Retrograde Ejakulation

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Bisher sind keinerlei Quellen angegeben. --DF5GO 23:36, 11. Aug. 2012 (CEST)

Als retrograde Ejakulation wird eine Ejakulationsstörung bezeichnet, bei der die Samenflüssigkeit rückwärts in die Harnblase ausgestoßen wird. Dies kann als verzögerter, abgeschwächter oder auch fehlender (sichtbarer) Samenerguss vorkommen und in letzterem Fall auch eine Azoospermie vortäuschen.

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursache besteht aus neurologischen, anatomischen, aber auch iatrogenen Gründen in einer Fehlfunktion des inneren Blasenschließmuskels, kann aber auch im Alter Folge einer Prostatavergrößerung sein.

Iatrogene Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese kann als Nebenwirkung einer medikamentösen Therapie (Methyldopa; Alphablocker wie Phenoxybenzamin zur Besserung des Harnabflusses bei Prostatavergrößerung (BPH)) u. a.), nach ausgedehnteren transurethralen Resektionen der Prostata und Operationen im kleinen Becken und Verletzung der entsprechenden Nerven auftreten. Auch bei psychischen Störungen wie bei Neurolepsie kann es zur retrograden Ejakulation kommen. Viele Patienten leiden darunter, daher ist eine genaue Information durch den behandelnden Arzt sehr wichtig.

Erworbene Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harnröhrenstenosen unterschiedlicher Ursache und neurogene Schädigungen als Diabetesspätfolge, bei multipler Sklerose und Querschnittsyndrom sind die häufigsten erworbenen Gründe für eine retrograde Ejakulation.

Angeborene Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fehlbildungen des Blasenhalses, Störungen des Sympathikus

Diagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ejakulationsvolumen liegt unter 1 ml. Bestätigt wird eine retrograde Ejakulation, indem der Urin in der Regel nach Masturbation mikroskopisch auf Spermien untersucht wird.

Therapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders bei querschnittsgelähmten Patienten kann eine Elektrostimulation gute Erfolge vorweisen. Bei Störungen aufgrund von Diabetesspätfolgen ist auch eine medikamentöse Behandlung, beispielsweise mit Imipramin, möglich.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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