Rethem (Aller)

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Wappen Deutschlandkarte
Rethem (Aller)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rethem (Aller) hervorgehoben

Koordinaten: 52° 47′ N, 9° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Heidekreis
Samtgemeinde: Rethem/Aller
Höhe: 16 m ü. NHN
Fläche: 34,08 km2
Einwohner: 2352 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27336
Vorwahl: 05165
Kfz-Kennzeichen: HK
Gemeindeschlüssel: 03 3 58 018
Stadtgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lange Straße 4
27336 Rethem (Aller)
Website: www.rethem.de
Bürgermeister: Frank Leverenz (CDU)
Lage der Stadt Rethem (Aller) im Landkreis Heidekreis
Landkreis HeidekreisNiedersachsenLandkreis Nienburg/WeserRegion HannoverLandkreis VerdenLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis HarburgLandkreis LüneburgLandkreis UelzenLandkreis CelleLindwedelBuchholzSchwarmstedtEsselHademstorfGiltenGrethemEickelohHodenhagenBöhmeHäuslingenAhldenFrankenfeldWalsrodeNeuenkirchenSchneverdingenOsterheideBad FallingbostelWietzendorfSoltauMunsterBispingenKarte
Über dieses Bild

Rethem (Aller) ist eine Stadt im Landkreis Heidekreis (Niedersachsen). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Rethem/Aller und gehört zum Zweckverband Aller-Leine-Tal.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rethem liegt an der Aller in der Tourismusregion Aller-Leine-Tal. In direkter Nachbarschaft befinden sich mehrere Altarme der Aller, die heute als Badeseen genutzt werden.

Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der dominierenden Aller mündet noch die Alpe in Rethem in die Aller, wobei die Hauptflut der Alpe mittlerweile über den Alpe-Wölpe-Umfluter südlich an Rethem vorbei geführt wird und – nach Aufnahme der Wölpe – im Ortsteil Wohlendorf flussabwärts der Kernstadt in die Aller mündet.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Rethem gehören neben der Kernstadt noch die Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merian-Kupferstich von Rethem um 1650, links die Burg Rethem[2]

Im Jahr 1200 gab es die erste indirekte Erwähnung, bis 1239 die erste direkte Erwähnung erfolgte. Das Bistum Minden besaß Güter in der Stadt, gegen Ende des 13. Jahrhunderts ergriff das Fürstentum Lüneburg Besitz von Burg und Dorf. 1353 wurden Rethem die Stadtrechte von den Lüneburger Fürsten verliehen, was Rethem zur ältesten Stadt auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Heidekreis macht. 1885 hatte Rethem 1334 Einwohner. Während des Ersten Weltkriegs musste das Marineluftschiff L 36 am 7. Februar 1917 auf der vereisten Aller bei Rethem notlanden. Starke Winde zerstörten das Luftschiff innerhalb einer Stunde.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Rethem im April 1945 zum militärischen Brückenkopf über die Aller, der heftig von britischen und deutschen Einheiten umkämpft war. Daran erinnern heute ein Gedenkstein im Londy-Park und die Gräber des Kriegsgräberfriedhofes.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Stöcken und Wohlendorf eingegliedert.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein an der im Zweiten Weltkrieg umkämpften Allerbrücke

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rethem besteht eine evangelisch-lutherische Gemeinde an der Marienkirche, der die meisten konfessionell gebundenen Bürger angehören. Seit den 1980er Jahren pflegt diese eine Partnerschaft mit der Kirchengemeinde von Rabenau (Sachsen). Die Katholiken der Stadt gehören zur Propsteigemeinde in Verden. Die muslimische Gemeinde hat sich einen Gebetsraum in einem ehemaligen Supermarkt eingerichtet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Stadt Rethem setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Stadtratswahl 2021
Wahlbeteiligung: 63,64 %
 %
40
30
20
10
0
35,3 %
29,6 %
26,5 %
8,5 %
ASGLc
BRAd
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Alle(r) Stadt Gemeinde Liste Rethem
d Bürgerliste Stadt Rethem Aller

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[4]

Stadtrat 2021
    
Insgesamt 13 Sitze
  • SPD: 4
  • BRA: 1
  • ASGL: 3
  • CDU: 5

Die vorherigen Kommunalwahlen ergaben folgende Sitzverteilungen:

Wahljahr CDU SPD Gesamt
2016 7 6 13
2011 7 6 13

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 26. November 2005 besteht zwischen der Stadt Rethem und der Gmina Kołczygłowy (Gemeinde Alt Kolziglow) in der polnischen Woiwodschaft Pommern ein Partnerschaftsverhältnis.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rethem liegt an der Bundesstraße 209 zwischen Nienburg/Weser und Walsrode. Außerdem bestehen Straßen nach Verden und Neustadt am Rübenberge.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die früher vorhandene Bahnstrecke Celle–Wahnebergen wurde zwischenzeitlich stillgelegt und demontiert. Die heute nächstgelegenen Bahnhöfe sind in Eystrup, Walsrode, Dörverden und Verden. Die alte Bahntrasse wurde zwischen Ahlden und Westen zu einem Radweg ausgebaut und ist teilweise identisch mit dem Radfernweg Aller-Radweg.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rethem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Thorsten Neubert-Preine: Rethem (Aller). Ansicht des Fleckens von Osten, 1654 (Kat.-Nr. 172). In: Klaus Niehr (Hrsg.): Historische Stadtansichten aus Niedersachsen und Bremen 1450–1850. Wallstein Verlag, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1534-1, S. 267.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 224.
  4. Ergebnis Stadtratswahl 2021. Abgerufen am 26. Juli 2022.
  5. Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Rethem (Aller). Abgerufen am 19. März 2017.
  6. londyschule.de abgerufen am 30. September 2018