Rezo

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Rezo
Rezo (2018)
Rezo (2018)
YouTube-Kanal (Musik, Unterhaltung)
Sprache Deutsch
Gründung 17. September 2015 (Hauptkanal)
3. Oktober 2018 (Zweitkanal)
Kanäle Hauptkanal rezo
Zweitkanal Rezo ja lol ey
Abonnenten über 1,7 Mio. (Hauptkanal)
über 1,4 Mio. (Zweitkanal)
Aufrufe über 180 Mio. (Hauptkanal)
über 200 Mio. (Zweitkanal)
Videos über 60 (Hauptkanal)
über 110 (Zweitkanal)
(aktualisiert 16. Juli 2020)

Rezo [ˈɹiːzo] (* nach eigenen Angaben in Wuppertal) ist ein deutscher Webvideoproduzent, Influencer, Unternehmer und Kolumnist. Er ist auf der Online-Plattform YouTube als Musiker und Unterhaltungskünstler bekannt und erlangte durch politische Äußerungen die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit. Zusätzlich zu seiner YouTube-Präsenz und seinen unternehmerischen Tätigkeiten trat er im Unterhaltungsfernsehen auf und steuert auf Zeit Online eine eigene, zeitkritische Kolumne bei. Obwohl Rezo sich selbst als Unterhalter sieht, wurden zum wiederholten Male vor allem seine politischen Meinungen öffentlich aufgegriffen. Sein Video Die Zerstörung der CDU, in dem er kurz vor der Europawahl 2019 die Unionsparteien insbesondere für ihre Klimapolitik kritisierte, löste eine breite gesellschaftliche Debatte aus. Der Ausgang der Wahl und die Entscheidung vieler Jungwähler gegen die Unionsparteien wurde mit den Auswirkungen des Videos in Verbindung gebracht, wofür sich der Begriff „Rezo-Effekt“ einbürgerte. Rezo übte auch später Kritik am Verhalten vereinzelter Politiker und nahm eine ablehnende Haltung gegenüber Teilen der Presse ein.

Persönliches

Rezo nennt seinen bürgerlichen Namen nicht in der Öffentlichkeit.a Er gibt Wuppertal als seinen Geburtsort und den 14. August als Geburtstag an.b Zu Alter und Geburtsjahr sind widersprüchliche Quellen im Umlauf:[1] 2017 veröffentlichte Rezo Dokumente, die das Geburtsjahr 1989 zeigten;[2] sein Alter wurde von damaligen Publikationen mit 27 bzw. 28 Jahren genannt.[3][4] 2018 nahm Rezo auf eine Veröffentlichung der Dokumente auf der deutschsprachigen Wikipedia Bezug, in denen nunmehr das Geburtsjahr 1992 angegeben war, was er auf spätere Nachfrage auch explizit bestätigte.c Als er im Frühling 2019 eine breite mediale Aufmerksamkeit erlangte, wurde das Geburtsjahr 1992 aufgegriffen und sein Alter in der Presse – bisweilen unter Berufung auf Wikipedia und Rezo selbst – mit 26 Jahren angegeben.d

Rezo wuchs in einer Pastorenfamilie auf. Seine Eltern sind Pfarrer, ebenso seien es mehrere Verwandte. Während seiner Schulzeit sei er gemobbt worden und kurzzeitig in psychologischer Behandlung gewesen.[5] Einen Ausweg habe ihm die Musik gegeben, wobei er das musikalische Talent vom Vater geerbt habe.[5][4] Rezo studierte Informatik an der Technischen Universität Dortmund und gab an, als Nebenfach Musik belegt zu haben.[6][7] Ab 2015 wurde er durch das von mittelständischen Unternehmen gestiftete Dortmunder Modell Mittelstands-Stipendium gefördert.[8] Er erlangte 2013 den Bachelor-Grad und 2017 den Master of Science mit Abschlussarbeiten im Bereich der Graphentheorie.e Seit Anfang 2018 wohnt er in Aachen.[9] Da Rezo nach eigenen Aussagen vegan lebe und auf Rauschmittel wie Nikotin und Cannabis verzichte, wurde er dem Straight Edge zugeordnet.[4][10] Obwohl er sich selbst nicht als christlich bezeichnet, habe er christliche Werte „sehr verinnerlicht“.[5][11] Seine Redegewandtheit habe er durch seine Erziehung mitbekommen, da es am heimischen Esstisch stets eine rege Diskussionskultur gegeben habe.[12] Er stottere jedoch zuweilen, was ihm in Live-Situationen wie Podiumsdiskussionen unangenehm sei.[13]

Werk

Amateurkunst

Rezo gab an, seit seinem 14. Lebensjahr in Musikbands – beinahe ausschließlich im Metal-Genre – mitgewirkt zu haben. Er beherrscht das Gitarrenspiel und verfüge außerdem über Basiskenntnisse hinsichtlich weiterer Instrumente. Er habe mit 15 angefangen, Lieder mit der Software Cubase SX zu produzieren und zwei Jahre später das für seinen Führerschein gedachte Geld in eine Studio-Ausrüstung investiert, um auch Live-Instrumente aufnehmen zu können.[7] 2015 ging Rezo als Teil der Dortmunder Postcore- und Dubstep-Amateurband Forever Ends Today mit dem Programm Under the Influence im Vereinigten Königreich auf Tournee.[14][15] Im gleichen Jahr produzierte er auch das Album Undone für die Progressive-Rock-Gruppe Soundtology.[16] Nach der Auflösung seiner letzten Gruppe plante Rezo nach eigenen Angaben, zusammen mit einem Bandkollegen erneut Musik zu machen. Der Plan sei aber aus zeitlichen Gründen nicht aufgegangen, weshalb er danach eine Solokarriere startete.[7]

YouTube-Kanäle

Ein Standbild aus einem Video, das drei jugendlich gekleidete Männer auf einem Wohnsofa zeigt. Zwei haben blaue Haare und tragen eine Baseballkappe. Einer von ihnen hat Gesicht, Hals, Arme und Hände tätowiert. Vor dem Sofa ist ein Glücksrad mit Namen verschiedener Medienpersönlichkeiten als Treffer aufgebaut. Die drei spielen mit dem Glücksrad ein Spiel und amüsieren sich darüber.
Im Internet ist Rezo (links) unter anderem in Unterhaltungsvideos zu sehen. Das Bild zeigt ihn bei einem Gastauftritt auf dem Kanal des YouTubers Rewinside.

Am 17. September 2015 öffnete er auf dem Online-Videoportal YouTube den Kanal rezo und begann darauf Musikvideos mit Coverversionen hochzuladen.[17][18] Der Künstlername Rezo [ˈɹiːzo] besitze keine Bedeutung und sei von ihm für seine YouTube-Präsenz gewählt geworden, da er bei befreundeten Testpersonen gut angekommen sei.f Früher habe er sich regelmäßig in verschiedenen Farben die Haare gefärbt. Zum Zeitpunkt seiner ersten Internet-Erfolge seien sie zufällig blau gewesen, sodass ihm diese geblieben seien und zu einer Art Markenzeichen geworden sind.[4] Noch während seines Studiums habe Rezo begonnen, nebenher in Vollzeit an Webvideos zu arbeiten.[10][4] Das Ziel, nach dem Abschluss einem „normalen“ Beruf nachzugehen, gab er auf und konzentrierte sich vollends auf seinen YouTube-Kanal.[3] Neben gecoverten Songs veröffentlichte Rezo dort auch Mashups, also Lieder aus gesampelten bzw. bearbeiteten Ausschnitten der Werke anderer Künstler.[19] In weiteren Videos sang er Hasskommentare ein und traf andere YouTuber, um mit ihnen gemeinsam Musik zu machen.[20][19]

