Reuven Rivlin

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Offizielles Porträt von Reuven Rivlin

Reuven „Ruby“ Rivlin (hebräisch ‏ראובן ריבלין‎‎, Zum Anhören bitte klicken! [ʁeʔuˈven ʁivˈlin]a a; geboren 9. September 1939 in Jerusalem, Völkerbundsmandat für Palästina) ist ein israelischer Jurist und Politiker des Likud. Rivlin war von 2001 bis 2003 Minister für Kommunikation und von 2003 bis 2006 und erneut von 2009 bis 2013 Sprecher der Knesset. Seit 24. Juli 2014 ist er als Nachfolger von Schimon Peres der zehnte Staatspräsident Israels.[1][2]

Leben[Bearbeiten]

Rivlin studierte Rechtswissenschaften an der Hebräischen Universität in Jerusalem und praktizierte lange Jahre als Rechtsanwalt.

Politik[Bearbeiten]

Rivlin wurde erstmals im Jahre 1988 in die Knesset gewählt. Von 1988 bis 1993 war er Vorsitzender des Likud. Er verlor seinen Parlamentssitz 1992, zog aber vier Jahre später wieder in die Knesset ein. Ariel Scharon berief ihn zum Minister für Kommunikation. 2003 wurde er Parlamentspräsident, ein Amt, das er zunächst bis 2006 innehatte. Während seiner Amtszeit wurde Rivlin vorgeworfen, er lasse die nötige Neutralität vermissen. Er profilierte sich als scharfer Kritiker von Israels einseitigem Abkoppelungsplan für einen Rückzug Israels aus dem Gazastreifen.

2007 trat Rivlin als Kandidat des Likuds zur Präsidentschaftswahl an. Allerdings zog er seine Bewerbung nach dem ersten Wahlgang zurück, als deutlich wurde, dass Schimon Peres von der Kadima eine Mehrheit gewinnen würde. 2009 wurde er erneut zum Parlamentspräsidenten gewählt und übte dies Amt bis 2013 aus.

Positionen[Bearbeiten]

Rivlin lehnt eine Zweistaatenlösung ab. Er bevorzugt eine Partnerschaft von Juden und Arabern in einem Staat.[3] Im Mai 2015 wurde berichtet, ihm schwebe eine Föderation mit den Palästinensern vor. Er spreche sich auch für offene Grenzen aus, ohne die es keinen Frieden geben werde. Das Verhältnis zu Deutschland bezeichne er als freundschaftlich, in der Beziehung zu Deutschland dürfe aber die Vergangenheit niemals vergessen werden.[4]

Privates[Bearbeiten]

Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Rivlin ist seit den 1970er Jahren Vegetarier.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reuven Rivlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. embassies.gov.il: Reuven Rivlin ist der neue israelische Präsident, vom 10. Juni 2014
  2. Reuven Rivlin, der freundliche Falke Handelsblatt, 24. Juli 2014
  3. Rivlin wird neuer israelischer Präsident Süddeutsche Zeitung online, 10. Juni 2014
  4. Israels Präsident gegen Zwei-Staaten-Lösung. Website Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 31. Mai 2015.