Reschenstraße

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Landesstraße B180 in Österreich
180Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/Generiertes Schild/AT
Basisdaten
Gesamtlänge: 46,2 km

Bundesland:

Tirol

Die B 180 bei Fließ
Die B 180 bei Fließ

Die Reschenstraße B 180 ist eine Landesstraße in Österreich. Sie hat eine Länge von 46,2 km und führt vom Ende des Autobahnzubringers in Fließ durch das Oberinntal zur Grenze nach Italien kurz vor dem Reschenpass, von dem sie ihren Namen hat. Durch den Bau des im Jahr 2000 fertiggestellten Landecker Tunnel wurden Zams und Landeck vom Durchgangsverkehr entlastet und die Reschenstraße durch den Neubeginn beim Ende des Autobahnzubringers verkürzt. Der ehemalige Anfangsteil von Landeck bis Fließ wurde zur L 76.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von Altfinstermünz auf die Passstraße nach Reschen südlich der Kajetansbrücke

Die Reschenstraße beginnt heute am Südende der Umfahrung Landeck bei Fließ und verläuft anschließend am orografisch rechten Innufer durch das Obere Gericht. Bei Tösens wechselt sie auf die linke Innseite. Südöstlich von Pfunds zweigt die Engadiner Straße B 184 ab und führt dem Inn entlang weiter ins Engadin. Die Reschenstraße hingegen überquert mit der Kajetansbrücke wieder den Inn und steigt über Hochfinstermünz und den Finstermünzpass rund 400 Höhenmeter nach Nauders an. Von dort führt sie nur noch sanft ansteigend bis zur Staatsgrenze (1450 m ü. A.) vor dem Reschen, wo sie in die Staatsstraße SS 40 übergeht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahr 46 begonnene Römerstraße Via Claudia Augusta war die erste befahrbare Straße über den Reschenpass. Diese Verbindung zählte auch im Mittelalter und bis in die frühe Neuzeit zu den wichtigsten historischen Alpenübergängen.

Unter der Leitung der Baumeister Carl von Ghega und Josef Duile wurde zwischen 1850 und 1856 eine neue Straße von Nauders bis zur Kajetansbrücke erbaut, die bis 1918 als Vinschgauer Reichsstraße bezeichnet wurde.

Frühere Strecken und Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vinschgauer Straße gehört zu den ehemaligen Reichsstraßen, die 1921 als Bundesstraßen übernommen wurden.[1] 1926 wurde diese Straße verbreitert und asphaltiert. Bis 1938 wurde die Vinschgauer Straße als B 76 bezeichnet, nach dem Anschluss Österreichs wurde die Vinschgauer Straße bis 1945 als Teil der Reichsstraße 24 geführt. Von 1949 bis 1971 wurde die Vinschgauer Straße als B 187 bezeichnet.

Gemäß Bundesstraßengesetz von 1971 sollte die Reschenschnellstraße S 15 die Vinschgauer Straße ersetzen. Diese Schnellstraße wurde jedoch nicht gebaut, deshalb wird die Reschenstraße seit 1999 wieder als Bundesstraße geführt und als B 180 bezeichnet.

Am 15. Mai 2002 wurde die Schreibweise der nunmehrigen Landesstraße vom Tiroler Landtag in Reschenstraße geändert.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reschenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesgesetz vom 8. Juli 1921, betreffend die Bundesstraßen. BGBl. Nr. 387/1921.
  2. Beschluss des Tiroler Landtages vom 15. Mai 2002, veröffentlicht im Landesgesetzblatt Nr. 68/2002 (PDF; 66 kB)
 B180 
Die Reschenstraße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.