Rezo konnte von der Unterstützung anderer Webvideoproduzenten wie Julien Bam und MrTrashpak profitieren.[21] Einem größeren Internetpublikum wurde er 2016 durch eine Rap-Parodie auf das Lied Everyday Saturday des YouTubers ApoRed bekannt.[3][22] Am 3. Oktober 2018 erstellte er schließlich mit Rezo ja lol ey einen zweiten Kanal.[23] Als Grund gab Rezo an, auf seinem Zweitkanal andere Arten von Videos hochladen zu können, die zu seinem Hauptkanal nicht passen würden.[24] So sei es ihm möglich, spontan und ohne Zeitdruck neue Ideen auszuprobieren.[22][25] Es folgten überwiegend Unterhaltungs- und Comedy-Videos mit anderen YouTubern, so etwa Internet-Challenges, in denen die Gäste in witzigen oder unangenehmen Wettbewerben gegeneinander antreten.[22][19]

Den kreativen Schaffensprozess für seinen Hauptkanal beschrieb Rezo 2017 in einem Interview. Die Erstellung eines Clips laufe je nach Art des Projekts unterschiedlich ab. Videos würden meist am Wochenende veröffentlicht und eine Woche in Produktion sein. Einer kurzen Planungsphase folge die Soundproduktion zu Hause und die Stimmaufnahme im Studio. Danach führe Rezo zu Hause die Nachbearbeitung durch, während er sich gleichzeitig um Drehorte und Requisiten kümmere. Das anschließende Filmen des Videos dauere etwa einen Tag, wonach er sich bis kurz vor dessen Veröffentlichung mit dem Schnitt beschäftige.[3] Bei seinen Produktionen werde er von Mitarbeitern, wie seinem Produktionsleiter und Cutter TJ, unterstützt.[26] Rezo teile sich bei Kooperationen mit anderen YouTubern oft mit ihnen die Arbeit, indem er zum Beispiel bei Julien Bam die Musik beisteuere.[7]

Unternehmertum

Rezos YouTube-Kanäle sind monetarisiert; es werden über Produktplatzierungen bzw. über Werbeschaltungen von Google AdSense Einnahmen erzielt. Zusätzliche Einkünfte generiert ein angeschlossener Onlineshop für Fan-Artikel wie etwa T-Shirts.[27][4] Zudem wird Rezo als Influencer von Unternehmen gebucht.[27][28] Er machte unter anderem Werbung für das Getränk Fanta von The Coca-Cola Company,[29][30] das von Activision veröffentlichte Ego-Shooter-Computerspiel Destiny 2, die Smartphone-Marke Honor von Huawei, sowie Produkte des Medienkonzerns Sky,[27] des Telekommunikations-Dienstleisters NetCologne und des Discounters Aldi Süd.[31][32] Seine Partner wähle er mit Bedacht und unter Berücksichtigung seiner Person, seiner Werte und seines Lebensstils.[4]

Rezo wurde zunächst von der Kölner Influencer-Agentur Tube One vermarktet, die als Teil des Ströer-Konzerns medienübergreifende Werbekampagnen umsetzt.[24][27] Im Januar 2020 wechselte er zur ebenfalls in Köln ansässigen Agentur All In – Artist Management des Unternehmers Kevin Tewe. In der Fachpresse wurde dies als eine Reaktion auf die drohende Übernahme Tube Ones durch das zur RTL Group und damit zum Bertelsmann-Konzern gehörende Unternehmen Divimove gewertet.[33] Rezo selbst gab an, er sei seinem Manager gefolgt, der ebenfalls zu All In gewechselt habe.[34] Seit 2019 habe Rezo mehrere Startups, eines etwa zur statistischen Auswertung von Daten in den sozialen Medien für Werbekampagnen. Zudem wolle er zusammen mit anderen einen Verband gründen.[1] Im Juli 2020 gab Rezo den Start des Social-Media-Analysetools Nindo bekannt, das er mit Freunden entwickelt hat.[35]

Zusätzliche mediale Präsenz

Am 28. April 2018 trat Rezo in der Sendung Beginner gegen Gewinner des Fernsehsenders ProSieben auf. Zusammen mit anderen YouTubern spielte er im Rahmen des Red Nose Day für einen wohltätigen Zweck gegen das deutsche Damen-Nationalteam im Curling.[36] Im Juni 2019, kurz nachdem er einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden war, war er zu Gast in Jan Böhmermanns Late-Night-Show Neo Magazin Royale. Einladungen zu weiteren bekannten Talksendungen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender habe er abgelehnt,[37] nichtsdestotrotz war er am 23. Oktober 2019 zu Gast beim Medienmagazin Zapp im NDR Fernsehen.[38] Seit dem 24. Oktober 2019 veröffentlicht Zeit Online unter dem Titel Rezo stört vierzehntäglich eine von Rezo verfasste, zeitkritische Kolumne. Wie in seinen Online-Videos bedient er sich hierbei zum Teil Ausdrücken der Jugendsprache und kommentiert unter anderem politische Geschehnisse.[39]

Positionen

Politische Äußerungen

Rezo setzte sich gegen die Urheberrechtsreform der Europäischen Union ein. Im März 2019 hielt er bei einer Demonstration auf dem Kölner Heumarkt eine Rede.

Obwohl er nach eigener Aussage kein Aktivist, sondern Unterhalter sei,[5] äußert Rezo sich zu politischen Themen und geht mit seinen Meinungen an die Öffentlichkeit.[24][27] 2017 war er eines der Gesichter der von Influencern unterstützten HIV-Präventionskampagne Do what you want des gemeinnützigen Vereins Jugend gegen AIDS.[40][41] Anfang 2019 veröffentlichte er mehrere Videos, mit denen er sich gegen die Urheberrechtsreform der Europäischen Union (EU) in der damals geplanten Form positionierte. Er kritisierte, dass in der Debatte um die Novelle vonseiten der Befürworter „Propaganda“-Techniken zum Einsatz gekommen seien, „unsachlich“ argumentiert worden sei und man „an der Expertenmeinung vorbei“ Politik gemacht habe. Er nahm telefonisch Kontakt zu mehreren EU-Abgeordneten auf und befürwortete die Einführung einer Pauschalabgabe.[42][43]

Am 18. Mai 2019 veröffentlichte Rezo im Vorfeld der Europawahl 2019 auf seinem Zweitkanal ein 55-minütiges Video mit dem Titel Die Zerstörung der CDU.[24][44] Einige Monate vorher hatte er sich erstmals des Formats eines „Zerstörungsvideos“ bedient, indem er einen Kollegen auf YouTube fachlich kritisiert hatte.[19] Rezo erklärte die Bedeutung des Begriffs Zerstörung in der YouTube-Subkultur damit, jemanden „argumentativ ziemlich plattgemacht“ zu haben.[45] Er versuche mit dem Video nicht „aktiv […] jemanden zu zerstören“, sondern berichte über die „Fakten und Tatsachen“, die dafür sprechen würden, „dass die CDU sich selbst, ihren Ruf und ihr Wahlergebnis damit […] zerstört“.[46] Mit CDU meine er eigentlich die Unionsparteien, also die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) und Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU).[47] In Die Zerstörung der CDU übte Rezo scharfe Kritik an der Politik deutscher Parteien; er adressierte damit vorwiegend die Union, sowie in Erweiterung die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Alternative für Deutschland (AfD). Kritisiert wurde von ihm die Sozial- und Klimapolitik insbesondere der Unionsparteien: Der Kurs der Regierung habe die Vergrößerung der Schere zwischen Arm und Reich ignoriert, richte sich nicht nach dem wissenschaftlichen Konsens und zerstöre so die Zukunft des Planeten.[48][45] Seine Aussagen im Video belegte er mit einem 13-seitigen Quellenverzeichnis.[49]

