RhB Te 2/2

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Als Te 2/2 werden bei der Rhätischen Bahn elektrisch betriebene Traktoren (Kleinlokomotiven) bezeichnet.

Te 2/2 Nr. 71 bis 73[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RhB Te 2/2
Te 2/2 71 der Rhätischen Bahn in Filisur
Te 2/2 71 der Rhätischen Bahn in Filisur
Nummerierung: 71 – 73
Anzahl: 3
Hersteller: SLM SAAS
Baujahr(e): 1945
Achsformel: B
Gattung: Te 2/2
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Puffer: 6050 mm
Breite: 2700 mm
Dienstmasse: 13 t
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h (55 km/h Schleppfahrt)
Stundenleistung: 230 kW
Anfahrzugkraft: 28,4 Nm
Stundenzugkraft: 15,2 kN bei 21 km/h
Treibraddurchmesser: 1070 mm
Motorbauart: Gleichstrom-Reihenschlussmotor
Anzahl der Fahrmotoren: 1

Die Rhätische Bahn (RhB) erhielt 1946 drei Maschinen mit den Nummern Te 2/2 71 bis 73, die von der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenbaufabrik (SLM) in Winterthur gebaut wurden. Sie besassen eine Leistung von 230 kW (310 PS) und eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h bei einem Leergewicht von 13 t. Um 2000 waren Nr. 71 in Filisur, Nr. 72 in Davos-Platz und Nr. 73 in Grüsch stationiert. Sie wurden 2007, 2008 und 2006 abgebrochen.

Te 2/2 Nr. 74 und 75[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RhB Te 2/2
RhB Te75 2.jpg
Nummerierung: 74 – 75
Anzahl: 2
Hersteller: Schalker Eisenhütte Siemens
Baujahr(e): 1969
Ausmusterung: 2000 / 2001
Achsformel: B
Gattung: Te 2/2
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Puffer: 6720 mm
Breite: 2700 mm
Dienstmasse: 23 t
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h (55 km/h Schleppfahrt)
Stundenleistung: 230 kW
Anfahrzugkraft: 46 Nm
Stundenzugkraft: 37 kN bei 21 km/h
Treibraddurchmesser: 1100 mm
Motorbauart: Gleichstrom-Reihenschlussmotor
Anzahl der Fahrmotoren: 1

Für den Gleisbau war es nötig, starke und auch bei rauen Bedingungen zuverlässige Fahrzeuge zu haben. Hinzu kam die Anforderung, dass die Geschwindigkeit der Fahrzeuge im untersten Geschwindigkeitsbereich für Schotterzüge sehr genau geregelt werden musste. Die bisherigen Fahrzeuge mit Schützensteuerung erfüllten diese Anforderung nicht. Die Lösung des Problems bot sich mit der Thyristortechnik an.

Die RhB suchte sich deshalb einen Hersteller, der mit dem Bau von solchen Lokomotiven bereits Erfahrung hatte und fand mit Siemens einen Hersteller, der zusammen mit der Schalker Eisenhütte, im Bau von Bergbaulokomotiven bereits solche Erfahrung hatte.

1969 entstanden so zwei Traktoren, die allerdings deutlich von der ersten Serie abwichen. Die massive Bauweise brachte den zwei Loks mit den Nummern Te 2/2 74 und 75 den Namen Panzerloks ein. Die beiden Traktoren waren die ersten Fahrzeuge der RhB mit Thyristorsteuerung. Ihre Leistung betrug ebenfalls 230 kW, die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h und das Leergewicht 23 t. Im Oktober 2000 (75) beziehungsweise im Februar 2001 (74) wurden beide Maschinen verschrottet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Finke, Hans Schweers: Die Fahrzeuge der Rhätischen Bahn: Lokomotiven, Triebwagen, Traktoren. In: Wolfgang Finke (Hrsg.): Die Fahrzeuge der Rhätischen Bahn, 1889–1996. Band 3. Schweers + Wall, Aachen 1998, ISBN 3-89494-105-7 (223 S., [eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche ] [abgerufen am 18. September 2017]).