Rennschlittenbahn Ilmenau

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Rennschlittenbahn Ilmenau
Track Profile (GER) Ilmenau.svg
Rennschlittenbahn Ilmenau (Deutschland)

Rennschlittenbahn Ilmenau Kurve2.jpg
Ort Deutschland Ilmenau, Thüringen
Inbetriebnahme 7. Oktober 1989
Bahndaten
Maximale Höhendifferenz  m
Start Länge Kurven
Bobstart  m
Skeletonstart  m
Rennrodelstart Männer-Einsitzer 325 m 7
Rennrodelstart Frauen-Einsitzer 325 m 7
Rennrodelstart Doppelsitzer  m

Koordinaten: 50° 40′ 21″ N, 10° 54′ 55″ O

Die Rennschlittenbahn „Wolfram Fiedler“ Ilmenau ist eine Wettkampfbahn für den Rodelsport in Deutschland im thüringischen Ilmenau. Sie hat eine Gesamtlänge von 430 Metern bei einem Gefälle von 12 Prozent und insgesamt 8 Kurven. Auf der Bahn kann eine Geschwindigkeit von ca. 77 km/h erreicht werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strecke im Detail

Nachdem im Jahre 1908 – zuerst als Unterabteilung des Ilmenauer Wintersportvereins und seit 24. Januar 1912 als selbständiger Verein – der Bobclub Ilmenau entstand, fand am 12. Januar 1908 das erste Bobrennen in Ilmenau auf der Gabelbachstraße statt. Bereits 1909 begann an der Westflanke des Lindenbergs am Gabelbachtal der Bau einer Rodelbahn. Die Gesamtlänge betrug damals 2750 Meter. Die Bahn war vier Meter breit und hatte ein Gefälle von maximal 12 Prozent. Bis zum Jahr 1923 veranstaltete der Bobclub Ilmenau dort in jedem Winter Bobrennen, der Club selbst unterhielt ständig 16 Bobmannschaften.

Als durch die weiterentwickelten Bobs höhere Geschwindigkeiten möglich wurden, machte sich 1926 der Bau einer speziellen Bobbahn erforderlich. Diese Bahn hatte ihren Beginn auf dem 749 Meter hohen Lindenberg an der ebenfalls 1926 errichteten Clubhütte des Ilmenauer Bobclubs, der heutigen Berggaststätte „Bobhütte“. Die Bobbahn verlief über den Nordhang des Lindenbergs und verfügte über 5 Kurven, sie hatte eine Länge von 1908 Metern. Das Eröffnungsrennen fand am 9. Januar 1927 statt, ein Jahr später wurde die Bahn durch einen elektrischen Schlitten- und Personenaufzug ergänzt.

Zu DDR-Zeiten wurde die Anlage durch die BSG Empor Ilmenau genutzt. Zwischen 1967 und 1970 war Ilmenau auch zentraler Trainingsstützpunkt der DDR-Sportkader.

Rennschlittenbahn „Wolfram Fiedler“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der 1980er Jahre entstand etwa 750 Meter östlich vom Ziel der alten Bobbahn eine Kunststoffrodelbahn für Sommer- und Winterbetrieb am Nordhang des Floßberges. Die Bahn, die außerhalb der Wettkämpfe auch als Freizeitrodelbahn dient, wurde am 7. Oktober 1989 eingeweiht, sie wurde nach dem ehemaligen Rennrodler Wolfram Fiedler benannt.

Nach der politischen Wende in der DDR 1990 wurde der Wintersportverein 1990 e. V gegründet, der sich 1998 in Wintersportverein Ilmenau 1908 e. V. umbenannte. Nach einer längeren Pause wird seit 1999 wieder Bobsport in Ilmenau betrieben. Im Jahr 2000 wurde der neue Verein Rodelclub Ilmenau e. V gegründet, und seit der Saison 2000/2001 wird auf der Bahn auch Skeleton betrieben.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1994 wird auf dieser Bahn der FIL-Sommerrodel-Cup des Internationalen Rodel-Verbands ausgetragen.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersklasse Starthöhe Sportler Zeit Datum
Damen Start 1 Deutschland Silke Kraushaar-Pielach 19,627 Sekunden 7. September 2002
Herren Start 1 Deutschland Jan Eichhorn 19,477 Sekunden 7. September 2002
Juniorinnen Start 1 Deutschland Anja Eberhardt 19,855 Sekunden 7. September 2002
Junioren Start 1 Deutschland Andi Langenhan 19,682 Sekunden 7. September 2002
Jugend A (weiblich) K 1/2 Deutschland Dajana Eitberger 20,167 Sekunden 10. September 2005
Jugend A (männlich) K 1/2 Deutschland Sascha Benecken 19,798 Sekunden 10. September 2005

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rennschlittenbahn Ilmenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien