Rheinisch-Bergischer Kreis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Rheinisch-Bergischen Kreises Deutschlandkarte, Position des Rheinisch-Bergischen Kreises hervorgehobenKoordinaten: 50° 59′ N, 7° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Bergisch Gladbach
Fläche: 437,32 km2
Einwohner: 282.729 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 647 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: GL
Kreisschlüssel: 05 3 78
Kreisgliederung: 8 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Am Rübezahlwald 7
51469 Bergisch Gladbach
Webpräsenz: www.rbk-direkt.de
Landrat: Hermann-Josef Tebroke (CDU)
Lage des Rheinisch-Bergischen Kreises in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Der Rheinisch-Bergische Kreis, gegründet am 1. Oktober 1932, ist ein Kreis im Süden von Nordrhein-Westfalen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rheinisch-Bergische Kreis liegt, wie sein Name schon erkennen lässt, an der Nahtstelle zwischen dem Rheinland und dem Bergischen Land.

Das Kreisgebiet gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Von der Kölner Bucht steigt das Land nach Osten hin an. Die höchsten Punkte sind der Kleine Heckberg bei Federath, Stadt Overath mit 348 m und der Rattenberg bei Buchholzen, Stadt Wermelskirchen mit 345 m. Der niedrigste Punkt mit 51 m über NN befindet sich im Tal der Wupper in Leichlingen.

Der Kreis hat bei einer Fläche von 438 Quadratkilometern eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 33 sowie eine Ost-West-Ausdehnung von etwa 26 Kilometern.

Die äußersten Grenzpunkte sind im Norden bei der Ortschaft Preyersmühle, im Osten auf Overather Gebiet nahe dem Kleinen Heckberg, im Süden in der Wahner Heide und im Westen die Stadtgrenze von Leichlingen zu Langenfeld entlang der A3.

Das Gebiet ist relativ regenreich durch die Wolken, die der Wind aus dem Westen über die rheinische Tiefebene heranbringt. Die Entwässerung erfolgt zum Rhein hin durch die Wupper, die Dhünn mit ihrem Zufluss Eifgenbach, die Strunde, die Sülz und die Agger.

Der Mittelpunkt des Rheinisch-Bergischen Kreises liegt an der Zwergenhöhle Herrenstrunden.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Art Fläche km² Einwohner
Kreis Mettmann Köln Leverkusen Oberbergischer Kreis Remscheid Rhein-Erft-Kreis Rhein-Sieg-Kreis Solingen Wuppertal Bergisch Gladbach Burscheid Kürten Leichlingen (Rheinland) Odenthal Overath Rösrath WermelskirchenMunicipalities in GL.svg
Über dieses Bild
Bergisch Gladbach Große kreisangehörige Stadt 83,12 111.366
Burscheid Kleinstadt 27,38 18.256
Kürten Gemeinde 67,50 19.893
Leichlingen (Rheinland) Mittlere kreisangehörige Stadt 37,33 27.937
Odenthal Gemeinde 39,97 15.123
Overath Mittlere kreisangehörige Stadt 68,80 27.264
Rösrath Mittlere kreisangehörige Stadt 38,81 28.386
Wermelskirchen Mittlere kreisangehörige Stadt 74,66 34.504

Amtliche Bevölkerungszahlen gemäß dem Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, dem ehemaligen Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW. Stand: 31. Dezember 2015 [2]

Die beiden Diagramme zeigen die Flächenanteile und die Bevölkerungsanteile der einzelnen Kommunen.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis grenzt im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die kreisfreien Städte Köln und Leverkusen, an den Kreis Mettmann, an die kreisfreien Städte Solingen und Remscheid, an den Oberbergischen und an den Rhein-Sieg-Kreis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreishaus in Bergisch Gladbach

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besiedlung einer Region durch den Menschen ist eng an geografische Gegebenheiten, Witterung und Klima gebunden. In vor- und frühgeschichtlicher Zeit stellte sich das heutige Kreisgebiet als ein unwirtliches Hügelland mit dicht bewaldeten Höhen und sumpfigen Tälern dar. Spuren einer frühen Besiedlung, etwa aus der Steinzeit und der Bronzezeit, sind spärlich. Erst seit dem 9. Jahrhundert v. Chr. mehren sich entsprechende Hinweise. Im westlichen Teil des heutigen Kreisgebietes, unweit des Rheintals, fanden sich mehrere Gräber aus vorrömischer Zeit. Gegen Ende des 5. Jahrhunderts n. Chr. setzte von Westen her offenbar eine Besiedlung des Berglandes durch fränkische Bevölkerungsgruppen ein.

