Bahnstrecke Appenweier–Bad Griesbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Renchtalbahn)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Appenweier–Bad Griesbach
Endpunkt der Renchtalbahn: Bad Peterstal-Griesbach
Endpunkt der Renchtalbahn: Bad Peterstal-Griesbach
Streckennummer (DB):4262
Kursbuchstrecke (DB):718
Streckenlänge:29,1 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4 (Appenweier–Oberkirch)
CE (Oberkirch–Bad Griesbach)
Maximale Neigung: 10,1 
Strecke – geradeaus
von Basel
Bahnhof, Station
0,0 Appenweier
   
nach Karlsruhe
Haltepunkt, Haltestelle
4,0 Zusenhofen
Bahnhof, Station
8,8 Oberkirch
Haltepunkt, Haltestelle
9,8 Oberkirch-Koehlersiedlung
Haltepunkt, Haltestelle
11,9 Lautenbach (Baden)
Haltepunkt, Haltestelle
13,8 Hubacker
Haltepunkt, Haltestelle
15,3 Ramsbach Höfle
Haltepunkt, Haltestelle
16,2 Ramsbach Birkhof
Bahnhof, Station
18,4 Oppenau
Haltepunkt, Haltestelle
20,5 Ibach
Haltepunkt, Haltestelle
23,0 Löcherberg
Haltepunkt, Haltestelle
25,7 Bad Peterstal
Halt… – Streckenende
29,1 Bad Griesbach

Die Bahnstrecke Appenweier–Bad Griesbach, auch Renchtalbahn, ist eine Nebenbahn in Baden-Württemberg. Sie verläuft im Schwarzwald von Appenweier nach Bad Griesbach und folgt dabei größtenteils dem Fluss Rench. Heutiger Betreiber des Personenverkehrs ist die SWEG.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den ersten Abschnitt zwischen Appenweier und Oppenau eröffnete am 1. Juni 1876 die Renchthal-Eisenbahn-Gesellschaft, die am 31. Mai 1909 von den Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen übernommen wurde, welche von Anfang an den Betrieb geführt hatten. Die Deutsche Reichsbahn verlängerte die Bahn am 28. November 1926 bis Bad Peterstal und am 23. Mai 1933 bis Bad Griesbach.

Von 1998 bis 2014 führte die Ortenau-S-Bahn GmbH (OSB), eine Tochter der Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG), den öffentlichen Personennahverkehr durch, wofür vorher die Deutsche Bahn AG zuständig war. Seit der Auflösung der Ortenau-S-Bahn GmbH (2014) betreibt die SWEG die Strecke. Die Züge beginnen in Offenburg und benutzen bis Appenweier die Gleise der Bahnstrecke Mannheim–Basel.

Im Juli 2006 hat die weiterhin für die Streckeninfrastruktur zuständige DB Netz AG ein elektronisches Stellwerk in Oberkirch in Betrieb genommen, das den Betrieb von Appenweier bis Bad Griesbach steuert.[1] Es handelt sich um das deutschlandweit erste elektronische Stellwerk eines neuen Typs von Bombardier Transportation Signal aus Braunschweig,[2] der auf Nebenbahnen optimiert ist. Die notwendigen Investitionen betrugen 4,6 Millionen Euro.

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wird von Bad Griesbach nach Offenburg zwischen 5:00 und 22:00 Uhr und in Gegenrichtung zwischen 5:00 und 21:00 Uhr bedient (Stand: Januar 2021). Einige Züge werden ab Offenburg bis nach Hausach oder Freudenstadt durchgebunden.

Für die Strecke bis Offenburg benötigen die Züge 46 bis 50 Minuten. Zur üblichen Symmetrieminute kurz vor der halben Stunde finden im Bahnhof Oppenau die Zugkreuzungen statt. Werktags verkehren die Züge in der Regel stündlich, wobei am Vormittag zwischen 8:57 Uhr und 13:57 Uhr (ab Offenburg) beziehungsweise zwischen 10:12 Uhr und 14:12 Uhr (ab Bad Griesbach) nur zwei Zugpaare unterwegs sind. Während des morgendlichen und mittäglichen Schülerverkehrs fährt zusätzlich je ein Zugpaar nur bis Oberkirch, spätabends endet ein Zugpaar bereits in Oppenau[3]. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt etwa 44 bis 48 Kilometer pro Stunde.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Deutschen Bahn AG vom 19. Juli 2006
  2. Geschichte Bombardier Braunschweig (Memento des Originals vom 8. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.bombardier.com
  3. Kursbuch der Deutschen Bahn. Abgerufen am 30. Januar 2021.