Renault Super Goélette SG2

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Renault
Super Goélette SG2
Super Goélette SG2
Super Goélette SG2
Hersteller: Renault
Produktionszeitraum: 1965–1982
Vorgängermodell: Renault Goélette
Nachfolgemodell: Renault Messenger
Technische Daten
Bauformen: Pritschenwagen, Kastenwagen, Fahrgestell, Kipper
Motoren: Ottomotoren:
2,1–2,6 Liter
(48–55 kW)
Dieselmotoren:
2,7–3,3 Liter
(51–55 kW)

Der Kleintransporter Renault Super Goélette SG2 ersetzte im Juni 1965 den Renault Goélette. Die Fahrzeugpalette bestand aus einem Pritschenwagen, einem Fahrgestell für Aufbauten, Kipper sowie einem Kastenwagen mit 9 m³ Ladevolumen. Das maximale Gesamtgewicht betrug 3,3 Tonnen oder 3,5 Tonnen. Er hatte im Gegensatz zum Vorgänger eine einteilige große gewölbte Frontscheibe, ein Pkw-ähnliches Armaturenbrett und einen am Fahrzeugboden positionierten Schalthebel. Vorne hatte das Modell Schraubenfedern und hinten Blattfedern mit Teleskop-Stoßdämpfer. Somit war die Federung im Gegensatz zum Vorgänger variabel und damit bequemer, zudem war auch mehr Bodenfreiheit gegeben. Der Standardmotor war ein 2,1-l-Ottomotor (Typ 671) mit 65 PS (48 kW) Leistung und 4-Gang-Schaltgetriebe. Auf Wunsch gab es auch einen 2,6-l-Ottomotor (Typ 817) mit 75 PS (55 kW) und 5-Gang-Schaltgetriebe sowie einen 2,7 L-Dieselmotor (Typ 580) mit 70 PS (51 kW) und Fünfgangschaltgetriebe. Gebaut wurde das Modell von Saviem, der Renault-Nutzfahrzeuggesellschaft in Blainville-sur-Orne. Der LKW Renault Super Galion SG4/Saviem SG4 / SG5 basierte auf dem Renault Super Goélette SG2.

Bereits im Herbst 1966 wurde die Windschutzscheibe nach unten hin verlängert und das Armaturenbrett leicht modifiziert. Im Jahr 1967 gab es nun rechteckige statt runde Scheinwerfer und zwei neue Varianten erschienen: Zum einen gab es nun optional Allradantrieb und die SB2 Version. Diese war mit einer abgesenkten Ladefläche und einer starren Hinterachse mit Blattfedern speziell für den innerstädtischen Lieferverkehr konzipiert. 1969 gab es den Saviem-Alfa Romeo Typ 599 3,3 L-Dieselmotor mit Direkteinspritzung mit 75 PS (55 kW). Dieser Motor war ein Lizenznachbau von MAN. Ab nun war die Modellreihe in Italien als Alfa Romeo Saviem A15.[1] erhältlich.

Saviem SG2 / SB2 / SG3 / TP3 1970–1980[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970 wurde die Renault Super Goélette SG2 zum Saviem SG2 und SB2. Der neue Typ Saviem TP3 war ein Kastenwagen mit Allradantrieb und abgeleitet aus den an die französische Armee verkauften Allradmodellen. Ab 1971 war ein 3-Stufen Automatikgetriebe für die größeren Motoren erhältlich. Im Januar 1974 erschien der SG3 mit doppelten Hinterrädern und einer Hinterachse mit starren Blattfedern. Da Renault 1975 Berliet übernommen hatte, wurde diese Marke mit Saviem verschmolzen und 1978 zu Renault Véhicules Industriels. 1979 bekamen die Modelle einen breiteren Kühlergrill aus schwarzem Kunststoff mit einem großen Renault-Rhombus Markenzeichen und Saviem Schriftzug.

Renault SG2 / SB2 / SG3 1980–1982[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renault SG3

Mitte 1980 mit dem Erscheinen des neuen Renault Master und Renault Trafic verschwand der Saviem-Schriftzug völlig von den Modellen. Die Modelle ersetzte ab 1982 der Renault Messenger. Da die Modelle in Afrika sehr beliebt waren, wurden Sie noch einige Jahre dorthin exportiert.

Avia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Modelle SG2 und SG3 wurden auch unter Lizenz in der Tschechoslowakei von Avia hergestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saviem Super Goélette/SG2/SG3/TP3 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alfa Historie Bilder und Text