Die älteste schriftliche Quelle ist uns erst aus dem Frühmittelalter überliefert: Der Prümer Urbar von 893 ist ein Verzeichnis der Weiler und Bauernhöfe, die zu der Abtei Prüm gehörten. Darin verzeichnet ist auch vogelberhc, eine Siedlung im heutigen Rösrath.[3]

Der Rheinisch-Bergische Kreis ist Teil der Region Bergisches Land - wobei "bergisch" nicht von der hügeligen bis bergigen Landschaft zwischen Wupper und Sieg abgeleitet ist. Vielmehr resultiert der Landschaftsname aus dem gräflichen, später herzöglichen Geschlecht der Herren von Berg. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts etablierte sich hier die Grafschaft Berg, die 1380 zum Herzogtum Berg erhoben wurde. Das Herzogtum bestand bis 1806. Napoléon übernahm das Herzogtum auf dem Tauschweg vom Bayerischen König Maximilian I. und übereignete es seinem Schwager Joachim Murat. Im Zusammenhang mit der Errichtung des Rheinbundes (1806) entstand das Großherzogtum Berg, das bis 1813 Bestand hatte. In dieser Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Neuerungen in Verwaltung und Rechtswesen eingeführt, siehe auch Code civil.

Nach zweijähriger provisorischer Verwaltung durch das Generalgouvernement Berg kam das Gebiet aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen 1815 zum Königreich Preußen. Das Kreisgebiet wurde 1822 Teil der Rheinprovinz.

Am 1. Oktober 1932 entstand durch die Kreisreformen in Preußen der Rheinisch-Bergische Kreis aus Teilen des Kreises Mülheim am Rhein und Teilen des Kreises Wipperfürth. Seitdem befindet sich die Kreisverwaltung in Bergisch Gladbach.

1932 bis 1974[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste oder alte Rheinisch-Bergische Kreis umfasste bei seiner Gründung am 1. Oktober 1932

Die Ost-West-Ausdehnung entsprach also im Wesentlichen den natürlichen Gegebenheiten. Die Orte und Verkehrswege befinden sich vielfach in den Tälern der Flüsse und Bäche, die von den bergischen Höhen im Osten dem Rheintal im Westen zustreben.

Die preußische Regierung setzte 1932 Matthias Eberhard als Landrat ein, der jedoch bereits 1933 durch Julius Mennicken, einen Funktionär der NSDAP abgelöst wurde. Mennicken hatte das Amt bis 1945 inne. Während der NS-Herrschaft war der Landrat in vielen Angelegenheiten von den Weisungen des Kreisleiters der NSDAP abhängig. Kreisleiter während der gesamten Zeit war Walter Aldinger.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kreis Teil der Britischen Besatzungszone und seit 1946 Teil des neuen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Nach britischem Vorbild wurden die Zuständigkeiten des Landrats aufgeteilt. Der Landrat wurde als politischer Repräsentant vom Kreistag aus seinen Reihen gewählt und war als Kommunalpolitiker ehrenamtlich tätig. Leiter der Verwaltung war der Oberkreisdirektor, der auf Vorschlag des Kreistages von der Bezirksregierung ernannt wurde. Er musste die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen erfüllen.

Ehrenamtliche Landräte

Die Bevölkerungszahl stieg im und nach dem Zweiten Weltkrieg stark an. Flüchtlinge aus den ausgebombten Städten und Heimatvertriebene aus dem Osten fanden im Kreis eine neue Heimat.

Bevölkerungsentwicklung 1933–1972
Jahr Einwohner[4]
1933 102.816
1939 111.369
1946 148.031
1950 159.506
1961 207.604
1970 268.901
1972 288.000

Seit 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem bereits andere Regionen Nordrhein-Westfalens neu geordnet wurden, kam es zum 1. Januar 1975 zu einer kommunalen Neugliederung im Raum Köln durch das Köln-Gesetz.[5]

Der nördlich des alten Rheinisch-Bergischen Kreises gelegene Rhein-Wupper-Kreis wurde aufgelöst und sein Gebiet auf sieben Städte und Kreise verteilt. Die Gemeinde Witzhelden schloss sich mit Leichlingen zusammen, Dabringhausen und Dhünn mit Wermelskirchen. Die Städte Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen wurden Teil des Rheinisch-Bergischen Kreises. Im Volksmund werden sie als Nordkreis bezeichnet.[6][7]

Der Rheinisch-Bergische Kreis verlor die Gemeinden Wipperfeld, Klüppelberg und Lindlar, das Amt Engelskirchen und die Stadt Wipperfürth an den Oberbergischen Kreis.

Die am Rhein gelegene Stadt Porz mit etwa 90.000 Einwohnern wurde Stadtbezirk von Köln.

Auch unter den im neuen Kreis verbleibenden Kommunen kam es zu Änderungen: Die Stadt Bensberg wurde aufgelöst und in wesentlichen Teilen Bergisch Gladbach zugeschlagen. Das Sülztal mit Immekeppel und Untereschbach kam von Bensberg an Overath, der Raum Dürscheid zu Kürten. Schildgen wechselte von Odenthal zu Bergisch Gladbach. Aus dem Amt Kürten wurde die Gemeinde Kürten, jedoch ohne Wipperfeld.[8]

Durch die Neugliederung schrumpfte die Fläche des Kreises von rund 620 auf 438 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl sank von 290.000 auf 243.000. Der Kreis hat nun seine größte Ausdehnung nicht mehr in Ost-West-Richtung, sondern in Nord-Süd-Richtung. Bergisch Gladbach, Kürten, Odenthal, Overath und Rösrath gelten als Südkreis.

Für die Verwaltung und die Bevölkerung der drei Städte im Nordkreis änderte sich noch mehr: Sie gehören nicht mehr zum Regierungsbezirk Düsseldorf, sondern zum Regierungsbezirk Köln. Die Infrastruktur, bisher nach Düsseldorf, Solingen und Remscheid ausgerichtet, musste teils umgestellt werden. Wichtige Behörden sitzen jetzt in Bergisch Gladbach und Köln. Die Umstellung bei den Behörden erfolgte buchstäblich von einem Tag auf den anderen. Umstellungen in anderen Bereichen wie dem öffentlichen Personennahverkehr dauerten Jahre. Dazu kamen kulturelle und religiöse Unterschiede, die sich noch jahrzehntelang bemerkbar machen. Die Menschen im Nordkreis sind zum überwiegenden Teil evangelisch, im Südkreis katholisch.

Aufgrund der Neuordnung wurden im Mai 1975 Neuwahlen zum Kreistag, zum Landtag und zu den Stadt-/Gemeinderäten durchgeführt. Im neuen Kreistag ergab sich folgende Sitzverteilung:[9]

  • CDU: 33 Sitze
  • SPD: 24 Sitze
  • FDP: 6 Sitze

Die CDU stellt seit 1975 ununterbrochen die stärkste Fraktion im Kreistag.

Ehrenamtliche Landräte

Oberkreisdirektoren

Hauptamtliche Landräte

Bevölkerungsentwicklung seit 1975

Bevölkerungsentwicklung 1975–2005
Jahr Einwohner [10]
1975 243.578
1980 247.927
1985 248.103
1987 245.391
1990 260.695
1995 269.541
2000 275.474
2005 279.092
2012 277.997
Gemeinde Bevölkerungsanzahl Stand 31.12.2015[11]
Bergisch Gladbach 111.366
Burscheid 18.256
Kürten 19.893
Leichlingen 27.937
Odenthal 15.123
Overath 27.264
Rösrath 28.386
Wermelskirchen 34.504

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlergebnisse und Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Kreistags des Rheinisch-Bergischen Kreises 2014
in Prozent
 %
50
40
30
20
10
0
41,2 %
24,2 %
13,7 %
6,5 %
4,5 %
3,9 %
2,8 %
3,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,8 %p
+1,3 %p
+0,8 %p
-5,4 %p
+4,5 %p
+0,6 %p
-2,0 %p
-2,5 %p
Sitzverteilung im Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises 2014
       
