Reut

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reut
Reut
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reut hervorgehoben

Koordinaten: 48° 19′ N, 12° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Tann
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 30,75 km2
Einwohner: 1681 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84367
Vorwahl: 08572
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 140
Gemeindegliederung: 108 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Wallnerstr. 14
84367 Tann
Website: www.reut.de
Erster Bürgermeister: Otto Haslinger
Lage der Gemeinde Reut im Landkreis Rottal-Inn
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Stephanus

Reut ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Tann.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reut liegt in der Region Landshut inmitten typisch niederbayerischer Hügellandschaft etwa 9 km nördlich von Simbach bzw. 10 km von Braunau, 15 km südlich der Kreisstadt Pfarrkirchen, 20 km südöstlich von Eggenfelden sowie 25 km nordöstlich von Burghausen. Die nächstgelegenen Bahnstationen an der Bahnstrecke München–Simbach sind Simbach (10 km entfernt) und Julbach (13 km entfernt).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 108 Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Randling, Reut und Taubenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reut gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Julbach des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Reut.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1904 wurde die Gemeinde Reut durch Ausgliederung aus der Gemeinde Eggstetten neu gebildet. Die heutige Gemeinde ist das Ergebnis des Zusammenschlusses der Kleingemeinden Taubenbach, Reut und Randling im Zuge der Gebietsreform in Bayern, die am 1. April 1971 in Kraft trat.[3] Hierbei wurde gleichzeitig eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Tann gebildet. Größte Ortschaften der ländlich geprägten Gemeinde sind Taubenbach, Reut und Noppling. Die Gemeinde Reut hat 1698 Einwohner und eine Fläche von 30,75 km².

Am 1. Januar 1980 wurde ein Gebiet mit etwas weniger als 100 Einwohnern in den Markt Tann umgegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.601 auf 1.696 um 95 Einwohner bzw. um 5,9 %.

  • 1961: 1744 Einwohner
  • 1970: 1722 Einwohner
  • 1987: 1599 Einwohner
  • 1991: 1650 Einwohner
  • 1995: 1674 Einwohner
  • 2000: 1776 Einwohner
  • 2005: 1798 Einwohner
  • 2010: 1815 Einwohner
  • 2015: 1698 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Mai 2020 ist Alois Alfranseder (CSU/Freie Wählergemeinschaft) Erster Bürgermeister.[5] Er folgt auf Altbürgermeister Otto Haslinger[6].

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gemeinde Reut
Blasonierung: „In Blau schräg gekreuzt eine goldene Lanze mit Wimpel und ein goldener Hirtenstab, überdeckt von einer goldenen Rodungshaue (Reute).“[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 82 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 15 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 513. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 133 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1849 ha, davon waren 1190 ha Ackerfläche und 659 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 46 Kindern (erbaut 1993)
  • Volksschulen: eine mit vier Lehrern und 83 Schülern

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spätgotische Pfarrkirche St. Stephanus wurde 1895 erweitert. Sie hat eine barocke Ausstattung.

Die Wallfahrtskirche St. Alban in Taubenbach bildet zusammen mit dem Pfarrhof ein spätgotisches Ensemble. Den Hochaltar der Kirche gestalteten die Gebrüder Zürn. In der Umgebung von Taubenbach bestehen Wanderwege.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Reut

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Reut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Reut in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. August 2018.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 552.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 630.
  5. 94,5 Prozent für Alois Alfranseder. Passauer Neue Presse, 16. März 2020, abgerufen am 23. Juni 2020.>
  6. Otto Haslinger ist jetzt "Altbürgermeister". Passauer Neue Presse, 7. Juni 2020, abgerufen am 23. Juni 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Reut in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte