Resedagewächse

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Resedagewächse
Gelber Wau (Reseda lutea)

Gelber Wau (Reseda lutea)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Resedagewächse
Wissenschaftlicher Name
Resedaceae
Bercht. & J.Presl

Die Resedagewächse (Resedaceae) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus Sturm von Gelber Wau (Reseda lutea) und Färber-Wau (Reseda luteola)
Blütenstand von Ochradenus baccatus

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind ein-, zwei- bis mehrjährige krautige Pflanzen. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind gestielt oder sitzend. Die Blattspreiten sind einfach. Nebenblätter sind vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ährigen oder traubigen Blütenständen sind viele Blüten zusammengefasst.

Die meist zwittrigen Blüten sind zygomorph mit meist einer doppelten Blütenhülle. Je Blüte gibt es meist sechs, selten vier oder acht, Kelchblätter (Sepalen). An Kronblättern gibt es pro Blüte meist sechs, selten keine (bei Ochradenus), zwei (bei Oligomeris), vier oder acht, Kronblätter (Petalen). Es sind je Blüte drei bis etwa vierzig Staubblätter und zwei bis sechs Fruchtblätter vorhanden. Zwischen den Staub- und den Fruchtblattwirteln ist häufig ein kurzes Gynophor vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig.

Meist werden einfächerige Kapselfrüchte gebildet, die sich oft schon vor der Reife der Samen oben öffnen.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oligomeris linifolia in Kalifornien

Die Resedagewächse kommen in gemäßigten bis subtropischen Klimaten vor. Hauptverbreitungsgebiet ist der Mittelmeerraum. Areale sind auch in Mitteleuropa, Kleinasien, in Ostafrika und Südafrika. Einige Arten gibt es auch im südwestlichen Nordamerika und im südlichen Indien.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie der Resedaceae wurde durch Bedřich Všemír von Berchtold und Jan Svatopluk Presl aufgestellt.

In der Familie der Resedagewächse (Resedaceae) gibt sechs Gattungen mit etwa 75 Arten:

  • Caylusea A.St.-Hil.: Mit etwa drei Arten. Sie kommen auf den Kapverdischen Inseln vor und vom nördlichen und östlichen Afrika bis Indien.[1]
  • Ochradenus Del.: Mit etwa sechs Arten, die in Libyen, Pakistan und von Vorderasien bis Sokotra vorkommen.[1]
  • Oligomeris Cambess.: Mit etwa zwei Arten im südwestlichen Afrika[1], dazu:
    • Oligomeris linifolia (Vahl) Macbride: Sie kommt in Asien, in Nordafrika, auf den Kanarischen Inseln und im südwestlichen Nordamerika bis Mexiko vor. Sie ist aber nicht etwa erst in geschichtlicher Zeit nach Nordamerika gekommen, sondern dort ebenfalls indigen.[2]
  • Randonia Cosson: Mit 1–3 Arten, die in Afrika und Arabien vorkommen.[1]
  • Reseda (Reseda L.): Mit etwa 55 Arten, die vom Mittelmeergebiet und Europa bis Zentralasien vorkommen.[1]
  • Sesamoides Ortega: Mit etwa 1–5 Arten, die im westlichen Mittelmeergebiet vorkommen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. ed. Cambridge University Press 2008. ISBN 978-0-521-82071-4
  2. Santiago Martin-Bravo, Pablo Vargas, Modesto Luceño: Is Oligomeris (Resedaceae) indigenous to North America? Molecular evidence for a natural colonization from the Old World. In: American Journal of Botany. Band 96, Nr. 2, 2009, S. 507–518, DOI:10.3732/ajb.0800216.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Resedagewächse (Resedaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien