Remseck am Neckar

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Remseck am Neckar
Remseck am Neckar
Deutschlandkarte, Position der Stadt Remseck am Neckar hervorgehoben

Koordinaten: 48° 52′ N, 9° 16′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 212 m ü. NHN
Fläche: 22,82 km2
Einwohner: 26.508 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 1162 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 71686, 70378
Vorwahlen: 07146, 07141, 0711
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 081
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
71686 Remseck am Neckar
Website: www.stadt-remseck.de
Oberbürgermeister: Dirk Schönberger (parteilos)
Lage der Stadt Remseck am Neckar im Landkreis Ludwigsburg
ErdmannhausenErdmannhausenRemseck am NeckarSchwieberdingenMarbach am NeckarMarbach am NeckarMarbach am NeckarMarbach am NeckarOberstenfeldOberstenfeldMundelsheimMundelsheimAffalterbachAspergBenningen am NeckarBesigheimBesigheimBönnigheimErligheimFreudentalGemmrigheimGroßbottwarGroßbottwarHessigheimLöchgauMurr (Gemeinde)Murr (Gemeinde)PleidelsheimPleidelsheimSteinheim an der MurrTammWalheimIngersheimFreiberg am NeckarBietigheim-BissingenBietigheim-BissingenDitzingenEberdingenKornwestheimMöglingenOberriexingenSersheimVaihingen an der EnzSachsenheimKorntal-MünchingenLudwigsburgMarkgröningenHemmingenGerlingenKirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Remseck am Neckar ist eine Stadt an der nordöstlichen Stadtgrenze von Stuttgart im Land Baden-Württemberg. Sie ist die sechstgrößte Stadt des Landkreises Ludwigsburg und gehört zum Mittelbereich Ludwigsburg/Kornwestheim innerhalb des Oberzentrums Stuttgart. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur europäischen Metropolregion Stuttgart.

Die erst im Rahmen der Gebietsreform zum 1. Januar 1975 zunächst unter dem Namen Aldingen am Neckar neu gebildete Gemeinde erhielt 1977 den Namen Remseck am Neckar und ist seit 1. Januar 2004 Große Kreisstadt.

Luftaufnahme von Aldingen aus dem Jahr 2010

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Remsmündung in Remseck (2020)

Remseck am Neckar liegt nördlich anschließend an die Landeshauptstadt Stuttgart im Naturraum Neckarbecken. Das Stadtgebiet wird vom Neckar durchflossen, an dessen Ufer vier der sechs Stadtteile einen Anteil haben. Die Mündung der Rems befindet sich im Stadtteil Neckarrems. Im nördlichen Gemeindegebiet fließen der Zipfelbach und seine Zuflüsse, im südlichen Gemeindegebiet mündet der Holzbach von links in den Neckar.

Die einzelnen Stadtteile liegen verteilt auf die naturräumlichen Teileinheiten Südwestliches Neckarbecken (hierbei im Langen Feld), Backnanger Bucht und Waiblinger Bucht.[2] Der niedrigste Punkt im Stadtgebiet ist mit 203 m das Flussbett des Neckars an der Markungsgrenze zu Poppenweiler, was dem Stauziel des Neckars zwischen der Staustufe Aldingen und der Staustufe Poppenweiler entspricht. Als höchsten Punkt gibt die Stadt Remseck mit 299 m über NN eine Stelle beim Hochberger Wald an.[3] Andere Stellen verweisen hingegen auf die Oßweiler Höhe im Stadtteil Aldingen, die an der unmittelbaren Markungsgrenze zu Ludwigsburg je nach Angabe etwa 307 m oder 309 m über NN erreicht.[4][5][6]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Remseck am Neckar. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt:

Kornwestheim, Ludwigsburg und Marbach am Neckar (Ortsteil Siegelhausen), alle zum Landkreis Ludwigsburg gehörig, Waiblingen (Ortsteile Hegnach und Bittenfeld) und Fellbach (Ortsteil Oeffingen), beide zum Rems-Murr-Kreis gehörig, sowie die Landeshauptstadt Stuttgart.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemarkungen der Stadt Remseck am Neckar

Die Stadt Remseck am Neckar besteht aus den sechs Stadtteilen Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen, Neckarrems und Pattonville. Mit Ausnahme von Pattonville, das bis 1993 eine amerikanische Siedlung war, sind die Stadtteile ehemalige Gemeinden gleichen Namens und die räumlichen Grenzen identisch mit den ehemaligen Gemeinden, aus deren Zusammenschluss die heutige Stadt Remseck am Neckar entstand.[7] Zu Aldingen gehört das Dorf Aldingen am Neckar und das Gehöft Sonnenhof. Zu Hochberg gehören das Dorf Hochberg sowie die abgegangene Ortschaft Egenhöft. Hochdorf besteht aus dem Dorf Hochdorf am Neckar. Neckargröningen besteht aus dem Dorf Neckargröningen. Zu Neckarrems gehören das Dorf Neckarrems und das Gehöft Remseck sowie die abgegangene Ortschaft Reningen. Zu Pattonville gehört der östliche Teil der Siedlung Pattonville, der westliche Teil gehört zu Kornwestheim.[8]

Stadtteile der Stadt Remseck am Neckar und ihre Einwohnerzahlen (Stand 30. November 2019):[3]

Stadtteil Einwohner
Aldingen* 8 495
Hochberg** 3 536
Hochdorf** 2 180
Neckargröningen** 2 530
Neckarrems** 4 677
Pattonville*** 5 195
Stadt Remseck a. N. 26 613

* Bewohner der Aldinger Gemarkung ohne Pattonville[7]

** Bewohner der gleichnamigen Gemarkung[7]

*** Anteil der Siedlung Pattonville auf Aldinger Gemarkung (ohne Kornwestheim-Pattonville)[7]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorläufergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutigen Stadtteile Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen und Neckarrems sind ehemals eigenständige Gemeinden. Die gleichnamigen Dörfer wurden bereits im Mittelalter urkundlich erwähnt.

Neckargröningen wurde als erster Remsecker Stadtteil bereits im Jahre 806 als Gruonincheim im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch beschrieben. Aldingen wurde um 1100 erstmals unter dem Namen Almendingen erwähnt. Der Name weißt auf einen möglichen alamannischen Ortsgründer namens Alamund hin. Die erste sichere Nennung von Hochdorf stammt ebenfalls aus der Zeit um 1100. Hochberg wurde erstmals im Jahre 1231 erwähnt, als eine Urkundenabschrift einen gewissen Herbrand von Hohenberg nennt. Neckarrems wurde 1268 als Rems erstmals erwähnt. Der Zusatz „Neckar“ wurde erst im 17. Jahrhundert hinzugefügt.[10][11]

Neckarrems und Neckargröningen waren bereits seit dem Hochmittelalter württembergischer Besitz. Aldingen war hingegen im Jahr 1278 dem Burggraf Walter von Kaltental als Lehen übergeben worden. Die Kaltentaler herrschten hier bis 1746. Hochberg kam um 1300 an die Herren Nothaft von Hohenberg, die lange Zeit auch die Herrschaft über Hochdorf ausübten. Sowohl die Herren von Kaltental als auch die Nothaft von Hohenberg waren ab dem 16. Jahrhundert mit ihren heute zu Remseck zählenden Gütern im Ritterkanton Kocher immatrikuliert. Aldingen, Hochberg und Hochdorf waren somit reichsunmittelbare Rittergüter. Mit dem Aussterben der Aldinger Linie der Herren von Kaltental kam Aldingen im Jahr 1746 an Württemberg. Hochberg und Hochdorf gelangten nach dem Aussterben der Nothaft im Jahr 1684 an die von Gemmingen, welche die Herrschaft 1779 an Herzog Friedrich Eugen von Württemberg verkauften, der sie zwei Jahre darauf seinem Bruder Carl Eugen überließ. Dieser gliederte die Herrschaft dem herzoglichen Hofkammergut als Stabsamt Hochberg an.[12]

Nach der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im 1806 gegründeten Königreich Württemberg gehörten Aldingen und Neckargröningen dem Oberamt Ludwigsburg an, während die drei übrigen Orte dem Oberamt Waiblingen unterstellt waren. Bei der Verwaltungsreform während der NS-Zeit in Württemberg wurden 1938 alle Orte dem neuen Landkreis Ludwigsburg zugeteilt. Da die Ortschaften nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der Amerikanischen Besatzungszone geworden waren, gehörten sie somit seit 1945 zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.

In den Jahren 1910 bis 1923 waren die Stadtteile Neckargröningen und Aldingen durch die Ludwigsburger Oberleitungs-Bahnen mit dem Bahnhof Ludwigsburg verbunden.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das namensgebende Schlösschen Remseck

Die heutige Stadt Remseck am Neckar entstand am 1. Januar 1975 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen und Neckarrems zunächst nach dem einwohnerreichsten Ortsteil unter dem Namen „Gemeinde Aldingen am Neckar“. Zuvor war bereits von Aldinger und Hochdorfer Seite jeweils ein Eingemeindungsvertrag mit der Stadt Ludwigsburg unterzeichnet worden. Gegen diese Eingemeindungen wurde im Baden-Württembergischen Landtag aber Einspruch erhoben. Die vom Landtag geforderte Fusion der fünf Gemeinden wurde in der Folge erst kurz vor Fristende der Gemeindereform entschieden.[13]

Am 1. Juli 1977 erfolgte die Umbenennung in Remseck am Neckar.[14] Der neue Name leitet sich von einer gleichnamigen früheren Burg über der Remsmündung her. An gleicher Stelle wie die Burg wurde 1842 das Schloss Remseck erbaut.

Durch die Aufsiedlung von Pattonville überschritt die Einwohnerzahl der Gemeinde Remseck am Neckar 1999 die Grenze von 20.000. Doch stellte die Gemeindeverwaltung erst 2003 den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 2004 beschloss. Seither hat die Gemeinde das Stadtrecht.

