Repertorium

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Separater Raum für die Findmittel im Generallandesarchiv Karlsruhe

Als Repertorium (von lateinisch reperire „(auf)finden“, „entdecken“, „ermitteln“) oder Findbuch bezeichnet man im Archivwesen ein handschriftliches, heute maschinengeschriebenes Verzeichnis der Archivalien eines Archivs.

Karteien und Repertorien sind Ergebnisse der archivischen Erschließung und Verzeichnung und sind in der Regel bestandsbezogen. Sie dienen als Findmittel oder Findhilfen. Findmittel werden heute durch spezifische archivische Erschließungssysteme als Datenbanken erstellt und anschließend im Benutzersaal oder im Internet als Online-Findmittel bereitgestellt.

Im akademischen Sprachgebrauch bezeichnet man umfassende Verzeichnisse als Repertorien. Vor allem im 19. Jahrhundert wurde der Begriff Repertorium gelegentlich auch als Zeitschriftentitel verwendet. Ein Beispiel ist das von Emil Jacobsen herausgegebene Chemisch-technische Repertorium.

Elemente eines Findbuchs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein abgeschlossenes Findbuch enthält in der Regel ein Vorwort zur Geschichte des Bestandes und einer Beschreibung der Bewertungs-, Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten. Die Archivalien werden meist mit Signatur, Titel, Laufzeit und einem Inhaltsvermerk aufgelistet. Die Einträge sind zusätzlich durch eine durch den Archivar aufgebautet Klassifikation gegliedert. Oft bietet es sich an, das Findbuch durch Sach-, Orts- und Personindizes zu ergänzen. Hatten die Akten vor ihrer Übernahme ins Archiv bereits eine Ordnungsnummer, z. B. durch einen Aktenplan, so können diese in einem eigenen Verzeichnis, der Konkordanz, den Archivsignaturen gegenübergestellt werden.

Spezialinventar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Spezialinventar ist ein Findbuch, welches Archivalien zu einer bestimmten Fragestellung aufnimmt oder näher beschreibt. Diese stammen im Regelfall aus unterschiedlichen Beständen eines Archivs, können aber ebenfalls Akten aus verschiedenen Archiven beinhalten. In Einzelfällen beinhaltet ein solches Findbuch auch Verweise auf weitere Quellenstandorte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]