Gegen Ende des Videos sprach Rezo eine klare Empfehlung bezüglich der Europawahl aus: „Wählt bitte nicht die SPD, wählt bitte nicht die CDU, wählt bitte nicht die CSU und schon gar nicht die AfD.“[27][49] Die Empfehlung, so erklärte er später, habe er klar auf die Klimapolitik der Parteien bezogen. Er ermutigte die Parteien Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke zu einer noch intensiveren Umweltschutzpolitik.[45] Die Zerstörung der CDU avancierte mit etwa 17 Millionen Klicks zu Rezos erfolgreichster Veröffentlichung.[50][27] Eine Recherche zur Entstehung dieser großen Aufmerksamkeit nannte die vernetzte YouTuber-Szene und deren Follower die „erste Welle“ mit 2,5 Millionen Abrufen;[27] diese sei später von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Spiegel Online und anderen Medien aufgegriffen worden, wobei die Klick- und Abonnentenzahlen für Rezo von der zu Ströer gehörenden Nachrichtenseite t-online.de in die Höhe getrieben worden seien.g Am 24. Mai 2019 lud er ein knapp dreiminütiges Folgevideo mit dem Titel Ein Statement von 70+ Youtubern hoch, in dem die bekanntesten Webvideoproduzenten Deutschlands, wie LeFloid, Dagi Bee und Julien Bam, seinen Aussagen im vorherigen Video beipflichteten.[51][52] Später wuchs die Zahl seiner Unterstützer auf über 90 an.[53] In Bezug darauf, dass Politiker YouTuber „diskreditieren“ würden und solche „respektlosen Techniken“ im gleichen Jahr bereits gegen sie, „gegen [ihre] eigene Bevölkerung“ eingesetzt hätten, beendete Rezo das Video mit den Worten: „Ihr habt euch damit keine Freunde gemacht.“[54]

Er gab wenig später an, „kein Fan“ der Freien Demokratischen Partei (FDP) zu sein, doch sein Video Die Zerstörung der CDU sei bereits viel zu lang gewesen, um sie in den Fokus zu nehmen.[48] Rezo vertrete einen „klaren politischen Standpunkt – vor allem gegen rechtere Parteien“.[26] Er kritisierte die Regierungsparteien dafür, die junge Generation und deren Belange zugunsten der älteren Wählerschicht zu wenig zu priorisieren.[55] Zur Entstehungsgeschichte von Die Zerstörung der CDU gab er an, er habe den „intrinsischen Drang“ verspürt, sich in Themen einzuarbeiten, Aufklärung zu betreiben und „einen Diskurs […] unabhängig vom politischen Background“ anzuregen.[26] Dem Vorwurf des Handelns aus wirtschaftlichen Interessen begegnete Rezo damit, dass er in dem Video keine Werbung geschaltet und daher sogar ein Minusgeschäft damit gemacht habe.[45] Er habe unter Hilfestellung von TJ und stellenweiser Konsultation des Journalisten Tilo Jung über Wochen hinweg „hunderte Stunden“ Arbeit in das Projekt investiert.[56][45] Kurz nach der Erscheinung von Die Zerstörung der CDU erwähnte Rezo, „[i]rgendwann bestimmt“ wieder politische Videos zu produzieren, da er dazu schon Ideen habe.[45]

Im Juni 2019 kritisierte er eine mangelnde Distanz der Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Lebensmittelindustrie, als diese zusammen mit dem Deutschlandchef des Nestlé-Konzerns mit Lob für das Unternehmen in einem Video auftrat und sich dafür den Vorwurf der Schleichwerbung einhandelte.[57] Kurz darauf zeigte er sich ungläubig gegenüber Kommentaren des Innenministers Horst Seehofer. Dessen Äußerungen über eine möglichst komplizierte Formulierung von Gesetzestexten zur Vermeidung von Widerständen aus der Bevölkerung hatten für Empörung gesorgt.[58] Nach dem rechtsextremen Anschlag in Halle, den der Attentäter an Ego-Shooter angelehnt und im Internet live gestreamt hatte, kündigte Seehofer an, die Gamer-Szene stärker in den Blick nehmen zu müssen. Rezo schrieb daraufhin auf Twitter, Seehofer habe „seinen Job […] verkack[t]“, sei „krass inkompetent“ und nannte solche Leute in Machtpositionen „Doofies“. Als er mit der Kritik einer drastischen und doppeldeutigen Form von Sprache konfrontiert wurde, verteidigte Rezo sich damit, er habe „nicht aktiv darüber nachgedacht“, wie er den Tweet formulieren sollte, und in einer „ganz normale[n Standards]prache“ gesprochen, die von „unter Dreißigjährige[n]“, von „vielen Millionen Menschen in diesem Land“ so benutzt werde.[59]

Bezüglich des ethischen Aspekts seiner Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Konzern wie Google war Rezo der Meinung, die Einflussmöglichkeit von Großkonzernen auf die Kultur sei eine „grundsätzlich kritische Frage“ – diese betreffe jedoch automatisch auch große deutsche Unternehmen, nur würden diese von vielen nicht betrachtet werden. Einen deutschen oder europäischen Gegenentwurf zu YouTube, der mehrere Online-Portale in einer sogenannten „Super-Mediathek“ zusammenfassen könnte, begrüßte Rezo generell. Bei einem solchen Projekt stünden aber die infrastrukturelle Realisierung und die Gewinnerzielungsabsicht potentiell beteiligter Unternehmen einer erfolgreichen Umsetzung im Weg.[59]

Rezo setzte sich für eine CO2-Kennzeichnung von Lebensmitteln ein.[60] Er sprach sich für die Vermeidung von Plastikmüll, die Seenotrettung von Flüchtlingen und ein Wahlrecht ab dem 16. Lebensjahr aus.[5][13] Seit dem 22. April 2020 ist das fast zwanzigminütige Video Wie Politiker momentan auf Schüler scheißen … von Rezo auf YouTube abrufbar, welches die Fragen der Notwendigkeit von Abiturprüfungen und eines geordneten Schulbetriebs während der COVID-19-Pandemie in Deutschland behandelt.[61] Am Ende seines Vortrags erklärt Rezo, für die Lehrkräfte, Eltern und Schüler selbst keinen Lösungsvorschlag zu haben. Er empfahl jedoch, die jeweiligen Parteien der im Video eingeblendeten Kultusminister der Länder bei der nächsten Landtagswahl nicht mehr zu wählen.[62]

Journalismuskritik

Rezo gab an, Zeitungen und Zeitschriften nur online, im Alltag jedoch nicht in gedruckter Form zu lesen.[1][63] Er äußerte sich kritisch über vereinzelte Journalisten, die „Falschbehauptungen“ verbreiten und „lügen“ würden.[63][64] Der Leiter des Ressorts Innenpolitik bei der FAZ, Jasper von Altenbockum, hatte Rezo für sein Video Die Zerstörung der CDU kurz nach seiner Veröffentlichung scharf kritisiert. Im Juni griff der Journalist auf Twitter das Video eines islamistischen, antisemitischen und homophoben Online-Portals auf und warf Rezo damit vor, er mache entgegen früherer Aussagen nun doch Wahlwerbung; dies geschehe für den Ströer-Konzern. Rezo warf von Altenbockum vor, mit seiner Nachricht „einfach Bullshit gelabert“ zu haben und fragte ihn, wie er nun mit der Situation umgehen wolle. Von Altenbockum löschte seinen Tweet mit dem Videoverweis später und entschuldigte sich auf Twitter „[f]ür die missverständliche Formulierung“.[65] Später kritisierte Rezo den Journalisten erneut dafür, „rechte Verschwörungstheorien“ verbreitet und sich dafür nicht entschuldigt zu haben.[66]