Pattonville[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pattonville entstand im Jahr 1955, als die US-Armee begann, am westlichen Markungsrand Aldingens am Rand des alten königlich württembergischen Exerzierplatzes in der Flur Aldinger Berg eine Siedlung zu bauen.[15] 1992 zog die US-Armee aus Pattonville ab. Zur Weiterverwendung dieser Flächen wurde der Zweckverband Pattonville-Sonnenberg von den Städten Ludwigsburg, Kornwestheim und Remseck am Neckar gegründet. Da ein Großteil der Pattonviller Siedlung der US-Armee auf Aldinger Gemarkung lag, ging der Gründung des Zweckverbandes ein umfangreicher Ringtausch voraus. Hierbei wurden Flächen der Mitgliedsstädte gegeneinander getauscht, so dass eine für die Gründung des Zweckverbandes günstige Verteilung entstand. Der Stadtteil Pattonville wird heute durch die John-F.-Kennedy-Allee geteilt. Der westliche Teil gehört zu Kornwestheim, der östliche zu Remseck am Neckar. Erst durch den steten Zuzug von neuen Einwohnern nach Pattonville wurde es der Stadt Remseck am Neckar ermöglicht, den Titel der Großen Kreisstadt zu beantragen.[16] Durch den Bauabschnitt VII wuchs der Remsecker Teil von Pattonville auf knapp 6000 Bürger. Pattonville stellt damit nach Aldingen und vor Neckarrems den zweitgrößten Remsecker Stadtteil dar.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
6. Juni 1961¹ ² 8.879
27. Mai 1970¹ ² 13.435
31. Dezember 1975 15.780
31. Dezember 1980 16.593
25. Mai 1987¹ 16.331
31. Dezember 1990 17.459
31. Dezember 1995 18.375
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 2000 20.519
31. Dezember 2005 22.415
31. Dezember 2010 23.355
31. Dezember 2015 25.759
31. Dezember 2020 26.508

¹Volkszählungsergebnis
²Addition der Einwohnerzahlen der Vorläufergemeinden

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtteile der heutigen Stadt Remseck am Neckar gehörten ursprünglich zum Bistum Speyer. Die Kirchen von Aldingen, Neckargröningen und Neckarrems wurden zum Ende des 14. und Beginn des 15. Jahrhunderts in das Stuttgarter Heilig-Kreuz-Stift inkorporiert. Ab 1534 führten die Herzöge von Württemberg die Reformation in Neckarrems und Neckargröningen ein, die Ortsherren der reichsritterschaftlichen Orte Aldingen, Hochberg und Hochdorf folgten einige Jahrzehnte später, wobei die Aldinger Ortsverfassung grundsätzlich eine freie Wahl der Konfession vorsah.

Dennoch war die christliche Bevölkerung Remsecks über mehrere Jahrhunderte hinweg mehrheitlich protestantisch. Während Aldingen zum Oberamt und zum Dekanat bzw. Kirchenbezirk Ludwigsburg gehörte, waren die anderen Orte bis 1938 Teil des Dekanats bzw. Kirchenbezirks Waiblingen. 1938 wurden die Orte dem Dekanat Ludwigsburg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg angeschlossen. Die ursprünglich unabhängigen evangelischen Gemeinden der einzelnen Ortsteile schlossen sich mit Ausnahme von Pattonville 2019 zur Evangelischen Kirchengemeinde Remseck zusammen,[17] die Protestanten von Pattonville gehören hingegen zur Evangelischen Martinsgemeinde Kornwestheim.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen vermehrt Katholiken in die Remsecker Orte. In Aldingen wurde 1966 die katholische Kirche St. Petrus Canisius erbaut sowie im Stadtteil Hochberg 1971 die Kirche St. Nikolaus und Barbara. 1977 wurde Hochberg eigene Pfarrei. In Hochdorf befindet sich die Kirche St. Franziskus aus dem Jahr 1976. Wiederum mit Ausnahme von Pattonville bilden die Remsecker Pfarreien zusammen mit Poppenweiler heute die Seelsorgeeinheit "Remseck mit Ludwigsburg-Poppenweiler" im Dekanat Ludwigsburg innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart.[18] Die Katholiken von Pattonville gehören der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin Kornwestheim an.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Remseck am Neckar auch Freikirchen, darunter eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen in Neckargröningen und die Evangelisch-methodistische Kirche in Neckarrems und Hochberg. Ferner ist die Neuapostolische Kirche in Remseck vertreten.

