Rethem (Aller)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rethem (Aller)
Rethem (Aller)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rethem (Aller) hervorgehoben
Koordinaten: 52° 47′ N, 9° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Landkreis Heidekreis
Samtgemeinde: Rethem/Aller
Höhe: 16 m ü. NHN
Fläche: 33,76 km²
Einwohner: 2342 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27336
Vorwahl: 05165
Kfz-Kennzeichen: HK
Gemeindeschlüssel: 03 3 58 018
Stadtgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lange Straße 4
27336 Rethem (Aller)
Webpräsenz: www.rethem.de
Bürgermeister: Frank Leverenz (CDU)
Lage der Stadt Rethem (Aller) im Landkreis Heidekreis
Karte

Rethem (Aller) ist eine Stadt im Landkreis Heidekreis (Niedersachsen). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Rethem/Aller und gehört zum Zweckverband Aller-Leine-Tal.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rethem liegt an der Aller in der Tourismusregion Aller-Leine-Tal. In direkter Nachbarschaft befinden sich mehrere Altarme der Aller, die heute als Badeseen genutzt werden.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Rethem gehören neben der Kernstadt noch die Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merian-Kupferstich von Rethem um 1650, links die Burg Rethem[2]

Im Jahr 1200 gab es die erste indirekte Erwähnung, bis 1239 die erste direkte Erwähnung erfolgte. Das Bistum Minden besaß Güter in der Stadt, gegen Ende des 13. Jahrhunderts ergriff das Fürstentum Lüneburg Besitz von Burg und Dorf. 1353 wurden Rethem die Stadtrechte von den Lüneburger Fürsten verliehen, was Rethem zur ältesten Stadt auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Heidekreis macht. 1885 hatte Rethem 1334 Einwohner. Während des Ersten Weltkriegs musste das Marineluftschiff L 36 am 7. Februar 1917 auf der vereisten Aller bei Rethem notlanden. Starke Winde zerstörten das Luftschiff innerhalb einer Stunde.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Rethem im April 1945 zum militärischen Brückenkopf über die Aller, der heftig von britischen und deutschen Einheiten umkämpft war. Daran erinnern heute ein Gedenkstein im Londy-Park und die Gräber des Kriegsgräberfriedhofes.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Stöcken und Wohlendorf eingegliedert.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein an der im Zweiten Weltkrieg umkämpften Allerbrücke

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rethem besteht eine evangelisch-lutherische Gemeinde an der Marienkirche, der die meisten konfessionell gebundenen Bürger angehören. Seit den 1980er Jahren pflegt diese eine Partnerschaft mit der Kirchengemeinde von Rabenau (Sachsen). Die Katholiken der Gemeinde gehören zur Propsteigemeinde in Verden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat der Stadt Rethem (Aller)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 26. November 2005 besteht zwischen der Stadt Rethem und der Gmina Kołczygłowy (deutsch Alt Kolziglow, kaschubisch Kòłczëgłowë) in der polnischen Woiwodschaft Pommern ein Partnerschaftsverhältnis.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rethem liegt an der Bundesstraße 209 zwischen Nienburg/Weser und Walsrode. Außerdem bestehen Straßen nach Verden (Aller) und Rodewald-Neustadt am Rübenberge.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die früher vorhandene Eisenbahnverbindung Verden (Aller) - Rethem - Celle (Allertalbahn) wurde zwischenzeitlich stillgelegt und demontiert. Die heute nächstgelegenen Bahnhöfe sind in Eystrup, Walsrode, Dörverden und Verden (Aller). Die alte Bahntrasse wurde zwischen Ahlden und Westen zu einem Radweg ausgebaut und ist teilweise identisch mit dem Radfernweg Aller-Radweg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Thorsten Neubert-Preine: Rethem (Aller). Ansicht des Fleckens von Osten, 1654 (Kat.-Nr. 172). In: Klaus Niehr (Hrsg.): Historische Stadtansichten aus Niedersachsen und Bremen 1450-1850. Wallstein Verlag, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1534-1, S. 267.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 224.
  4. [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rethem (Aller) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien