Reuden/Anhalt

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Reuden/Anhalt
Ortswappen von Reuden
Koordinaten: 52° 4′ 13″ N, 12° 18′ 22″ O
Höhe: 110 m
Fläche: 12,71 km²
Einwohner: 309 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39264
Vorwahl: 039243
Reuden/Anhalt (Sachsen-Anhalt)
Reuden/Anhalt
Reuden/Anhalt

Reuden/Anhalt ist ein Ortsteil der Stadt Zerbst/Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Reuden/Anhalt liegt im Hohen Fläming und ist von ausgedehnten Wäldern umgeben. Die Landesgrenze zu Brandenburg verläuft unmittelbar östlich von Reuden. Die Stadt Zerbst ist ca. 20 km entfernt, die brandenburgische Kreisstadt Bad Belzig 21 km. Die Höhen des Flämings (Gorrenberge, Wachenberge je 173 m ü. NN) fallen in Richtung Südwesten allmählich ab. Nahe Reuden entspringt die nördliche Nuthe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1530 wurde Reuden erstmals im „Landbuch der drey Aempter Zerbst, Rosslau und Lyndaw“ (Lindau) genannt. Den Ort gab es wahrscheinlich schon weit früher, auch könnte es eine Wüstungsperiode gegeben haben. Der Dreißigjährige Krieg tangierte auch das damals noch weit abgelegene Waldgebiet des Hohen Flämings. 1631 hatte Reuden unter der Pest zu leiden. Neben dem Ackerbau auf kargen Böden gab es einen Teerofen und Köhlereien in der Umgebung.

Heute bilden Landwirtschaft sowie kleine Handwerksbetriebe, zwei Gaststätten und zwei Pensionen die Erwerbsgrundlage in Reuden.

Seit dem 5. November 2008 führt die Gemeinde den Gemeindenamen Reuden/Anhalt.[1]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Reuden/Anhalt eine selbständige Gemeinde. Auf einer Gemeindefläche von 12,71 km² lebten 311 Einwohner (31. Dezember 2008).[2] Am 1. Januar 2010 erfolgte die Eingemeindung nach Zerbst/Anhalt.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Reuden

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Reuden war Elard Schmidt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 2. Juni 1994 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 26/1994 registriert.

Blasonierung: „Von Rot und Silber schräglinks geteilt; oben ein silbernes Eichenblatt mit Eichel, unten ein geschrägtes rotes Pflugeisen.“

Die Gemeindefarben zeigen Silber (Weiß) - Rot.

Das Eichenblatt bezieht sich auf eine im Ort befindliche Stieleiche, welche unter Naturschutz steht. Des Weiteren soll damit die Bedeutung der Forst- und Jagdwirtschaft symbolisiert werden, die durch eine 1559 erbaute Försterei nachweislich ist. Die Pflugschar steht für den landwirtschaftlichen Charakter, der den Ort seit Jahrhunderten prägt. Die Tinkturen entsprechen denen der ehemaligen Grafschaft Lindau, zu welcher die Gemeinde einst gehörte.

Das Wappen wurde von der Heraldischen Gesellschaft ”Schwarzer Löwe“ Leipzig gestaltet.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reuden liegt an der Bundesstraße 246 (MöckernBad Belzig). Von Reuden zweigt die L 57 nach Zerbst ab. Nördlich der Gemeinde verlief die Bahnlinie von Potsdam über Bad Belzig nach Calbe (Saale) (die Strecke wurde im Dezember 2004 stillgelegt), der nächste Bahnhof befindet sich im 14 km entfernten Wiesenburg/Mark (Strecke Potsdam–Dessau).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Syring (1908–1983) war ein deutscher Langstreckenläufer

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urkunde des Landkreises zur Namensänderung der Gemeinde aus dem Amtsblatt Nr. 23/2008 (PDF-Datei; 65 kB)
  2. statistik.sachsen-anhalt.de, pdf-Datei
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reuden/Anhalt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien