Resedagewächse

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Resedagewächse
Gelber Wau (Reseda lutea)

Gelber Wau (Reseda lutea)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Resedagewächse
Wissenschaftlicher Name
Resedaceae
Bercht. & J.Presl
Oligomeris linifolia in Kalifornien
Sesamoides pygmaea

Die Resedagewächse (Resedaceae) sind eine Familie in der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales).

Verbreitung[Bearbeiten]

Sie kommen in temperierten bis subtropischen Klimaten vor. Hauptverbreitungsgebiet ist das Mittelmeergebiet. Areale sind auch in Mitteleuropa, Kleinasien, in Ostafrika und Südafrika. Einige Arten gibt es auch im südwestlichen Nordamerika und im südlichen Indien.

Beschreibung[Bearbeiten]

Es sind ein-, zwei- bis mehrjährige krautige Pflanzen. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind einfach. Nebenblätter sind vorhanden.

In ährigen oder traubigen Blütenständen sind viele Blüten zusammengefasst. Die meist zwittrigen Blüten sind zygomorph. Je Blüte gibt es meist sechs, selten vier oder acht, Kelchblätter (Sepalen). An Kronblättern gibt es pro Blüte meist sechs, selten keine (bei Ochradenus), zwei (bei Oligomeris), vier oder acht, Kronblätter (Petalen). Es sind je Blüte drei bis etwa vierzig Staubblätter und zwei bis sechs Fruchtblätter vorhanden. Zwischen den Staub- und den Fruchtblattwirteln ist häufig ein kurzes Gynophor vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig. Meist werden einfächerige Kapselfrüchte gebildet, die sich oft schon vor der Reife der Samen oben öffnen.

Systematik[Bearbeiten]

In der Familie der Resedagewächse (Resedaceae) gibt sechs Gattungen und 75 Arten:

  • Caylusea A. St.-Hil., mit drei Arten, die zwischen den Kapverdischen Inseln, Afrika und Indien vorkommen
  • Ochradenus Del., etwa sechs Arten, die zwischen Nordafrika und Vorderasien bis Pakistan vorkommen
  • Oligomeris Cambess., mit etwa vier Arten. Mehrere Arten gibt es in Südafrika, eine andere ist Oligomeris linifolia (Vahl) Macbride, die in Asien, in Nordafrika, auf den Kanarischen Inseln und im südwestlichen Nordamerika bis Mexiko vorkommt. Sie ist aber nicht etwa erst in geschichtlicher Zeit nach Nordamerika gekommen, sondern dort ebenfalls indigen.[1]
  • Randonia Cosson, mit drei Arten, die in Nordafrika, in Arabien und Somalia vorkommen
  • Reseda (Reseda L.), mit etwa 24-60 Arten, die in Europa und dem Mittelmeergebiet bis Zentralasien vorkommen
  • Sesamoides Ortega, mit etwa 1-6 Arten, die im westlichen Mittelmeergebiet und in Nordafrika vorkommen

Literatur[Bearbeiten]

  • David John Mabberley: The Plant Book. A portable dictionary of the higher plants. Cambridge University Press 1987, ISBN 0-521-34060-8.
  • Otto Warburg: Die Pflanzenwelt. 2. Band: Familie 4: Resedaceae oder Resedagewächse. Bibliographisches Institut Leipzig 1923, S. 84–85.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. S. Martin-Bravo, P. Vargas, M. Luceño: Is Oligomeris (Resedaceae) indigenous to North America? Molecular evidence for a natural colonization from the Old World. In: American Journal of Botany, 96(2), S. 507-518, 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Resedagewächse (Resedaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien