Renz Waller

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Grabmal Renz Waller in Mettmann auf dem Friedhof Lindenheide

Renz Waller (* 3. November 1895 in Wiedenbrück; † 8. Oktober 1979 in Mettmann; eigentlich Lorenz Waller) war ein deutscher Kunstmaler und Falkner.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tiermaler Renz Waller, Sohn des Kunstmalers Anton Waller, gilt als einer der bedeutendsten Falkner des 20. Jahrhunderts. Er betrieb ab ca. 1920 die Wiedereinführung der Falknerei in Deutschland und war 1923 maßgeblich an der Gründung des Deutschen Falkenordens (DFO) beteiligt, dessen Ordensmeister er von 1932 bis 1957 war. Nach zunehmendem Zerwürfnis mit dem DFO wandte er sich in den Sechziger-Jahren mehr und mehr dem Orden Deutscher Falkoniere (ODF) zu.

In den Jahren 1942/43 gelang Waller als erstem die Zucht eines Wanderfalken in Gefangenschaft. Sein Buch Der wilde Falk ist mein Gesell erschien 1937 im Verlag Neumann-Neudamm und gilt seither als Standardwerk der modernen Falknerei. Die fünfte Auflage des Buchs erschien 2010.

Im Jahre 1966 wurde Renz Waller das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Sein Einfluss reichte aber weit über die Grenzen Deutschlands hinaus – unter anderem war er wegen seiner Verdienste Ehrenmitglied von Falkner-Verbänden in den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Italien und Nordamerika.

Als Maler avancierte Waller während des Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie zum Meisterschüler von Prof. Julius Paul Junghanns. In den 30er- und 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts errang er mit seinen Tier- und Jagdgemälden mehrere Medaillen bei der (in wechselnden Städten ausgetragenen) Internationalen Jagdausstellung. Mehrere seiner Werke sowie seiner Falknereigeräte gehören heute zum Bestand des Deutschen Jagdmuseums in München. Die Stadt Mettmann richtete aus dem Nachlass des Malers und Falkners das Renz-Waller-Museum im "Stadtgeschichtshaus", Mittelstraße, ein.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der wilde Falk ist mein Gesell, Neumann-Neudamm Morschen/Heina 1993, Nachdruck der ersten Ausgabe 1937, ISBN 3-7888-0648-6

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Richter: Renz Waller. Maler, Falkner, Schriftsteller. Eine Biographie. Zollhaus Verlag Düsseldorf, 1985, ISBN 3-923328-06-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]