In Aldingen und Hochberg gab es früher zudem israelitische Gemeinden. Die Gemeinde in Aldingen bestand von Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1872 und gilt als Muttergemeinde der israelitischen Gemeinde in Ludwigsburg. Die Gemeinde in Hochberg bestand von 1772 bis 1914. Sie umfasste auf ihrem Höhepunkt im Jahr 1852 305 Personen. Der von Hochberg, Aldingen und weiteren Gemeinden der Umgebung genutzte jüdische Friedhof am Ortsrand Hochbergs ist noch erhalten; er wird von der Stadt gepflegt. Die ehemalige Hochberger Synagoge wurde lange als evangelisch-methodistische Kirche genutzt und gehört seit 2021 dem Verein "Beth Shalom".[19]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Remseck am Neckar hat 26 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem. Der Oberbürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
30
20
10
0
18,36 %
26,17 %
22,68 %
14,41 %
17,71 %
0,68 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
−7,74 %p
+1,47 %p
+3,28 %p
−2,09 %p
+5,11 %p
+0,68 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 18,36 5 26,1 7
FW Freie Wähler Remseck am Neckar e. V. 26,17 7 24,7 7
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 22,68 6 19,4 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,41 4 16,5 4
FDP Freie Demokratische Partei 17,71 4 12,6 3
WSZS Wir sind zusammen stark Remseck 0,68 0
gesamt 100,0 26 100,0 26
Wahlbeteiligung 58,13 % 48,9 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Gemeinde Remseck am Neckar stand zunächst der Bürgermeister. Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 2004 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Er hat zwei Beigeordnete als allgemeine Stellvertreter. Der erste Beigeordnete trägt die Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“, der zweite die Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Gemeinde- bzw. Stadtoberhäupter

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Remsecker Rathaus im Rohbau abends. Stand: Jan 2019.

Die Stadt Remseck am Neckar ist mit 435 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber am Ort. Die Kernverwaltung umfasst rund 130 Mitarbeiter. Die Hauptverwaltung mit dem Bürgeramt befindet sich im Schnittpunkt der beiden Holz-Glas-Brücken über Neckar und Rems, direkt am neuen Marktplatz. Der städtische Bauhof befindet sich im Stadtteil Aldingen.

Durch den Zusammenschluss der ehemals fünf selbständigen Gemeinden ist die Verwaltung ursprünglich auf die bestehenden Rathäuser aufgeteilt worden. Aus Platzmangel wurden Büroflächen hinzugemietet. Der Bau eines ausreichend großen zentralen Rathauses war seit Oktober 2017[20] im Gange. Es wurde bis Mitte 2020 fertig gestellt. Das neue, vierstöckige, Rathaus wurde direkt neben das alte Rathaus gebaut. Es ist durch einen Durchgang mit der Stadthalle verbunden, die ebenfalls, zusammen mit einem Kubus, auf das Areal gebaut wurde.[21] Durch einen Rechtsstreit wegen zu hoher Baukosten konnte das seit 2014 geplante Projekt erst 2017 in Angriff genommen werden. Dies hatte zu Folge, dass der ursprüngliche Plan, der im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs ausgearbeitet wurde, stark verändert wurde.[22] Im Sommer 2020 erfolgte der Umzug in das neue Rathaus.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Stadt Remseck am Neckar
Blasonierung: „In gespaltenem Schild vorne in Blau ein pfahlweise gestellter goldener Fisch, hinten in Silber eine rote Adlerschwinge.“[23]
Wappenbegründung: Der Fisch symbolisiert Neckar und Rems. Das Wappenbild war auch in den Vorgängerwappen von Neckargröningen und Neckarrems zu finden. Die Farben Blau und Gelb bzw. Gold sind dem Vorgängerwappen Aldingens entnommen und bilden auch die Stadtfarben. Der Adlerflügel ist dem Adelswappen der Sippe Notthafft von Hohenberg entnommen und fand sich auch in den Gemeindewappen von Hochberg und Hochdorf. Wappen und Flagge wurde der jungen Gemeinde am 21. Juni 1977 vom Landratsamt Ludwigsburg verliehen.

Mit der Erhebung zur Stadt 2004 entstand auch ein eigenes Stadtlogo, das so genannte „Remseck-R“, ein geschwungenes gelbes „R“ kombiniert mit der blauen Wortmarke „Remseck am Neckar – Große Kreisstadt“. Die Stadtflagge ist in den Stadtfarben Gelb-Blau. Die Dienstflagge der Stadt enthält zudem das Stadtwappen.

Die Wappen der in Remseck aufgegangenen Gemeinden waren wie folgt:

