Renate Gietl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Renate Gietl Rennrodeln
Renate Gietl bei der EM 2010
Renate Gietl bei der EM 2010
Nation ItalienItalien Italien
Geburtstag 10. Januar 1982
Geburtsort Brixen
Größe 165 cm
Karriere
Disziplin Einsitzer
Verein SV Feldthurns
Nationalkader seit 1998
Status zurückgetreten
Karriereende Dezember 2012
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 4 × Gold 2 × Silber 3 × Bronze
Europameisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Junioren-EM 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIL Naturbahnrodel-Weltmeisterschaften
0Silber0 Stein an der Enns 2001 Einsitzer
0Bronze0 Stein an der Enns 2001 Mannschaft
0Bronze0 Latsch 2005 Einsitzer
0Bronze0 Latsch 2005 Mannschaft
0Silber0 Grande Prairie 2007 Mannschaft
0Gold0 Moos in Passeier 2009 Einsitzer
0Gold0 Moos in Passeier 2009 Mannschaft
0Gold0 Umhausen 2011 Einsitzer
0Gold0 Umhausen 2011 Mannschaft
FIL Naturbahnrodel-Europameisterschaften
0Bronze0 Umhausen 2006 Einsitzer
0Bronze0 Olang 2008 Einsitzer
0Silber0 St. Sebastian 2010 Mannschaft
0Bronze0 St. Sebastian 2010 Einsitzer
FIL Naturbahnrodel-Junioren-WM
0Bronze0 Gsies 2002 Einsitzer
FIL Naturbahnrodel-Junioren-EM
0Gold0 Umhausen 2000 Einsitzer
0Silber0 Tiers 2001 Einsitzer
Platzierungen im Naturbahnrodel-Weltcup
 Debüt im Weltcup 19. Dezember 1999
 Weltcupsiege 15
 Gesamtweltcup ES 1. (2004/2005)
Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einsitzer 15 19 15
 

Renate Gietl (* 10. Januar 1982 in Brixen) ist eine ehemalige italienische Naturbahnrodlerin. Sie wurde je zweimal Weltmeisterin im Einsitzer und im Mannschaftswettbewerb und gewann in der Saison 2004/2005 den Gesamtweltcup im Einsitzer. Ihre ältere Schwester Christa war ebenfalls Naturbahnrodlerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gietl startete ab der Saison 1999/2000 im Weltcup. Sie konnte sich in ihrer ersten Saison in allen Rennen unter den besten sechs klassieren und erreichte mit Rang zwei in Stein an der Enns ihren ersten Podestplatz. Im Gesamtweltcup bedeutete dies den vierten Platz. Im selben Jahr wurde sie in Umhausen Junioreneuropameisterin. In der Saison 2000/2001 fiel Gietl mit nur drei Top-10-Platzierungen auf den 13. Rang im Gesamtweltcup zurück. Dafür gewann sie hinter ihrer Landsfrau Sonja Steinacher die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 2001 in Stein an der Enns, wo sie zudem Bronze im erstmals ausgetragenen Mannschaftswettbewerb holte, und die Silbermedaille bei der Junioreneuropameisterschaft in Tiers.

In der Saison 2001/2002 erreichte Gietl in Umhausen ihren zweiten Podestplatz. Eine Woche später feierte sie am 20. Januar 2002 in Hüttau ihren ersten Weltcupsieg. In der Gesamtwertung erzielte sie damit wieder den vierten Platz. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2002 in Gsies gewann Gietl die Bronzemedaille, aber bei der Europameisterschaft in Frantschach erreichte sie nur den achten Platz. Zu Beginn der Saison 2002/2003 feierte Gietl im Parallelwettbewerb in Völs ihren zweiten Weltcupsieg. Danach kam sie allerdings nicht mehr unter die besten drei und sie belegte im Gesamtklassement punktegleich mit der Österreicherin Marlies Wagner den sechsten Rang. Bei der Weltmeisterschaft 2003 in Železniki erreichte sie ebenfalls nur den sechsten Rang.

Mit zwei zweiten Plätzen in Moskau und Aurach sowie drei vierten Plätzen erzielte Gietl in der Weltcupsaison 2003/2004 den dritten Gesamtrang. Bei der Europameisterschaft 2004 in Hüttau blieb sie als Siebente aber hinter ihren Weltcupergebnissen und zum dritten Mal in Folge bei Titelkämpfen ohne Medaille. Ihren größten Erfolg im Weltcup erzielte Gietl in der Saison 2004/2005. Sie gewann vier von sechs Saisonrennen und damit zum ersten und einzigen Mal in ihrer Karriere den Gesamtweltcup. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Latsch gewann sie zweimal Bronze im Einsitzer und mit der Mannschaft.

