherapie, verheiratet. Mit ihr hat er drei Kinder (die Töchter Una und Morta Teresė sowie den Sohn Anupras Patrikas).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Buch „Nevyriausybinės organizacijos: reguliavimas Lietuvoje ir Vakarų patirtis“, 1999.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Remigijus Šimašius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Romualdas Bakutis. Kas taps prezidentės įpėdiniu?