Im August 2019 machte sich Rezo bei einem Gastauftritt auf dem YouTube-Kanal der Space Frogs spontan und anekdotenhaft über Teile der Printmedienwelt lustig, so etwa vereinzelte Journalisten und die Boulevardpresse; er fragte sich, warum nicht alle Zeitungen Medienkritik üben würden.[67][68] Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) veröffentlichte stellvertretend für die Branche eine Pressemitteilung, in der er das Video als „billige Stimmungsmache“ und „pauschale Diffamierung“ bezeichnete. Wenige Stunden danach zog der DJV die Meldung wieder zurück und gab später an, dass es innerhalb des Verbands unterschiedliche Auffassungen über die Aussagen im Video gegeben habe.[67][69] Kurz darauf seien laut Rezo eine Vielzahl von Medienberichten zu dem Vorgang erschienen, die „alle dieselben Fehler“ enthalten hätten. Er habe die Nachrichten auf eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zurückführen können und dort mit einer Bitte um Richtigstellung angerufen. Nach eigener Aussage habe Rezo der dpa nach deren Ablehnung einer öffentlichen Entschuldigung eine fünfseitige PDF-Datei geschickt, in der er die mögliche Verarbeitung des Vorgangs in einem zukünftigen Video angedeutet habe.[70]

Sowohl DJV als auch dpa räumten schließlich Fehler in ihren Berichterstattungen ein.[71][72] Durch einen Telefonanruf Rezos beim Spiegel bekam er in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, in der Zeitschrift einen medienkritischen Essay zu veröffentlichen.[63] Darin schrieb er, man habe „kein bisschen Journalismus betrieben“, wenn man eine Meldung der dpa direkt übernehme.[70] Rezo forderte eine bessere Aufarbeitung journalistischer Fehler und einen kritischeren Umgang mit derartigem „Fehlverhalten“ im Journalismus ein.[63][70] Als positive Beispiele für eine selbstkritische Presse nannte er Übermedien und Bildblog.[70] Im Februar 2020 resümierte er sein Verhältnis zum Berufsstand des Journalisten mit den Worten: „Ich mag ihn mehr und ich hasse ihn mehr.“ Er kritisierte zudem, dass etwas durch wiederholte Erwähnung in der Presse an Relevanz gewinne: „Nur, [weil es] in der Presse steht, [ist es] nicht wichtig.“[64][73] Am 31. Mai 2020 veröffentlichte Rezo ein einstündiges Video mit dem Titel Die Zerstörung der Presse, in dem er auf das sinkende Vertrauen der Bevölkerung gegenüber der deutschen Presse eingeht. Grund dafür seien ihm zufolge unter anderem Journalisten, die in ihren Berichterstattungen oft dem Pressekodex nicht gerecht werden und so dem Ruf des Verlages oder der Betroffenen schaden und durch mangelhafte Recherche Grundlagen für Verschwörungstheorien schaffen.[74][75]

Rezeption

Öffentliche Wahrnehmung

Publikum

Nach Rezos Angaben seien die „meisten [seiner Abonnenten] Erwachsene zwischen 20 und 30“.[11] Etwa 30 % seien „18- bis 24-Jährige“, der Anteil an weiblichen und männlichen Zuschauern sei normalerweise „ziemlich genau 50:50“.[1] Die Statistiken von YouTube Analytics würden zeigen, dass die Zuschauerschaft von Die Zerstörung der CDU beinahe zur Hälfte aus 18- bis 24-Jährigen bestehe; 11 Prozent seien minderjährig und der Rest über 24 Jahre alt, wobei die Zuschauer jedoch insgesamt älter als üblich gewesen seien und der Anteil an männlichen Zuschauern mit ca. 65 % überwogen habe.[45][1] Rezos Hauptkanal zählt 1,7 Millionen, sein Zweitkanal 1,3 Millionen Abonnements.[17][23] Bei Recherchen zu Zensurbestrebungen im Influencer-Marketing gehörte er zu einer Minderheit der untersuchten Kanalinhaber, die kein einziges von 28 Testwörtern wie „Clickbait“, „Fake“, „geklaut“ oder „Schleichwerbung“ zu unterbinden versuchte. Er schränkte sein Publikum in der Benutzung dieser kritischen Begriffe bei ihrem Feedback in YouTube-Zuschauerkommentaren nicht ein.[76]

Reaktionen bis zur Veröffentlichung von Die Zerstörung der CDU

Vor Mai 2019 erfuhr Rezo nur vereinzelt und themenbezogen in der Print- und Fachpresse Beachtung. In einem Zeitungsbericht Mitte 2017 anlässlich einer Ausstellung von Influencer-Porträtkunst nannte Robert Cherkowski von der Kölnischen Rundschau Rezo einen „Spaßrapper“, der sich wie auch andere „hochfrequentierte Internetstars“ nur „schwer erklären lass[e]“.[77] Peter Glaser berichtete im November 2018 auf t-online.de über Rezos 1-Million-Abonnenten-Special, bei dem der Entertainer zusammen mit 100 anderen YouTubern Lieder einsang.[78] Im Rahmen der Debatte um die EU-Urheberrechtsreform 2019 griff Stefan Herwig von der FAZ den YouTuber an: trotz „neutrale[r] Einlassungen“ würden dem Zuschauer auf Kanälen wie dem von Rezo nur Videos gezeigt, die Artikel 13 der Novelle kritisch betrachteten.[79] Thomas Kaspar von der Frankfurter Rundschau hingegen lobte Rezos Einsatz: Er sei das „Gesicht einer Generation“ und habe mit seinen Videos zur Urheberrechtsreform trotz ihres politischen Inhalts viele junge Menschen erreicht.[42] Durch die Veröffentlichung von Die Zerstörung der CDU erfuhr Rezo dann ein breites Echo aus Politik, Wissenschaft und Medien.[5]

Reaktionen von politischer Seite

Einige Tage nach Erscheinen des Videos warf CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak Rezo eine Verbreitung von „Falschbehauptungen“ vor, da dieser nicht differenziere und keine andere Meinung zulasse. Mit Hinblick auf die angegebenen Quellen sprach er von einer „Vermischung von ganz vielen Pseudofakten“.[80][81] In rechtspopulistischen Medien wurde das unbelegte Gerücht verbreitet, Rezo sei von Bündnis 90/Die Grünen mit einer bezahlten politischen Kampagne beauftragt worden.[82][83] Obwohl Ströer und Tube One mehrere Presseanfragen zu ihrer Geschäftsbeziehung mit Rezo unbeantwortet ließen,[82][27] wies Rezo selbst entschieden zurück, in der Initiative oder Idee des Videos von Unternehmen, Institutionen oder Parteien beeinflusst worden zu sein.[55] Ein späteres Gesprächsangebot vonseiten Ziemiak kam wegen Unstimmigkeiten mit Rezo auch aufgrund der Verbreitung der vorgenannten Gerüchte durch CDU-Abgeordnete nicht zustande.[84] Der CDU-Politiker Philipp Amthor bereitete auf den Wunsch seiner Partei ein Antwortvideo vor, das jedoch nie gezeigt wurde.[85] Stattdessen veröffentlichte die CDU eine elfseitige PDF-Datei als offenen Brief an Rezo, die gleichzeitig als Faktencheck seiner Aussagen in Die Zerstörung der CDU dienen sollte.[5][86]

Reaktionen und Untersuchungen aus der Wissenschaft

Der Ingenieurwissenschaftler Volker Quaschning prüfte den Klimateil des Faktenchecks der CDU und fand dabei „keine belastbaren Aussagen“, die Rezos Aussagen im Video „substanziell widerlegen“ würden.[87] Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf attestierte Rezo, er habe „die entscheidenden Fakten zur Klimakrise sehr gut verstanden“ und „sie klar und eindringlich in seinem Video kommuniziert“.[88] Christian Thomsen, Initiator des Zentrums für Klimaforschung der aus Freier, Technischer und Humboldt-Universität sowie Charité bestehenden Berlin University Alliance, schrieb: „Rezo [kann …] sauberer zitieren als so manche Bundesminister oder Landespolitiker.“ Er habe mit einem wissenschaftlichen Thema im Gegensatz zu den traditionellen Medien ein breites Publikum erreicht.[89][90] Thomsen und der Wirtschaftswissenschaftler Uwe Schneidewind lobten Rezo für eine gelungene Wissenschaftskommunikation.[91] Die Kommunikationswissenschaftlerin Barbara Pfetsch betrachtete Rezos Sprachgebrauch entscheidend für seinen Erfolg. Seine Sprache sei „klar und anschaulich“, als werde sie „in die Sprache der Zielgruppe übersetzt“, was „über Altersgrenzen und Bildungsgrenzen hinweg“ funktioniere.[12]