In den folgenden Jahren musste sich Gietl nur der Russin Jekaterina Lawrentjewa im Gesamtweltcup geschlagen geben. In der Saison 2005/2006 erreichte sie fünf Podestplätze und damit hinter Lawrentjewa, die alle sechs Saisonrennen gewann, den zweiten Gesamtrang. Jeweils einen Sieg und weitere vier Podestplätze erzielte Gietl in den Saisonen 2006/2007 und 2007/2008, den Gesamtweltcup sicherte sich aber wieder die Russin. Bei den Europameisterschaften 2006 in Umhausen und 2008 in Olang gewann Gietl jeweils die Bronzemedaille. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Grande Prairie blieb sie im Einsitzer als Vierte knapp hinter den Medaillenrängen, aber gemeinsam mit Patrick Pigneter und Florian Clara gewann sie im Mannschaftswettbewerb Silber.

Auch in der Weltcupsaison 2008/2009 blieb Gietl trotz drei Siegen, einem mehr als Lawrentjewa, und drei dritten Plätzen im Gesamtweltcup hinter der Russin. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Moos in Passeier war Gietl um drei Hundertstelsekunden schneller als Lawrentjewa und wurde damit zum ersten Mal Weltmeisterin im Einsitzer. Zuvor hatte sie zusammen mit Anton Blasbichler, Patrick Pigneter und Florian Clara bereits die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb gewonnen.

In der Saison 2009/2010 erreichte Gietl mit zwei Siegen, zwei zweiten und zwei dritten Plätzen zum fünften Mal in Folge den zweiten Rang im Gesamtweltcup hinter Lawrentjewa. Bei der Europameisterschaft 2010 in St. Sebastian gewann sie Bronze im Einsitzer und Silber mit der Mannschaft. In der Saison 2010/2011 wurde sie zunächst dreimal Dritte und einmal Zweite, ehe sie die beiden letzten Rennen jeweils vor Jekaterina Lawrentjewa gewann. Da Lawrentjewa aber die ersten vier Rennen gewonnen hatte, wurde Gietl im Gesamtweltcup erneut Zweite hinter der Russin. Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Umhausen konnte Gietl ihren Doppelerfolg von vor zwei Jahren wiederholen. Zum zweiten Mal wurde sie vor der Russin Jekaterina Lawrentjewa Weltmeisterin im Einsitzer und zum zweiten Mal gewann sie mit Anton Blasbichler, Patrick Pigneter und Florian Clara als Team Italien I die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb.

In der Saison 2011/2012 belegte Gietl mit vier zweiten und zwei dritten Plätzen abermals den zweiten Gesamtrang hinter Lawrentjewa, die alle sechs Weltcuprennen des Winters für sich entschied. Bei der Europameisterschaft 2012 in Nowouralsk verfehlte Gietl im Einsitzer und im Mannschaftswettbewerb als jeweils Vierte nur knapp eine Medaille. Im Dezember 2012, kurz vor Beginn der Weltcupsaison 2012/2013, gab Gietl ihren Rücktritt bekannt.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junioreneuropameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
20. Januar 2002 Hüttau Österreich Einsitzer
22. Dezember 2002 Völs Italien Einsitzer
18. Dezember 2004 Campill Italien Einsitzer
9. Januar 2005 Unterammergau Deutschland Einsitzer
14. Januar 2005 Oberperfuss Österreich Einsitzer
16. Januar 2005 Oberperfuss Österreich Einsitzer
11. Februar 2007 Moos in Passeier Italien Einsitzer
23. Dezember 2007 Moos in Passeier Italien Einsitzer
11. Januar 2009 St. Sebastian Österreich Einsitzer
18. Januar 2009 Umhausen Österreich Einsitzer
25. Januar 2009 Unterammergau Deutschland Einsitzer
24. Januar 2010 Latsch Italien Einsitzer
7. Februar 2010 Latzfons Italien Einsitzer
13. Februar 2011 Unterammergau Deutschland Einsitzer
26. Februar 2011 Olang Italien Einsitzer

Italienische Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fünffache Italienische Meisterin im Einsitzer (2006, 2008, 2010–2012)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Renate Gietl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weltmeisterin Renate Gietl beendet überraschend ihre Karriere. www.sportnews.bz, 26. Dezember 2012, abgerufen am 30. Dezember 2012.