Rhein-Emscher-Express

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
RE 3 Rhein-Emscher-Express
Strecke der Rhein-Emscher-Express
Grafische Darstellung des Linienverlaufs
Kursbuchstrecke (DB): 416
Streckenlänge: 109 km
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Zuglauf
Kopfbahnhof – Streckenanfang
0 Hamm (Westf) ICE, IC
Bahnhof, Station
8 Nordbögge
Bahnhof, Station
15 Kamen
Bahnhof, Station
19 Kamen-Methler
Bahnhof, Station
21 Dortmund-Kurl
Bahnhof, Station
25 Dortmund-Scharnhorst    
   
31 Dortmund Hbf ICE, IC
   
40 Dortmund-Mengede
   
45 Castrop-Rauxel Hbf
   
52 Herne
   
56 Wanne-Eickel Hbf IC
   
61 Gelsenkirchen Hbf IC
   
65 Essen Zollverein Nord (nur 2010)
   
68 Essen-Altenessen
   
77 Oberhausen Hbf ICE, IC
   
85 Duisburg Hbf THA, ICE, IC
   
ehem. Zuglauf nach Mönchengladbach (s.u.)
   
102 Düsseldorf Flughafen (seit 12/2002) ICE, IC,
   
109 Düsseldorf Hbf (seit 12/2002) THA, ICE, IC
ehem. Zuglauf bis 12/2002
   
heutiger Zuglauf von Hamm nach Düsseldorf (s.o.)
   
93 Rheinhausen
   
99 Krefeld-Uerdingen
   
105 Krefeld Hbf
   
120 Viersen
   
129 Mönchengladbach Hbf ICE, IC

Der Rhein-Emscher-Express ist ein Regional-Express-Zuglauf in Nordrhein-Westfalen von Düsseldorf über Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund nach Hamm.

Er ist in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Wanne-Eickel, Dortmund und Hamm mit dem übrigen SPNV-Netz in NRW verknüpft. Zudem sichert er in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Dortmund und Hamm direkte Anschlüsse an den Schienenpersonenfernverkehr.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Regional-Express RE 3 Rhein-Emscher-Express verkehrt seit der Einführung des Integralen Taktfahrplans (NRW-Takt) im Jahre 1998. Er fuhr zunächst von Hamm (Westf) über Dortmund, Gelsenkirchen, Duisburg und Krefeld nach Mönchengladbach. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2002 gab der Rhein-Emscher-Express seinen Zuglauf von Duisburg nach Mönchengladbach an den Rhein-Haard-Express (RE 2) ab, der zu diesem Zweck von Essen nach Duisburg verlängert wurde, und fährt seitdem nach Düsseldorf. Damit benutzt der Rhein-Emscher-Express auf der gesamten Linie die seit 1846/47 bestehende Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde ein WM-RE3 als eine spezielle Verstärkerlinie eingerichtet, die von Dortmund über Gelsenkirchen und Düsseldorf verlängert via Neuss und Dormagen nach Köln verkehrte.

Zuglauf[Bearbeiten]

Der Rhein-Emscher-Express befährt insgesamt drei Eisenbahnstrecken:

  • die Bahnstrecke Dortmund–Hamm durchgehend (gemeinsam mit allen Zügen des Regional- und Fernverkehrs),
  • die Bahnstrecke Duisburg–Dortmund durchgehend (weitgehend gemeinsam mit der S-Bahn-Linie S 2, zwischen Wanne-Eickel und Gelsenkirchen sowie Oberhausen und Duisburg Gesamtverkehr ohne Zwischenhalt),
  • die Bahnstrecke Köln–Duisburg zwischen Duisburg und Düsseldorf.
    Auf diesem vier- bis sechsgleisigen Abschnitt benutzt der Rhein-Emscher-Express streckenweise die Gleise der S-Bahn bzw. soweit vorhanden die sogenannten Ortsgleise, ebenso wie der Rhein-Haard-Express RE 2 und der Westfalen-Express RE 6. Nur der NRW-Express RE 1, der Rhein-Express RE 5 und in der Hauptverkehrszeit der RB 35 benutzen hier die Fernverkehrsgleise.

Der Rhein-Emscher-Express ist damit heute die einzige Zuglinie, die durchgehend und ausschließlich den überwiegenden Teil der Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft befährt.

Zugangebot[Bearbeiten]

Der RE 3 verkehrt täglich im Stundentakt von Düsseldorf bis Hamm (Westf). Er verläuft auf einem großen Abschnitt parallel zu S-Bahnlinien und hat teilweise den Charakter einer schnellen S-Bahn oder Schnellbahn übernommen bzw. wird von den Fahrgästen entsprechend genutzt.

Der Schienenpersonennahverkehr wurde bis zum 12. Dezember 2009 von der DB Regio NRW betrieben, die seit der Einführung des Winterfahrplans 2008 Elektrotriebwagen der Baureihe 425 in Doppeltraktion einsetzte. Vorher verkehrten auf der Linie Wendezüge aus fünf umgebauten Nahverkehrswagen oder vier Doppelstockwagen mit einer Elektrolok der DB-Baureihe 111. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt lediglich 63 km/h. Grund hierfür ist u.a. die dichte Haltestellenfolge zwischen Dortmund und Hamm. Seit dem 9. Dezember 2009 werden auf dieser Linie Elektrotriebwagen des Typs Stadler FLIRT der Keolis GmbH & Co. KG (eurobahn) eingesetzt.[1] Dazu werden über Angel Trains Europa vier vierteilige und vierzehn fünfteilige FLIRTs geleast.[2]

Das für die Zulassung von Eisenbahnfahrzeugen in Deutschland zuständige Eisenbahnbundesamt verzögerte die Zulassung der 14 fünfteiligen FLIRT-Triebwagen.[3] Aus diesem Grund nahm die Eurobahn den Betrieb nur mit einem Notfahrplan auf.[4]

In der Zeit vom 13. Dezember 2009 bis zum 11. Dezember 2010 hat der RE3 zusätzlich (anlässlich der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas) am Haltepunkt Essen Zollverein Nord (ehemals Essen-Katernberg Süd) gehalten, um eine schnelle An- und Abreise zum Weltkulturerbe Zollverein zu ermöglichen. Zum 7. Januar 2010 wurde der Haltepunkt offiziell in Essen Zollverein Nord umbenannt; seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 durchfährt der Zug den Bahnhof wieder ohne Halt; der geänderte Name gilt aber weiterhin.

Bestellung[Bearbeiten]

An der Bestellung sind zwei Zweckverbände, der Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Zweckverband SPNV Ruhr-Lippe (ZRL) beteiligt. Die Linie wurde zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 gemeinsam mit dem Maas-Wupper-Express neu ausgeschrieben.[5] Gewonnen hat die Rhenus Keolis GmbH.[1] Beworben hatten sich neben der Abellio Rail NRW GmbH die Nedbahnen Deutschland, eine Tochtergesellschaft der Niederländischen Eisenbahn und erneut die DB Regio NRW GmbH sowie weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Weblinks[Bearbeiten]

NRWbahnarchiv von André Joost:

weitere Belege:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Pressemitteilung des VRR vom 30. März 2007
  2. Mitteilung bei Eurailpress
  3. EBA: Fehlende Nachweise des Herstellers verhindern Zulassung neuer Fahrzeuge des Typs „Flirt“
  4. Notfahrplan der Eurobahn für die RE3 Rhein-Emscher-Express (PDF; 196 kB)
  5. Infoseite des VRR