Der Erziehungswissenschaftler und Medienpädagoge Valentin Dander befand in seiner Analyse, dass Rezo sich des Formats einer Hochschulvorlesung bedient habe, wenn auch es Unterschiede in Bereichen wie zum Beispiel der verwendeten Sprache und des Publikums gebe. Er griff damit die Untersuchung des Medienforschers Christoph Engemann auf, der in Rezos Beitrag „ein Indiz für das Aufkommen einer neuen Mündlichkeit“ erkannte, die „eine Ablösung von einer dominanten Schriftkultur“ markiere.[92] Die Medienwissenschaftlerin Maren Schuster und der Theaterwissenschaftler Matthias Völkel sprachen von der medialen Antwort auf Rezo als „ein vermeintlich umfassendes, konzertantes und vergleichsweise langes Medienecho außerhalb der [s]ozialen Medien“. Ihnen zufolge dominierten „in einigen der ersten Reaktionen wertende Haltungen, die sich auf Alter und Profession des Autors sowie den Kanal der Veröffentlichung beziehen, die Richtigkeit des Gesagten anzweifeln und den Beitrag unter Propaganda- und Meinungsmacheverdacht stellen“. Relevant sei Rezos Beitrag „nicht zuletzt, weil [er] den Weg aus dem Kontinuum der [s]ozialen Medien hin zu einer Anschlusskommunikation in den nicht genuinen Netzmedien gefunden und eine öffentliche Debatte angestoßen“ habe.[93]

Reaktionen in den Medien

Rezo erschien auf einem Cover von Lothar Gorris für den Spiegel, das den Titel Rezoluzzer trug – ein Kofferwort aus „Rezo“ und „Revoluzzer“. In Anlehnung an die 68er-Bewegung nannte Gorris die neue klimabewusste Protestgeneration, die 2019 an Einfluss gewonnen hatte, die „19er“ bzw. die „neue APO“ (Außerparlamentarische Opposition) und rechnete Rezo dieser Bewegung zu. Die zugehörige Titelgeschichte von Alexander Kühn und elf weiteren Journalisten befand Rezo wegen seines Lebensstils und seiner politischen Überzeugungen als den „perfekte[n] Vertreter seiner Generation“. Er „[leide] an sich und der Welt“ und gebe es auch zu.[5] Der Blogger Sascha Lobo war auf Spiegel Online der Meinung, dass Rezo „in der digitalöffentlichen Selbstzerstörung des Konservatismus die Rolle des blauhaarigen Tsunamis übernommen ha[be] und sie glänzend fortführ[e]“.[94] Noch am Wahlabend des 26. Mai 2019 sprachen Business Insider und ZDF mit Blick auf die Altersverteilung bei den Ergebnissen der Europawahl von einem „Rezo-Effekt“: die Union hatte herbe Verluste bei Jungwählern einfahren müssen, während die Grünen in der Gunst dieser Wählerschicht stiegen. Der Ausgang der Wahl wurde mit Rezos Empfehlungen in Verbindung gebracht.[95][96] Andreas Briese, Leiter des YouTube-Partnership-Werbeprogramms für Mitteleuropa bei Google, fand, dass Rezo die Wahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit auf YouTube verändert habe; man habe erst durch ihn das erste Mal registriert, dass auf dem Videoportal politische und gesellschaftliche Debatten angestoßen würden.[97]

Stephan Detjen, Chefkorrespondent des Deutschlandradios und Vorstandsmitglied der Bundespressekonferenz, blickte im Gespräch mit Rezo kritisch auf seine Herangehensweise an Die Zerstörung der CDU. Rezo habe „total faktengesättigt“ – zwar zulässigerweise, aber aus journalistischer Sicht – „einseitig“ und „polemisch“ argumentiert. Er fand, dass dies „auch [et]was wirklich Zerstörerisches haben“ könne: Detjen zeigte sich erschrocken über den „Erfolg von polemischer Rede im Netz“ und zog einen Vergleich zum amerikanischen erzkonservativen und reaktionären Talkradio, das seinen kommerziellen und politischen Erfolg genau daraus ableite und die politische Landschaft der Vereinigten Staaten kaputt gemacht habe.[56] Die Diskussion zwischen ihm als Journalisten und Rezo als Logiker habe „Unterschiede im Selbstverständnis“ deutlich gemacht. Detjen befand, Rezo entziehe dem Meinungsstreit mit einer Verteidigung des Videos unter Berufung auf die Logik eine sachliche Diskussion, da dadurch am Ende nur noch die Aussage „Ich bin der Einzige, der Recht haben kann“ stehe.[98]

Im November 2019 wurde Rezo mit der Kritik konfrontiert, er habe ein sexistisches, frauenfeindliches und gewaltverherrlichendes YouTube-Video veröffentlicht. Es handelte sich hierbei um das Spiel „Kiss, Marry, Kill“, welches vor allem im englischsprachigen Raum verbreitet ist. Mehrere Publikationen berichteten von einem Shitstorm auf Twitter.h Der Fall wurde in den Medien kommentiert. Andreas Tobler vom Tages-Anzeiger befand, dass sich Rezo und zwei weitere YouTuber, obwohl sie in dem Video auch Männer thematisierten, „vor allem dann, wenn es um Frauen“ ginge, „in Gewaltfantasien ergehen“ würden. Er war der Meinung, Rezo und andere YouTuber seien „so etwas wie die Intellektuellen einer jungen Generation“, und schrieb: „Wie kann es sein, dass drei junge Erwachsene im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sich öffentlich Gewaltfantasien gegen Frauen hingeben?“[99] Sascha Lehnartz wandte sich in der Welt am Sonntag in dem Zusammenhang explizit an eine ältere Leserschaft und meinte, „nur Leute mit Sinn für postmodern verkorkste Online-Ironie“ würden das Video verstehen. Er machte einen Rückbezug zu Die Zerstörung der CDU und schrieb: „Wir wundern uns nur, dass eine Gestalt von rezoschem Reifegrad vor ein paar Wochen noch eine Regierungspartei vor sich hertreiben konnte.“[100]

Deutschlandfunk Kultur berichtete über die Kritik einer Bloggerin, die in dem Video „eine extrem tief in der Gesellschaft verankerte Misogynie“ sah. Sie habe sich am meisten darüber geärgert, dass Rezo sich trotz seines Gesprächsangebots an sie nicht entschuldigt habe.[101] In einem weiteren Kommentar für das Hörfunkprogramm fragte sich Azadê Peşmen, auf welcher Basis ein Gespräch über den Vorgang mit Rezo hätte stattfinden können, „wenn nicht mal der Minimalkonsens[, …] der Respekt vor Frauen“ gegeben sei. Denn dazu gehöre auch, „keine frauenverachtenden Inhalte ins Netz zu stellen“.[102] Auf die Kritik angesprochen entgegnete Rezo, vorherige Videos dieser Art von ihm hätten nie jemanden interessiert. Auch diesmal habe es anhand der niedrigen Dislike-Rate nachweislich keinen Shitstorm gegeben. Es sei nur von der Presse so fehlinterpretiert worden.[73]