Aldingen
  • Aldingen: In Blau auf grünen Wellen ein goldenes bewimpeltes Segelschiff mit Aufbauten, im Bug ein stehender Schiffer mit schwarzer Hose und nacktem Oberkörper, eine goldene Ruderstange haltend. Das Wappen wies auf die Neckarfähre bei Aldingen hin und war seit 1746 in den Gemeindesiegeln zu sehen.
Hochberg
  • Hochberg: In silbernem Feld ein offener roter Flug. Das Wappen wurde der Gemeinde am 23. November 1953 verliehen.
Hochdorf am Neckar
  • Hochdorf am Neckar: In rotem Feld ein goldener Flug. Das Wappen wurde der Gemeinde am 16. Dezember 1952 verliehen.
Neckargröningen
  • Neckargröningen: In Blau zwei pfahlweis gestellte, abgewendete silberne Fische. Die Fische verwiesen auf die Neckarfischerei, die früher einen bedeutsamen Erwerbszweig des Orts darstellte.
Neckarrems
  • Neckarrems: In Blau zwei schräggekreuzte, mit den Köpfen nach oben weisende silberne Fische, dazwischen ein fünfstrahliger, gestürzter silberner Stern. Die Fische hatten dieselbe Bedeutung wie im Neckargröninger Wappen, der Stern war dem Wappen des ehemaligen Ortsadels entnommen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Remseck am Neckar unterhält seit ihrem Bestehen mit der Gemeinde Meslay-du-Maine in Frankreich eine Städtepartnerschaft. Diese Partnerschaft entstand bereits 1974 mit der Remsecker Vorgängergemeinde Aldingen, nachdem der Aldinger Musikverein 1973 an einer Jubiläumsfeier in Meslay-du-Maine teilgenommen hatte. 1975 wurde schließlich die Partnerschaft mit Meslay-du-Maine auf das heutige Remseck ausgedehnt.[24] Am 3. Mai 1997 kam anlässlich des Europatages eine Partnerschaft mit Vigo di Fassa in Italien hinzu. Durch den Zusammenschluss von Vigo mit dem benachbarten Pozza zum 1. Januar 2018 ging diese Partnerschaft auf die so neu entstandene Gemeinde San Giovanni di Fassa (ladinisch: Sèn Jan) über.[25] Gebündelt werden die Aktivitäten von der AG Städtepartnerschaften. Im Jahr 2014 wurde das 40-jährige Jubiläum mit Meslay, im Jahr 2012 das 15-jährige Jubiläum mit der ladinischen Dolomitengemeinde Sèn Jan di Fassa begangen. Seit Sommer 2018 wird zudem noch eine Städtepartnerschaft mit der rumänischen Stadt Codlea (Zeiden) gepflegt.[26]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen

Die Heimatstube Neckarrems zeigt das bäuerliche Leben in der Region, vor allem auch eine vollständige Schuhmacherwerkstatt. In der Dorfschmiede Neckargröningen, die eine voll funktionsfähige Schmiede besitzt, können Besucher selbst zu Hammer und Amboss greifen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aldingen: Das Renaissanceschloss von 1580 hat ein Barockportal sowie in zwei Räumen barocke Deckenmalereien von Paul Ambrosius Reith. Vor dem Hof des Schlosses befindet sich die Statue Der Kaltentaler des Bildhauers Peter Lenk. Die in ihrer heutigen, spätgotischen Form im Jahr 1500 fertiggestellte, in Teilen jedoch ältere Margaretenkirche ist die evangelische Kirche des Ortes. Sie wurde durch Hans von Ulm in ihre heutige Form gebracht und enthält im Innenraum Grabdenkmälern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die katholische St. Petrus Canisius Kirche stammt aus dem Jahr 1966.[10]
  • Hochberg: Das Schloss mit Rittersaal geht auf eine mittelalterliche Burg zurück. 1593 wurde das Schloss unter Leitung des württembergischen Hofbaumeisters Heinrich Schickhardt um ein vierstöckiges Torgebäude sowie um die südöstliche Hauptfront unter Einbeziehung des Steinhauses der ehemaligen Burg zum sogenannten Neuen Schloss ausgebaut. Hochberg hat eine neugotische, evangelische Kirche von 1854. Die Kelter von 1752 dient heute als Festhalle. Der Stadtteil hat auch einen jüdischen Friedhof aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die ehemalige Synagoge dient heute der Evangelisch-methodistischen Kirche als Gotteshaus.[10]
  • Hochdorf: Das Schloss aus dem 16. Jahrhundert wurde 1612 durch Heinrich Schickhardt umgebaut. Es sind noch Reste der Ummauerung vorhanden. Die evangelische Pfarrkirche St. Wendelin ist ein schlichter gotischer Bau. Am Wilhelmsplatz gibt es einen ursprünglich ummauerten Meiereihof aus dem 16. Jahrhundert.[10]
  • Neckargröningen: Der Stadtteil hat mehrere Schmuckfachwerke und ein altes Rathaus aus dem Jahr 1592, die Schauseite wurde jedoch um 1850 gestaltet. Die einstige Wehrkirche St. Martin mit gotischem Chor von 1515 und Resten spätmittelalterlicher Wandmalereien ist die evangelische Kirche des Ortes.[10]
  • Neckarrems: Das Alte Rathaus von 1564 hat ein Giebelfachwerk aus dem Jahr 1915. Es beherbergte auch lange die Diakoniestation Remseck. Die spätgotische Pfarrkirche St. Michael und Sebastian wurde um 1500 erbaut. Auf einem Bergsporn steht das Schloss Remseck (1842). Dort sind auch Reste der mittelalterlichen Burg Remseck zu finden. Sowohl das von 1975 bis 2020 genutzte und mittlerweile abgerissene Remsecker Rathaus als auch der Neubau von 2020 befinden sich in Neckarrems.[10]
Die Rad- und Fußgängerbrücken über den Neckar und die Rems

Die beiden 1988 und 1990 errichteten Rad- und Fußgängerbrücken über den Neckar (80 m) und über die Rems (51,2 m) waren seinerzeit die größten freitragenden Holzbrücken Europas und stellen immer noch eine architektonische und fachwerkliche Meisterleistung dar. Sie bestehen im Grundgerüst komplett aus Holz und sind mit einem Dach aus überlappenden Glasplatten gegen die Witterung geschützt. Sie wurden an Land zusammengebaut und dann über die Flüsse geschoben.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Remseck am Neckar wurde am 1. Juli 2019 der erste Stolperstein durch den Künstler Gunter Demnig verlegt.[27] Die kleine Messingplatte auf dem Gehweg vor der Hauptstraße 18 im Stadtteil Hochberg erinnert an den jüdischen Viehhändler und Metzger Adolf Falk,[28] der dort seinen letzten frei gewählten Wohnsitz hatte. Falk flüchtete im Sommer 1939[29] vor den Nationalsozialisten zu seinem Sohn nach England und verstarb am 5. Oktober 1943 in London.

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rems kurz vor der Mündung in den Neckar

Remseck hat Anteil am Naturschutzgebiet Unteres Remstal sowie dem gleichnamigen Vogelschutzgebiet. Der Neckartal-Radweg und der Alp-Neckar-Radweg kreuzen sich in Remseck nahe der Remsmündung. Der Stadtteil Neckarrems liegt zudem an der Württemberger Weinstraße.

Südlich des Stadtteils Aldingen befindet sich mit dem Erlebnisbauernhof Sonnenhof ein beliebtes Naherholungsziel.

Remstal-Gartenschau 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badehaus

Vom 10. Mai bis 20. Oktober 2019 fand im Remstal ein Grünprojekt des Landes Baden-Württemberg statt, an dem sich auch Remseck beteiligte. Diese Remstal-Gartenschau 2019 gehörte zu den „kleinen“ Gartenschauen, die sich jährlich mit den Landesgartenschauen abwechseln.

In diesem Zusammenhang entstand in der Flussmündung der Rems in den Neckar ein Schwimmsteg mit einer Verbindung zum Neckarstrand. An den „16 Stationen“, dem Architekturprojekt der Gartenschau,[30] beteiligte sich Remseck mit einem Welt-Icon „Badehaus“, das auf dem Schwimmsteg stand.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Breitensport in Remseck wird unter dem Dach des Sportvereine in Remseck e.V. koordiniert. Mehrere Remsecker Vereine sind hier Mitglied, dazu gehören der TV Aldingen 1898, der TSV Neckargröningen, der SV Pattonville, der FC Remseck-Pattonville, die BG Remseck, der TA Remseck und die LG Remseck.[31] Der TV Aldingen 1898 ist hiervon als einziger Verein in Remseck am Neckar im Handball aktiv. Der Frauenmannschaft gelang im Jahr 2009 der Aufstieg in die Landesliga. Die BG Remseck ist im Jahr 2013 in die Basketball Regionalliga Südwest-Süd aufgestiegen.

Der erfolgreichste Fußballverein ist derzeit der VfB Neckarrems. Ihm gelang in der Spielzeit 2009/10 als erstem Verein in der Geschichte Remsecks der Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Er musste aber schon nach einer Saison wieder in die Verbandsliga absteigen. Des Weiteren gibt es in Remseck unter anderem folgende Sportvereine: TC Aldingen, SKV Hochberg, SGV Hochdorf und der KVA Remseck.

Remseck am Neckar verfügt in jedem Stadtteil über eigene Fußball- und Leichtathletikplätze sowie zusätzlich über das Stadion Regental.[32] Das Stadion Regental, in der Nähe des Bildungszentrums im Stadtteil Aldingen, ist das größte der Remsecker Stadien und verfügt über eine Kapazität für bis zu 7000 Personen.[33] In der Layher-Arena Hummelberg finden bis zu 2500 Personen Platz.[34] Hier trägt der VfB Neckarrems seine Heimspiele aus. Zur Saison 2013/14 wurde der Fußballplatz am Hummelberg mit Kunstrasen ausgerüstet.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mai: 1. Mai Hocketse in der Gemeindehalle Aldingen
  • Mai/Juni: Jazzhocketse in der Gemeindehalle Aldingen
  • Pfingsten: Rock am Zipfelbach
  • Juli: Alle zwei Jahre Hochdorfer Wilhelmsplatzfest
  • Juli: Fest am Haus der Feuerwehr
  • Juli: Großes Sommerfest und Musikfeuerwerk im Neckar-Zentrum (Hochberg)
  • Juli: Neckarremser Straßenfest
  • Juli/August: Neckar-Rems Pokal (Fußball)
  • Oktober: Traditionelles Oktoberfest mit verkaufsoffenem Sonntag im Neckar-Zentrum (Hochberg)
  • Oktober: Aldinger Kirbe
  • Dezember: Remsecker Weihnachtsmarkt am zweiten Advent

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betriebshof der Stuttgarter Stadtbahn in Remseck-Aldingen, Turm der Leitstelle (2020)

Durch das Stadtgebiet führen Landes- und Kreisstraßen. Die Neckarbrücke ist stark frequentiert, Entlastung soll eine zweite Neckarquerung im Zuge des Nordostrings Stuttgart bringen. Die A 81 Stuttgart-Heilbronn ist über die Anschlussstellen Stuttgart-Zuffenhausen, Ludwigsburg-Nord oder Ludwigsburg-Süd zu erreichen.

Seit 1999 ist Remseck am Neckar an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt Stuttgart angeschlossen. Von der Endhaltestelle Remseck-Neckargröningen erreicht man mit der Linie U 12 (Remseck – Stuttgart HauptbahnhofDürrlewang) tagsüber alle 10 Minuten in 25 Minuten den Hauptbahnhof Stuttgart. Auf Remsecker Stadtgebiet gibt es vier Haltestellen, das sind neben der Endhaltestelle in Neckargröningen noch die drei Aldinger Halstestellen Brückenstraße, Mühle und Hornbach. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen ferner drei (402, 403 und 405) Buslinien der Remsecker Stadtbusse. Die Haltestelle „Remseck-Neckargröningen“ (Endhaltestelle der U 12) wird neben den oben genannten Linien auch noch von den Linien 431, 432 (Ludwigsburger Verkehrslinien) und 451 (Zeiher) angefahren. In den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen hält auch die Nachtbuslinie N 43 (LVL) hier. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) zu benutzen.

Ebenfalls seit 1999 befindet sich auf einem Gelände am Neckar im Stadtteil Aldingen ein Betriebshof der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), der etwa 40 Fahrzeuge beherbergt. Dort befinden sich auch die Haltestelle Hornbach der U 12 sowie ein großer kostenloser Park-and-Ride-Platz.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das lokale Geschehen in Remseck am Neckar berichten zahlreiche Medien, unter anderem die Ludwigsburger Kreiszeitung mit ihrer Beilage „Unser Remseck“ und die Ludwigsburger Redaktion der Stuttgarter Zeitung. Jeden Donnerstag erscheint das Amtsblatt der Stadt, die „Remseck Woche“, mit einer Auflage von über 5200 Exemplaren. Für Pattonville gibt der Zweckverband alle zwei Wochen die „Pattonville Info“ heraus.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt unterhält in allen Stadtteilen je eine eigene Bücherei.

Die kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime betreiben in Aldingen und in Pattonville je ein Alten- und Pflegeheim. Außerdem unterhält die Evangelische Heimstiftung am Remsufer in Neckarrems und der Betreiber Atlas Care in Hochberg jeweils ein Pflegeheim. Insgesamt gibt es in Remseck am Neckar somit ca. 150 Pflegeplätze für Senioren.[35]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lise-Meitner-Gymnasium im Bildungszentrum in Remseck-Aldingen

