Revolutionärer Jugendverband Deutschlands

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Der Revolutionäre Jugendverband Deutschlands (RJVD), gegründet im Herbst 1973, war die Jugendorganisation des KABD.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Revolutionäre Jugendverband Deutschlands ging hervor aus dem Zusammenschluss der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) - RJ(ML) und des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands - Revolutionärer Weg (KJVD-RW). Während vom KJVD-RW nur lokale Publikationen in Düsseldorf bekannt wurden, hatte die vor allem im südwestdeutschen Raum und Nordbayern verbreitete RJ(ML) ein Rebell betiteltes Zentralorgan im Zeitungsformat (zuvor, ab Ende 1968, als Rote SDAJ-Opposition erschienen), welches zunächst auch durch den RJVD fortgeführt wurde und vor allem die aufgekeimte Lehrlingsbewegung in Deutschland ansprechen sollte.

Ab Januar 1975 wurde der Rebell durch das Jugendmagazin Der Stachel ersetzt, der aber bereits nach kurzer Zeit wieder eingestellt und auf dem 2. Verbandsdelegiertentag vom 22./23. Nov. 1975 wieder durch den Rebell ersetzt wurde.[1] In die Zeit der der Publikation des Stachel fällt die Abspaltung wichtiger Teile des RJVD im Saarland und in Hessen, darunter auch der Verbandsleitung, die sich von der Mutterorganisation, dem KABD lösten. Ende 1975 wurde die Auflage des Rebell intern mit 6.500 Exemplaren angegeben.

Der RJVD war eine marxistische Jugendorganisation mit leninistischen, stalinistischen und maoistischen Zügen. Er bestand mehrheitlich aus jungen Lehrlingen, Arbeitern und Angestellten. Seine antikapitalistisch orientierte Arbeit leistete er primär in den Berufsschulen, Fabriken und Gewerkschaften, aber auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen, zum Beispiel im antimilitaristischen Kampf in der Bundeswehr und im öffentlichen Raum oder der Jugendhausbewegung.

Mit dem Auflösen der ML-Bewegung in Deutschland und dem Verharren in der Ideologie des Stalinismus und arbeiter-tümelnden Ökonomismus trennten sich erneut viele Mitglieder vom RJVD. Viele davon streiten noch heute als Kommunisten weiter gegen den Kapitalismus und für den Kommunismus (in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen), andere sind in der 1982 gegründeten MLPD (Nachfolgeorganisation) aktiv.

Prominente Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RJVD-VL: Dokumente des 2. Verbandsdelegiertentages des Revolutionären Jugendverbandes Deutschlands. o. O. 1976