Im Juni 2020 bewerteten Journalisten die in Rezos Video Die Zerstörung der Presse dargestellten Thesen und Vorwürfe größtenteils als richtig und wichtig, wenn auch nicht neu.[103][104][105][106] Kritisiert wurde jedoch, dass Rezo eine scharfe Grenze zwischen seriösen und unseriösen Medien ziehe, obwohl die Übergänge fließend seien.[107] Die FAZ reagierte mit einer schriftlichen Stellungnahme und warf ihm in ihrem Antwortvideo Die Verhöhnung der Presse unter anderem vor, Unwahrheiten zu verbreiten und journalistische Standards nicht einzuhalten.[108][109] Die Berliner Zeitung prüfte Rezos Vorwürfe an ihrer Berichterstattung und bemängelte, dass er nur einen kleinen Teil berücksichtigt habe (18 von 90 Printartikel, zusätzlich waren noch weitere Online-Artikel erschienen). Dadurch sei die „Falschbehauptungs-Quote“ von 55 Prozent falsch. Die von Rezo bemängelten Fehler in sechs Artikeln wies die Zeitung zum Teil zurück.[110] Die Welt überprüfte ebenfalls Rezos Vorwürfe und kritisierte mehrere seiner Einschätzungen sowie bemängelte seine statistische Methode.[111]

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Rezo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

