Rhein-Freileitungskreuzung Reisholz

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Gesamtansicht aus nordöstlicher Richtung

Die Rhein-Freileitungskreuzung Reisholz ist eine Freileitungskreuzung über den Rhein bei Düsseldorf. Sie überquert den Rhein mit einer Spannweite von 375 Metern südlich des Umspannwerks Holthausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kraftwerk Reisholz um 1930, zwischen den beiden Schornsteinen der rechtsrheinische Mast der Rheinkreuzung

Im Jahr 1917 initiierte die RWE den Bau einer 110-kV-Leitung zwischen der 1917 in Goldenbergwerk umbenannten Vorgebirgszentrale, bei Hürth und dem Düsseldorfer Kraftwerk Reisholz. Diese war die erste 110-kV-Leitung des Energieversorgers und hatte die Bezeichnung Bl. 0012[1]. Außerdem stellte die RWE mit dieser die Verbindung zwischen den Netzen im Rheinland und den Netzen im Ruhrgebiet und im Bergischen Land her. Dieser historische Schritt bedeutete den Einstieg in die überregionale Verbundwirtschaft.[2][3] Anders als die auf der Trasse verwendeten schmal gebauten Tonnenmasten wurden für die Rheinkreuzung 88 Meter hohe Masten mit vier Traversen verwendet. Dabei wurden die sechs Leiterseile über die unteren drei Traversen geführt, während die oberste als Erdseiltraverse verwendet wurde.

Der Abschnitt der 110-kV-Leitung zwischen Reisholz und dem Umspannwerk St. Peter war noch bis Anfang der 2000er Jahre in Betrieb. Heute trägt die Rheinkreuzung nur noch zwei Stromkreise für 30 kV auf den unteren beiden Traversen.[4] Bei den 1917 gebauten Masten dürfte es sich um die ältesten noch bestehenden Freileitungsmasten Deutschlands handeln. Heute befindet sich unmittelbar stromabwärts eine 220-kV-Freileitungskreuzung jüngeren Baujahres, die das Umspannwerk Holthausen mit dem in St. Peter verbindet.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mast am rechten Ufer weist insofern eine Besonderheit auf, als unter seinen Beinen das Anschlussgleis des Umspannwerks Holthausen verläuft. Er ist damit sehr wahrscheinlich der einzige Hochspannungsmast in Deutschland, unter dessen Beinen eine Bahnlinie hindurchführt.

Koordinaten der Maste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verzeichnis der RWE-Bauleitnummern: [1]
  2. rwe.com: Chronik 1898–1920
  3. VDE Chronik der Elektrotechnik: Jahr 1917. Abgerufen am 20. Juni 2015.
  4. Skyscraperpage: A historical important powerline crossing with a UNIQUE Feature. Abgerufen am 20. Juni 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rhein-Freileitungskreuzung Reisholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien