Remsfeld

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Remsfeld
Gemeinde Knüllwald
Koordinaten: 51° 0′ 8″ N, 9° 28′ 14″ O
Höhe: 256 (252–521) m
Fläche: 7,64 km²[1]
Einwohner: 1081 (30. Jun. 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34593
Vorwahl: 05681

Remsfeld ist der Verwaltungssitz und mit etwa 1200 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde Knüllwald im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen (Deutschland).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im nördlichen Teil des Knüllgebirges an der Efze. Am östlichen Ortsrand befindet sich die Anschlussstelle Homberg (Efze) der Autobahn 7; die Bundesstraße 323 stellt eine Verbindung zur gut 5 km nordwestlich gelegenen Kreisstadt Homberg her.

Der Ort ist sowohl durch landwirtschaftliche Flächen als auch Mischwald geprägt.

Blick in das Tal des Gernsgrund am östlichen Waldrand von Remsfeld

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Remsfeld wurde im Jahr 1108 erstmals als "Rimegozesfelt" erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf ist mindestens seit 1248 Pfarrdorf.

Um 1350 wurde das Dorf Remsfeld von Landgraf Heinrich II. von Hessen an Simon von Homberg verpfändet.

1480 vernichtete ein Brand die Remsfelder Kirche und fast das gesamte Dorf. Daraufhin wurde die Kirche an ihrem heutigen Platz neu errichtet. Im Jahr 1490 wurden in Remsfeld 16 "wehrhafte Männer" gezählt. Remsfeld gehörte zum gleichnamigen Amt.

Ab 1510 gehörte Remsfeld zum Amt Homberg und zum Gericht am Walde. Das Kirchenpatronat hatten 1523 die von Holzheim inne. Die Kirchen von Schellbach, Reddingshausen und Welferode waren 1525 Filiale der Kirche von Remsfeld. 1537 hatte der Ort 40 Häuser. Als erster evangelischer Pfarrer wird Adam Gössel (1523–1538?) genannt. Ab 1569 hatten die von Trott das Patronat für die Remsfelder Kirche inne. Die Kirche in Völkershain wurde ab 1575 ein Filial der Kirche von Remsfeld. In den Jahren 1575 und 1585 wurden in Remsfeld 64 Hausgesesse registriert.

Im Dreißigjährigen Krieg ging die Zahl der Bewohner durch die Kriegshandlungen stark zurück. So wurden 1639 nur noch 29 Hausgesesse gezählt. Um 1697 hatte der Obergrebe des Gerichts am Walde seinen Wohnsitz in Remsfeld.

1742 gab es in Remsfeld 81 Häuser. Das Patronat für die Kirche ging 1747 an den Landgrafen von Hessen-Kassel über.

Während des napoleonischen Königreichs Westphalen gehörte Remsfeld zum Kanton und Friedensgericht Homberg. Nach Wiederherstellung des Kurfürstentums Hessen im Jahr 1814 gehörte der Ort erneut zum Amt Homberg. Nach der Kurhessischen Verwaltungsreform von 1821 gehörte Remsfeld dann zum Kreis und Justizamt Homberg. Im Jahr 1834 hatte der Ort 549 Einwohner. Nach der Angliederung an Preußen ab 1867 gehörte Remsfeld zum Kreis sowie Amtsgericht Homberg.

Am 20. Juni 1905 wurde der "Turnverein Gut Heil 05 Remsfeld" gegründet. Aus ihm entwickelte sich später der heutige TSV 05 Remsfeld e.V.

Im Jahr 1932 wurden die Kreise Fritzlar und Homberg zum Kreis Fritzlar-Homberg vereinigt. Die Gemeinde Remsfeld wurde Teil des neuen Kreises. 1939 hatte das Dorf 755 Einwohner.

Am 6. Juni 1961 wurden in Remsfeld 1119 Einwohner, am 27. Mai 1970 1134 Einwohner gezählt.

Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Remsfeld aufgelöst, und das Dorf wurde ein Ortsteil der neu gebildeten Gemeinde Knüllwald.[3]

Seit dem 1. Januar 1974 gehört die Gemeinde Knüllwald und mit ihr Remsfeld zum neu gegründeten Schwalm-Eder-Kreis.

Die ehemalige Gaststätte Martinsklause aus Remsfeld wurde in den Hessenpark versetzt.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Remsfeld, Schwalm-Eder-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 27. März 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Der Ort im Internetauftritt der Gemeinde Knüllwald, abgerufen im August 2015
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 391.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]