a Beleggruppe a[119][9][120]
b Beleggruppe b[1][121][122][20]
c Beleggruppe c[121][123][1]
e Beleggruppe e[19][129][130]
f Beleggruppe f[131][10][4]
g Beleggruppe g[27][125][132]
h Beleggruppe h[133][134][135]
  1. a b c d e f g Jochen Wegner, Christoph Amend, Rezo. (11. Oktober 2019). Interviewpodcast: Rezo, warum willst du Bundeskanzler sein?.  10. Mai 2020. 0:04:14–0:04:25, 0:34:03–0:34:44, 4:25:57–4:26:34, 5:12:37–5:14:49, 8:26:33–8:28:18, 8:30:14–8:30:35.
  2. Rezo: Zeugnis / Urkunde: Master of Science (M.Sc.). 25. Mai 2017, archiviert vom Original am 5. Juli 2020; abgerufen am 18. Juni 2020. Direktlink.
  3. a b c d Rebecca Wolfer: Rezos Beauty Palace. In: Pflichtlektüre. Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund, Dortmund 20. Juni 2017, S. 24–26 (issuu.com).
  4. a b c d e f g h Connie Hasenclever: NFTE Schülerbuch: Von der Idee zum Ziel. 6. Auflage. Free Pen Verlag, Bonn 2018, ISBN 978-3-945177-57-0, Kapitel 4: Neue Sichtweisen entdecken und von bahnbrechenden Erfindungen erfahren – Eine Blitzkarriere im Web hat der YouTube-Star Rezo hingelegt, S. 55 (nfte.de [PDF]).
  5. a b c d e f g h Alexander Kühn, Lothar Gorris et al.: Kinder der Apokalypse. In: Der Spiegel. Nr. 23. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, Hamburg 1. Juni 2019, S. 1, 5, 12–21 (spiegel.de).
  6. Hajo Schumacher: Rezo und die Grenzen der Politik. In: Rheinische Post. Nr. 122. Rheinische Post Verlagsgesellschaft, Düsseldorf 27. Mai 2019, S. A6 (rp-online.de).
  7. a b c d Stefan Hofmann: Interview: Rezo – Mit harter Arbeit zum Erfolg. In: Keys. PPVMedien, 23. Oktober 2017, abgerufen am 13. Mai 2020.
  8. Verleihung DoMo-Stipendien. (Nicht mehr online verfügbar.) Alumni der Informatik Dortmund, 4. Januar 2016, archiviert vom Original am 31. Januar 2016; abgerufen am 13. Mai 2020.
  9. a b Annika Kasties: Diese Abrechnung hat ein Millionenpublikum. In: Aachener Nachrichten. Nr. 118. Zeitungsverlag Aachen, Aachen 22. Mai 2019, S. 17 (aachener-zeitung.de).
  10. a b c d Nicolas Freund: Profil – Rezo. In: SZ.de. Süddeutsche Zeitung, 24. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  11. a b Sophie Aschenbrenner, Nicolas Freund: Wie der Youtuber Rezo die Logik der CDU zerlegt. In: Jetzt. Süddeutsche Zeitung, 21. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  12. a b Christopher F. Schütze: Delivering the Voice of a Generation. In: The New York Times. New York 19. Oktober 2019, S. 6, A (nytimes.com).
  13. a b Alexander Kühn: YouTube-Star Rezo: „Wichtig ist, was die Wissenschaftler sagen!“ In: Dein Spiegel. Nr. 2. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, Hamburg 14. Januar 2020 (spiegel.de).
  14. Nicole Oppelt: Es geht rockig weiter. In: Saale-Zeitung. Mediengruppe Oberfranken Zeitungsverlage, Bad Kissingen 9. April 2015, S. 10.
  15. Im Wasserhaus stieg wieder die Stimmung. In: Main-Post. Würzburg 14. April 2015, S. 2.
  16. Soundtology. (Nicht mehr online verfügbar.) 12. August 2015, archiviert vom Original am 12. November 2015; abgerufen am 13. Mai 2020.
  17. a b rezo: Kanalinfo. Abgerufen am 13. Mai 2020.
  18. Video „Die Zerstörung der CDU“ – Warum Politiker nach dem Rezo-Video schweigen sollten. In: Deutschlandfunk Nova. Deutschlandradio, 22. Mai 2019, abgerufen am 23. Mai 2019.
  19. a b c d e Maike Gröneweg: Vom Informatiker zum Internet-Star. In: Neue Osnabrücker Zeitung. Osnabrück 28. Mai 2019, S. 25 (noz.de).
  20. a b Marina Kormbaki: Anti-CDU-Spot macht die Union nervös. In: Peiner Allgemeine Zeitung. Verlagsgesellschaft Madsack, Hannover 23. Mai 2019, S. 4.
  21. Burkhard Ewert: Weisband: Rezo-Video ist Beginn eines Trends. In: Noz.de. Neue Osnabrücker Zeitung, 25. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  22. a b c Niklas Spitz: Was macht Rezo eigentlich auf YouTube? In: Quotenmeter.de. 8. Juni 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  23. a b Rezo ja lol ey: Kanalinfo. Abgerufen am 13. Mai 2020.
  24. a b c d Andreas Hoidn-Borchers, Jan Rosenkranz, Axel Vornbäumen: Ihr von gestern! Wir von morgen! In: Stern. Nr. 24. Gruner + Jahr, Hamburg 6. Juni 2019, S. 24–33.
  25. Rezo. (27. Januar 2019). Was aktuell los ist....  13. Mai 2020. 4:36–8:07.
  26. a b c Marek Majewsky: Interview mit YouTuber Rezo: „Das sind nicht meine ersten Morddrohungen“. In: NWZOnline. Nordwest-Zeitung Verlagsgesellschaft, 23. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  27. a b c d e f g h i j Bastian Brauns, Antje Hildebrandt: Die neuen Meinungsmacher. In: Cicero. Nr. 7. Res Publica Verlag, Berlin 27. Juni 2019, S. 74–81 (cicero.de).
  28. Anja Weber: Schnappatmung wegen eines Videos. In: Die Tageszeitung. Berlin 25. Mai 2019, S. 2 (taz.de).
  29. Katharina Brecht: Das waren die erfolgreichsten Instagram-Werbeposts im Oktober. In: Horizont. Deutscher Fachverlag, 11. November 2017, abgerufen am 13. Mai 2020.
  30. Katharina Brecht: Jetzt kommen die spiralförmigen Fanta-Flaschen nach Deutschland. In: Horizont. Deutscher Fachverlag, 13. April 2018, abgerufen am 13. Mai 2020.
  31. Simon Westphal: Bottle-Flip mit Rezo. In: Kölnische Rundschau. M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung, Köln 9. Juli 2019, S. 26.
  32. Jessica Becker: Die Top- und Flop-Instagram-Werbeposts aus Industrie und Handel im Oktober. In: Lebensmittel Zeitung. Deutscher Fachverlag, 20. November 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  33. Annette Mattgey: YouTuber Rezo wird Tube One untreu. In: W&V. 16. Januar 2020, abgerufen am 13. Mai 2020.
  34. Catrin Bialek: Influencer-Netzwerk. In: Handelsblatt. Nr. 22. Düsseldorf 31. Januar 2020, S. 60 (handelsblatt.com).
  35. Youtuber Rezo bringt eigenes Social-Media-Analyse-Tool Nindo heraus | MEEDIA. 17. Juli 2020, abgerufen am 17. Juli 2020.
  36. YouTuber gegen Profisportler: Julien Bam, Kelly Missesvlog, Luca (Concrafter) und Rezo fordern das Curling-Nationalteam heraus. ProSiebenSat.1 Digital, 3. April 2018, abgerufen am 18. Januar 2019.
  37. Carsten Heidböhmer: Rezo bei Jan Böhmermann: Der neue Sheriff in der Stadt. In: Stern.de. Gruner + Jahr, 14. Juni 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  38. Zapp/NDR: Rezo: "YouTuber ist ein sehr dummer Ausdruck - wie Fernsehler oder Printler". In: Zapp (Magazin). NDR Fernsehen, 23. Oktober 2019, abgerufen am 20. August 2020.
  39. Simon Sales Prado: Rezo. In: Die Tageszeitung. Berlin 18. Oktober 2019, S. 17 (taz.de).
  40. Maximilian Wolf: Gesichter unserer Kampagne: Rezo im Interview. Jugend gegen AIDS, 20. November 2017, abgerufen am 13. Mai 2020.
  41. Alex Baur: Diese Influencer klären auf! In: Vangardist. 21. November 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  42. a b Thomas Kaspar: Rezo und die Generation Youtube kämpfen gegen die Urheberrechtsnovelle. In: FR.de. Frankfurter Rundschau, 23. März 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  43. a b Ruth Herberg: „Es wird an der Expertenmeinung vorbei Politik gemacht“. In: FR.de. Frankfurter Rundschau, 23. März 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  44. Rezo: Die Zerstörung der CDU. (Nicht mehr online verfügbar.) 18. Mai 2019, archiviert vom Original am 18. Mai 2019; abgerufen am 1. Juni 2019.
  45. a b c d e f g Yannick von Eisenhart Rothe: YouTuber Rezo im Interview: „Ich sage nicht, dass die Verantwortung für alle Probleme bei der CDU liegt“. In: Bento. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, 22. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  46. Carolin Born: Anti-CDU-Video erreicht Millionenpublikum. In: Deutschlandfunk. Deutschlandradio, 22. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  47. Eva Huber, Vera Cornette: Ein Monat Rezo-Video: Wie stellt sich die CSU online auf? In: BR24. Bayerischer Rundfunk, 16. Juni 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  48. a b Stephan Dörner: „CDU-Zerstörer“ Rezo: „Die FDP hatte Glück, dass das Video schon so lang war“. In: t3n. Yeebase Media, 21. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019.
  49. a b Julia-Marie Schüßler: Youtuber erreicht mit heftiger Kritik an Union und SPD Millionen Zuschauer. In: RP Online. Rheinische Post Mediengruppe, 22. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  50. Udo Thiedeke: Wo klicken sie denn hin? In: Der Tagesspiegel. Nr. 23 994. Berlin 3. November 2019, S. 7 (tagesspiegel.de).
  51. Patrick Beuth: Kritik an GroKo und AfD – YouTube-Stars unterstützen Rezo mit weiterem Video. In: Spiegel Online. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, 24. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  52. Rezo: Ein Statement von 70+ Youtubern. (Nicht mehr online verfügbar.) 24. Mai 2019, archiviert vom Original am 24. Mai 2019; abgerufen am 13. Mai 2020.
  53. Thembi Wolf: Nach Rezo-Effekt und Europawahl: 90 Tage, 90 YouTuber und viele Fragen. In: Bento. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, 23. August 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  54. Benedikt Peters: Nein zur CDU, nein zur SPD – 70 Youtuber stellen sich hinter Rezo. In: SZ.de. Süddeutsche Zeitung, 24. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  55. a b Kendra Stenzel: Rezo meldet sich nach CDU-Video zu Wort: „Die ganz Alten haben die dicke Wahlmacht“. In: Kölner Stadt-Anzeiger. M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung, 30. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  56. a b Katharina Hamberger, Stephan Detjen, Rezo, Stefan Schulz, Lisa Sophie Laurent. (15. November 2019). Rezo revisited. Eine FallstudieDeutschlandradio.  13. Mai 2020. 17:55–21:24, 25:11–27:45.
  57. Thorsten Mumme: Lobby-Grüße aus dem Ministerium. In: Der Tagesspiegel. Nr. 23 846. Berlin 6. Juni 2019, S. 18 (tagesspiegel.de).
