Remse

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Remse
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Remse hervorgehoben
50.85388888888912.575555555556225Koordinaten: 50° 51′ N, 12° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Waldenburg
Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 14,79 km²
Einwohner: 1726 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08373
Vorwahlen: 03763, 037608 (Kleinchursdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 260
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 4
08373 Remse
Bürgermeister: Wolf-Dieter Kapferer (CDU)
Lage der Gemeinde Remse im Landkreis Zwickau
Bernsdorf Callenberg Crimmitschau Crinitzberg Dennheritz Fraureuth Gersdorf Glauchau Hartenstein Hartmannsdorf Hirschfeld Hohenstein-Ernstthal Kirchberg Langenbernsdorf Langenweißbach Lichtenstein Lichtentanne Limbach-Oberfrohna Meerane Mülsen Neukirchen/Pleiße Niederfrohna Oberlungwitz Oberwiera Reinsdorf Remse Schönberg St. Egidien Waldenburg Werdau Wildenfels Wilkau-Haßlau Zwickau Sachsen Thüringen Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Chemnitz Landkreis MittelsachsenKarte
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Remse ist eine Gemeinde im Freistaat Sachsen im Norden des Landkreises Zwickau. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Waldenburg.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Remse liegt 3 km nördlich der Kreisstadt Glauchau im Tal der Zwickauer Mulde. Durch das Gemeindegebiet führen die B 175 und die Eisenbahnlinie Zwickau–Grimma. Die Gemeinde ist auch von der südlich verlaufenden A 4, Anschluss Glauchau-Ost, zu erreichen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden (alle im Landkreis Zwickau) sind Oberwiera und Schönberg sowie die Städte Meerane, Glauchau und Waldenburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Oertelshain (am 1. April 1938 eingemeindet)[2], Kertzsch und Kleinchursdorf (beide 1961 eingemeindet), Remse und Weidensdorf. Weidensdorf wurde erst 1994 in die Gemeinde eingegliedert.

Geschichte[Bearbeiten]

Kloster
Blick auf Remse

Die Gemeinde entstand nach der Gründung eines Benediktiner-Nonnenklosters Rother Stock. 10 Jahre nach Stiftung des Klosters Bürgel wurde 1143 nördlich von Glauchau ein Tochterkloster gegründet. Es sollte den Brüdern des Klosters Bürgel dienen. Eine Schenkung von 100 Königshufen Land rechts und links der Mulde sollte ein Beitrag zur wirtschaftlichen Festigung sein. Doch die Entfernung von Bürgel nach dort war entscheidend, dass man ein Benediktinerinnenkloster gründete, das ab 1216 den Namen Remse getragen hat. Eine Gründungsurkunde liegt aber nicht vor. Sicher ist, dass das Kloster Remse auf Bürgler Grundbesitz errichtet wurde und immer ein Tochterkloster von Bürgel war. Es hatte keine rechtliche Selbststängigkeit, aber eine wirtschaftliche. Der Propst wurde immer vom Bürgeler Abt eingesetzt. Wirtschaftlich war das Kloster schwach. 1533 wurde das Kloster Remse aufgelöst. Das Klostergut übernahm die Herrschaft Schönburg und die Klosterkirche verfiel. Heute kann man die Klosteranlage nur ahnen.[3]

Das Kloster soll durch eine Schenkung des römisch-deutschen Königs Konrad III. im Jahre 1143 gegründet worden sein. Wenig später entstand Remse als zugehöriges Klosterdorf. Nach der Säkularisierung ging der Klosterbesitz durch Verkauf im Jahre 1543 in den Besitz der Herren von Schönburg über.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 zählte Remse 1942 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

1998 bis 2002

  • 1998 - 2200
  • 1999 - 2190
  • 2000 - 2161
  • 2001 - 2124
  • 2002 - 2045

2003 bis 2007

  • 2003 - 2000
  • 2004 - 1993
  • 2005 - 1984
  • 2006 - 1942
  • 2007 - 1911

ab 2008

  • 2008 - 1885
  • 2011 - 1794
Datenquelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Georgenkirche in Remse
  • ehemaliges Benedektinerinnen-Kloster „Roter Stock“ (um 1143)
  • sogenannte „Remser Bastei“ – Aussichtspunkt über dem Muldetal
  • Dorfkirche im Ortsteil Weidensdorf

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Steche: Remse. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 13. Heft: Amtshauptmannschaft Glauchau. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 29.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Remse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Remse im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  3. Wolfram/Drafehn Die Klosterkirche in Thalbürgel Evangelische Verlagsanstalt Berlin 1995 S. 18-20 Lizenz 420250-237-85