Resident (Nachrichtendienst)

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Ein Resident ist ein im Ausland tätiger leitender Mitarbeiter eines Nachrichtendienstes. Damit können bei Diensten mit entsprechender Personaldecke konkret zwei abweichende Tätigkeitsprofile gemeint sein:

  1. Die Tätigkeit in einer Residentur, die zumeist auch die Betreuung (das Führen) von Spionen oder sonstigen „Quellen“ beinhaltet.
  2. Die Unterstützung, Kontrolle und Anleitung des Agenten, der „vor Ort“ arbeitet, also etwa als Angestellter eines Unternehmens, als Beamter oder Militärangehöriger die Informationen unmittelbar beschafft. Der Resident übernimmt dabei v. a. die Weiterleitung des Materials an den Auftraggeber.

Die zweite Variante entspricht der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs; der Resident ist der unmittelbare Kontaktmann des Spions. In der nachrichtendienstlichen Praxis besteht regelmäßig keine andere Verbindung zum auftraggebenden Dienst. In der einschlägigen Literatur (z. B. bei Markus Wolf) sind einige Fälle beschrieben, in denen der Spion über den Auftraggeber getäuscht wurde und einem Residenten Material lieferte, den er für einen Vertreter eines ganz anderen Dienstes hielt – für solche Operationen ist die alleinige Verbindung über den Residenten unerlässlich.[1]

In legal abgedeckten Residenturen, eingebettet z. B. in Botschaften des Entsendestaates im „Operationsgebiet“ (d. h. dem Gastland), wird als Resident nur der Leiter der Residentur bezeichnet, dem in der Regel weitere arbeitsteilig arbeitende Offiziere des Nachrichtendienstes unterstellt sind. Die Verbindung zur Zentrale im Entsendestaat ist ausschließlich dem Residenten vorbehalten, umgekehrt läuft auch die Kommunikation der Zentrale mit der Residentur nur über seinen Tisch. Nach Bedeutung und Größe der Residentur richtet sich der Rang der Residenten, die in östlichen Geheimdiensten vor und insbesondere nach ihren Auslandseinsätzen in wichtigen Operationsgebieten oft hohe leitende Funktionen in den Zentralen bekleideten. Residenten des KGB in westlichen Hauptländern waren meist im Generalsrang.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Fall eines vom westlichen Dienst Gehlen organisierten Spionagefalls Anfang der 1950er Jahre mutmaßte die Gegenseite, das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, dass es sich bei dem Agenten Karl Laurenz um einen Residenten handelte. Im Stasi-internen Bericht vom 19. November 1954 steht: "Laurenz wird festgenommen mit dem Ziel der Überführung der Tätigkeit als Resident und die weiteren Agenten, die mit ihm arbeiten aufzuklären und festzunehmen." (Quelle: BStU)

Siehe auch[Bearbeiten]