Remseck am Neckar besitzt ein Gymnasium (Lise-Meitner-Gymnasium im Bildungszentrum in Aldingen), eine Realschule (Realschule Remseck in Pattonville), eine Gemeinschaftsschule (Wilhelm-Keil-Schule in Aldingen) sowie in jedem Stadtteil eine Grundschule.
Außerdem gibt es 15 Kindergärten, in Aldingen und Neckargröningen auch mit Angeboten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Kinder und Jugendlichen von Remseck existiert seit 2005 ein neues Jugendhaus. Dazu wurden die Räume des alten Jugendreferats in Containerbauweise an der Meslay-Du-Maine Straße, an einem zentralen Ort zwischen der Endhaltestelle und dem Bildungszentrum, mit einem neuen bunten Outfit zum „Haus der Jugend“ umgebaut. Im Keller des Hauses der Jugend befindet sich das „Café Impuls“, das die Räume für die offene Jugendarbeit sowie für Veranstaltungen beherbergt. Ganz in der Nähe liegt auch die „Nische“, die einen Skatepark, eine Trampolinanlage und ein Beachvolleyballfeld umfasst. Im „Haus der Jugend“ und auf dem „Nische-Freizeitgelände“ finden regelmäßig Konzerte und Feste statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band III Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stuttgart 1978
  • Zu den Schlössern Hochberg, Hochdorf, Neckarrems und Aldingen → Harald Stark: Die Familie Notthafft – auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben, Späthling, Weißenstadt 2006, ISBN 3-926621-46-X.
  • Der Kreis Ludwigsburg. (Hrsg.: Ulrich Hartmann). 2. Aufl., Theiss, Stuttgart 1994, ISBN 3-8062-1055-1
  • Remseck – Die Ortsgeschichte von Neckarrems. Hrsg. Gerhard Bickel – Cardamina Verlag, 2018, ISBN 978-3-86424-422-3
  • Remseck – Neckarremser Auswanderer – Hrsg. Gerhard Bickel – Cardamina Verlag, 2018, ISBN 978-3-86424-425-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Remseck am Neckar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2020 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Friedrich Huttenlocher, Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 170 Stuttgart. (PDF; 4,0 MB) Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1949, überarbeitet 1967;
  3. a b c Zahlen & Daten. In: stadt-remseck.de. Stadt Remseck am Neckar, abgerufen am 11. Mai 2020.
  4. Manfred Warth: Ein Blick in die Erdgeschichtliche Vergangenheit von Remseck am Neckar (= Heinz Pfizenmayer [Hrsg.]: Heimatkundliche Schriftenreihe der Gemeinde Remseck am Neckar. Band 1). Remseck am Neckar 1983.
  5. Oßweiler Höhe. In: Daten- und Kartendienst der LUBW. Abgerufen am 28. Juni 2021.
  6. Bürger-GIS der Stadt Remseck am Neckar. In: www.geonline-gis.de. Abgerufen am 28. Juni 2021.
  7. a b c d Remseck am Neckar – Hauptsatzung. (PDF, 154 KB) In: stadt-remseck.de. 30. Juni 2020, abgerufen am 8. August 2020.
  8. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 442–446.
  9. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Remseck am Neckar.
  10. a b c d e f Remseck am Neckar – Stadtteile. In: stadt-remseck.de. Abgerufen am 13. Mai 2020.
  11. Lutz Reichardt: Ortsnamenbuch des Stadtkreises Stuttgart und des Landkreises Ludwigsburg. In: Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg – Reihe B. Band 101. W. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007970-0, S. 9, 58, 72, 74, 123, 124.
  12. a b Norbert Stein, Eduard Theiner, Heinz Pfizenmayer: Die Herren von Kaltental und die Reichsfreien Nothaft von Hohenberg (= Heinz Pfizenmayer [Hrsg.]: Heimatkundliche Schriftenreihe der Gemeinde Remseck am Neckar. Band 9). 1989.
  13. Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany: Gemeindereform im Kreis Ludwigsburg: Nicht bei allen war es eine Liebesheirat. Abgerufen am 20. Juli 2021.
  14. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 462 f.
  15. Meßtischblatt 7121 Cannstatt von 1930. In: Deutsche Fotothek. Abgerufen am 9. April 2021.
  16. Zweckverband Pattonville – Geschichte. pattonville.de, abgerufen am 13. Mai 2020.
  17. Der Weg zur Fusion. In: https://www.remseck-evangelisch.de. Abgerufen am 13. September 2021.
  18. Seelsorgeeinheit Remseck mit LP-Poppenweiler. Abgerufen am 13. September 2021.
  19. Beth Shalom Remseck: Synagoge in Hochberg steht vor Besitzerwechsel. In: https://die-webzeitung.de. 15. Juni 2021, abgerufen am 13. September 2021.
  20. Stadt Remseck am Neckar | Spatenstich zur »Neuen Mitte«. Abgerufen am 23. April 2019.
  21. Stadt Remseck am Neckar | Stadt feierte Richtfest zum Neubau Rathaus, Stadthalle, Kubus. Abgerufen am 23. April 2019.
  22. Stadt Remseck am Neckar | Planung Neubau Rathausareal. Abgerufen am 23. April 2019.
  23. https://www.stadt-remseck.de/de/Die-Stadt/Stadtportrait/Stadtwappen-Logo
  24. Meslay-du-Maine (Nordwest-Frankreich). In: stadt-remseck.de. Abgerufen am 9. März 2021.
  25. Sèn Jan di Fassa (San Giovanni di Fassa), Trento, Italien. In: stadt-remseck.de. Abgerufen am 9. März 2021.
  26. Stadt Remseck am Neckar | Codlea. Abgerufen am 30. April 2019.
  27. Kristina Winter: Ein Stolperstein gegen das Vergessen. In: Ludwigsburger Kreiszeitung. 2. Juli 2019, S. 12.
  28. Julian Illi: Zuflucht vor den Herren von Württemberg. In: Stuttgarter-Zeitung.de. 7. April 2015, abgerufen am 8. Juli 2019.
  29. David Mairle: Ein Stolperstein für den letzten Juden von Hochberg. In: Stuttgarter-Zeitung.de. 10. Juli 2019, abgerufen am 11. Juli 2019.
  30. Architektur mit 16 Stationen auf remstal.de. Abgerufen am 12. Juli 2019.
  31. Sportvereine in Remseck – Mitgliedsvereine. In: www.sportvereine-in-remseck.de. Abgerufen am 1. Dezember 2020.
  32. Sport- & Freizeiteinrichtungen. In: www.stadt-remseck.de. Abgerufen am 1. Dezember 2020.
  33. Stadion Regental – Remseck am Neckar
  34. Layher-Arena Hummelberg – Remseck-Neckarrems
  35. Stefanie Saam: Seniorenheim für 53 Menschen mitten in Hochberg, Online-Artikel vom 29. September 2009, Stadtnachricht Stadt Remseck am Neckar, abgerufen am 7. Februar 2012.
  36. Georg Friedrich von Kaltental und die Waise Adiz. In: Homepage von Peter Lenk. Abgerufen am 29. Mai 2020.
  37. Vgl. Reinhard Breymayer: Johann Christian Hiller und Justinus Kerners Vetter Johann Gottfried Mayer: Zwei Maulbronner Klosterprofessoren des jungen Hölderlin. In: Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik, Nr. 423, Heinz, Stuttgart 2004 [2005], S. 111–142. ISBN 3-88099-428-5
  38. Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer: DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 294. In: www.inschriften.net. Abgerufen am 29. Januar 2021.
  39. Radek Polách: Alfred Neubauer „Der Mann der Tausend Tricks“. (PDF) Deutsche Version mit Unterstützung des Vereins ALTE HEIMAT Verein heimattreuer Kuhländler e.V.Übersetzung: Karl Gold 3/2011. In: kuhlaendchen.de. Abgerufen am 29. November 2020.