  58. Miriam Khan: Horst Seehofer: „Man muss Gesetze kompliziert machen, dann fällt das nicht so auf“. In: Stern. Gruner + Jahr, 7. Juni 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  59. a b  (23. Oktober 2019). Rezo und der JournalismusNorddeutscher Rundfunk. 0:29–4:31, 49:08–51:26, 52:57–56:25, 56:56–1:00:47.
  60. Sarah Sendner: Petition für CO2-Kennzeichnung von Lebensmitteln schafft es in den Bundestag. In: Handelsblatt. 13. November 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  61. Patrizia Kramliczek, Sophie Rohrmeier, Bernd Oswald, Julia Ley: #Faktenfuchs: Das Schüler-Video von Rezo im Faktencheck. In: BR24. Bayerischer Rundfunk, 25. April 2020, abgerufen am 13. Mai 2020.
  62. Swen Thissen: „Das fuckt ziemlich viele ab“: Youtuber Rezo attackiert die Politik in der Corona-Krise scharf. In: Stern.de. G+J Medien, 23. April 2020, abgerufen am 13. Mai 2020.
  63. a b c d Alexander Kühn: „Krass derber Boost“. In: Der Spiegel. Nr. 1. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, Hamburg 28. Dezember 2019, S. 51 (spiegel.de).
  64. a b Wolfgang Borgfeld: Besuch aus einem anderen Universum. In: Horizont. Horizont Award. Deutscher Fachverlag, 6. Februar 2020, ISSN 0175-7989, S. 42–44 (horizont.net).
  65. Stefan Niggemeier: FAZ-Innenpolitikchef zerstört sich im Kampf gegen Rezo. In: Übermedien. 11. Juni 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  66. Rezo: Lob und Kritik für Auftritt bei Böhmermann. In: MDR Kultur. Mitteldeutscher Rundfunk, 14. Juni 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  67. a b Alexander Nabert: Macht euch locker. In: Die Tageszeitung. Berlin 22. August 2019, S. 14 (taz.de).
  68. René Martens: Das Altpapier am 21. August 2019: Dieser Rezo schon wieder! In: Altpapier. Mitteldeutscher Rundfunk, 21. August 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  69. Journalistenverband attackiert Rezo – und rudert zurück. t-online.de, 21. August 2019, abgerufen am 12. Juli 2020.
  70. a b c d Rezo: Kopieren ist kein Journalismus. In: Der Spiegel. Nr. 36. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, Hamburg 31. August 2019, S. 114 (spiegel.de).
  71. Rezo wirft der Nachrichtenagentur dpa Framing vor. In: W&V. 23. August 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  72. Niklas Spitz: Medienkritik? Wirbel um DJV-Chef, dpa und Rezo. In: Quotenmeter.de. 24. August 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  73. a b Jochen Wegner, Rezo. (2. März 2020). Horizont Award: Rezo im Gespräch mit Zeit-Online-Chefredakteur Jochen Wegner.  13. Mai 2020. 8:41–8:52, 13:04–15:34.
  74. Josephin Hartwig: YouTuber Rezo meldet sich mit harter Presse-Kritik zurück. In: t-online.de. Ströer Digital Publishing, 1. Juni 2020, abgerufen am 1. Juni 2020.
  75. „Die Zerstörung der Presse“: Dieses Mal kritisiert Rezo deutsche Medien. In: Focus Online. Hubert Burda Media, 2. Juni 2020, abgerufen am 1. Juni 2020.
  76. Sebastian Meineck: Diese Wörter zensieren YouTuber in ihren Kommentarspalten. In: Vice. 17. Februar 2020, abgerufen am 13. Mai 2020.
  77. Robert Cherkowski: Rezo, Ape Crime und der Gronkh. In: Kölnische Rundschau. Nr. 154. M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung, Köln 6. Juli 2017, S. 39.
  78. Peter Glaser: rezo: 100 YouTuber singen zusammen. In: t-online.de. Ströer Digital Publishing, 24. November 2018, abgerufen am 13. Mai 2020.
  79. Stefan Herwig: Das ist der perfekte Shitstorm. In: FAZ.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. März 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  80. Marina Kormbaki: CDU-General Ziemiak: „Rezo verbreitet Falschbehauptungen“. In: RND.de. RedaktionsNetzwerk Deutschland, 22. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  81. Wie ein YouTuber den Zorn der Union auf sich zieht. In: Die Welt. Axel Springer, 22. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  82. a b Cristina Helberg: Keine Belege, dass die Grünen das Rezo-Video in Auftrag gegeben haben. In: Correctiv. 26. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  83. Lutz Frühbrodt: Rezo-Video – „Das wirkt wie eine konzertierte Aktion“. In: Cicero. Res Publica Verlag, 29. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  84. Philipp Wehrmann: Rezo und CDU-Generalsekretär Ziemiak streiten über Treffen. In: Augsburger Allgemeine. Presse-Druck- und Verlags-GmbH, 18. Juni 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  85. Valerie Höhne: Hilfe, Neuland! In: Spiegel Online. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, 23. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  86. Offene Antwort an Rezo: Wie wir die Sache sehen. Christlich Demokratische Union, 23. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  87. Volker Quaschning: Faktencheck des Teils „Die Klimakrise“ der offenen Antwort der CDU an REZO. 23. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  88. Stefan Rahmstorf: Das Rezo-Video im Faktencheck. In: Spektrum.de. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft, 24. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  89. Christian Thomsen: Rezo zitiert sauberer als so mancher Minister. In: Der Tagesspiegel. Nr. 23 837. Berlin 27. Mai 2019, S. 23 (tagesspiegel.de).
  90. Anne Brüning: „Forderungen von Fridays for Future sind total richtig“. In: Berliner Zeitung. Nr. 165. Berliner Verlag, Berlin 19. Juli 2019, S. 11 (berliner-zeitung.de).
  91. Maximilian Gege, Maja Göpel, Petra Künkel et al.: CLUB OF ROME Deutschland Mitglieder zu Rezo, Klima & dem politischen Diskurs. Club of Rome, 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  92. Valentin Dander: Generation Youtube: Die Zerstörung der Politik oder die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln. In: Medienimpulse. Band 57, Nr. 3. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, 21. September 2019, ISSN 2307-3187, doi:10.21243/mi-03-19-14 (univie.ac.at).
  93. Maren Schuster, Matthias Völkel: Die „Fucking Wahrheit“ – Propagandaverdacht und Framing in Rezos Beitrag „Die Zerstörung der CDU“. In: Totalitarismus und Demokratie. Band 16, Nr. 2. Vandenhoeck & Ruprecht, Dezember 2019, ISSN 1612-9008, S. 147–159, doi:10.13109/tode.2019.16.2.147 (vr-elibrary.de [PDF]).
  94. Sascha Lobo: Rezo und die Folgen: Konservative Katastrophenkaskaden. In: Spiegel Online. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, 12. Juni 2019, abgerufen am 12. Juni 2019.
  95. Andreas Baumer: Europawahl 2019 im Liveticker: Konservative und Sozialdemokraten verlieren dramatisch, Grüne obenauf. Business Insider, 27. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  96. Kristina Hofmann: Auswirkungen auf Berliner GroKo – Der Rezo-Effekt zeigt Folgen. Der Rezo-Effekt nützt den Grünen. In: ZDFheute. Zweites Deutsches Fernsehen, 26. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019.
  97. Klaus Janke: „Wir unterstützen in erster Linie die Creators“. In: Horizont. Deutscher Fachverlag, 14. Februar 2020, abgerufen am 13. Mai 2020.
  98. Katharina Hamberger, Nadine Lindner, Frank Capellan, Stephan Detjen. (18. November 2019). Newsrooms von Parteien, AfD, RezoDeutschlandradio.  13. Mai 2020. 17:53–18:29, 19:47–20:41.
  99. Andreas Tobler: Küssen, heiraten, töten. In: Tages-Anzeiger. TA-Media, Zürich 12. Dezember 2019, S. 4 (tagesanzeiger.ch).
  100. Sascha Lehnartz: Was war denn das jetzt? In: Welt am Sonntag. Nr. 48. Axel Springer, Berlin 1. Dezember 2019, S. 4.
  101. Axel Rahmlow, Journelle. (29. November 2019). Küssen, heiraten oder töten − alles nur ein Spiel?.  13. Mai 2020. 4:01–5:11.
  102. Azadê Peşmen. (29. November 2019). Geschmacklos, respektlos und frauenverachtend.  13. Mai 2020. 4:24–4:43.
  103. Steffen Grimberg: Rezo weist auf ein Problem hin: die Bevormundung der eigenen Zielgruppe. In: Die Tageszeitung. Berlin 3. Juni 2020, S. 17 (taz.de).
  104. Moritz Döbler: Blaue Haare und gute Argumente. In: Rheinische Post. Nr. 127. Rheinische Post Verlagsgesellschaft, Düsseldorf 3. Juni 2020, S. A2 (rp-online.de).
  105. Arno Frank: Was Rezo sagt. In: Spiegel Online. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, 3. Juni 2020, abgerufen am 6. Juni 2020.
  106. Aurelie von Blazekovic: Die nächste „Zerstörung“. In: SZ.de. Süddeutsche Zeitung, 2. Juni 2020, abgerufen am 5. Juni 2020.
  107. Robert D. Meyer: Abstand halten! Neues Deutschland, 4. Juni 2020, abgerufen am 5. Juni 2020.
  108. Constantin van Lijnden: Stellungnahme zum Vorwurf falscher Berichterstattung. In: FAZ.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Juni 2020, abgerufen am 10. Juni 2020.
  109. Constantin van Lijnden: Die Verhöhnung der Presse. In: FAZ.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Juni 2020, abgerufen am 10. Juni 2020.
  110. Kai-Hinrich Renner: Rezo-Zerstörung der Presse: Ein Faktencheck. In: Berliner Zeitung. Berliner Verlag, 4. Juni 2020, abgerufen am 11. Juni 2020.
  111. Curd Wunderlich: Rezos „Zerstörung der Presse“ im Faktencheck. In: Die Welt. Nr. 134. Axel Springer, Berlin 11. Juni 2020, S. 24 (welt.de).
  112. Paul Schwarz: Die Gewinner der VideoDays PlayAwards stehen fest. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Broadmark. European Web Video Academy, 19. August 2016, archiviert vom Original am 1. Oktober 2018; abgerufen am 1. Oktober 2018.
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  133. Matthias Schwarzer: „Sexistisch und gewaltverherrlichend“: Youtuber Rezo hat Ärger wegen eines Videos. In: RND.de. RedaktionsNetzwerk Deutschland, 29. November 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  134. Lennart Pfahler: Und plötzlich geht die Community auf Rezo los. In: Die Welt. Axel Springer, 28. November 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.
  135. Sabine Oberpriller: Jetzt trifft der Shitstorm Rezo selbst: „Sexistisch“ und „gewaltverherrlichend“. In: FR.de. Frankfurter Rundschau, 29. November 2019, abgerufen am 13. Mai 2020.