Von 64 Sitzen entfallen auf:
Wahlergebnisse im Rheinisch Bergischen Kreis (Prozent)
Partei KT 2014 BT 2013 LR 2011 LT 2010 BT 2009 KT 2009 EU 2009 BT 2005 LT 2005 KT 2004 EU 2004
CDU 41,1 43,69 50,91 37,2 35,5 38,4 39,8 37,0 47,1 40,4 45,7
SPD 24,2 26,06 29,95 28,4 23,3 22,9 19,8 33,6 31,9 27,8 21,4
B90/Grüne 13,7 9,01 12,86 14,5 11,3 12,9 14,1 8,8 7,1 12,1 14,4
FDP 6,5 6,96 9,2 19,1 11,9 16,4 14,1 9,6 10,0 10,4
AfD 4,5 4,74
Die Linke 3,9 5,06 3,45 4,6 6,6 3,3 3,4 4,1 2,6 1,6
Freie Wähler 2,8
UWG/BfB* 4,8
UWG Rhein-Berg* 6,2
FUWG* 1,7
BürgerForum 1,9 1,8
KIDitiative 1,4
Pro NRW 2,84 2,0 2,0
Sonstige/Ungültig 3,3 4,47 4,2 4,3 0,5 6,6 2,4 3,5 6,5

Die UWG/BfB ist ein Zusammenschluss aus UWG Rhein-Berg und F-UWG

Aktuell gibt es im Kreistag folgende Sitzverteilung nach Fraktionen (Stand September 2014):

CDU SPD GRÜNE FDP AfD DIE LINKE Fraktionslos Gesamt
27 16 9 4 3 3 2 64
Freie Wähler 2

Die AfD-Kreistagsfraktion hat sich im August 2015 aufgelöst. Die Mitglieder der Fraktion bleiben weiterhin im Kreistag tätig. Torsten Jungbluth und Oliver Wuttke arbeiten als Gruppe mittelrechts/LKR (vormals ALFA) zusammen. Jörg Feller gehört dem Kreistag als fraktions- und gruppenloses Mitglied weiter an.

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnis der
Stichwahl 2017[12]
59,56 %
40,44 %
Santelmann Durdu

Der hauptamtliche Landrat wird in Nordrhein-Westfalen alle sechs Jahre direkt gewählt. Er ist nicht Mitglied des gleichzeitig gewählten Kreistages, leitet jedoch die Sitzungen des Kreistages und des Kreisausschusses. Er repräsentiert den Kreis nach außen. In diesen Funktionen vertreten ihn bei Bedarf die ehrenamtlichen Landräte aus den Reihen der Kreistagsmitglieder.

Gleichzeitig ist er Leiter der Kreisverwaltung und führt die Beschlüsse des Kreistages aus.

Im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen führt er im Rahmen der Organleihe auch Aufgaben als untere staatliche Verwaltungsbehörde aus. Er ist damit Leiter der Kreispolizeibehörde und des Schulamtes.

Am 8. Oktober 2017 gewann Stephan Santelmann die Stichwahl um das Amt des Landrats.

  • Hauptamtlicher Landrat: Hermann-Josef Tebroke (CDU)
  • 1. stellvertretender Landrat: Uli Heimann (CDU)
  • 2. stellvertretende Landrätin: Claudia Seydholdt (SPD)
  • 3. stellvertretende Landratin: Friedhelm Weiß (Bündnis 90/Die Grünen)
  • 4. stellvertretender Landrat: Mathilde Drewing (FDP)

Kreisdirektor und damit allgemeiner Vertreter des Landrates ab 1. Juni 2008: Erik Werdel.

Die Verwaltung hat rund 700 Mitarbeiter.

Parlamentarische Vertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermann-Josef Tebroke, 2013

Der Rheinisch-Bergische Kreis wird seit der Wahl vom 14. Mai 2017 im Landtag Nordrhein-Westfalen durch zwei direkt gewählte Abgeordnete vertreten. Der Wahlkreis I umfasst Bergisch Gladbach und Rösrath; Abgeordneter ist Holger Müller, CDU. Der Wahlkreis II umfasst Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath und Wermelskirchen; Abgeordneter ist Rainer Deppe, CDU. Christian Lindner, FDP zog über die jeweiligen Landesliste seiner Partei in den 17. Landtag und den 19. Bundestag ein.

Im Deutschen Bundestag wurde der Rheinisch-Bergische Kreis (Bundestagswahlkreis 100) von 1994 bis 2017 durch Wolfgang Bosbach vertreten. 2017 gewann Hermann-Josef Tebroke das Direktmandat des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kfz-Plakette in „alter“ Ausführung mit dem Kreiswappen
Wappen von Rheinisch-Bergischer Kreis
Wappenbeschreibung: „Unter grünem Schildhaupt mit silbernem schrägen Wellenbalken ein silberner gespaltener Schild. Vorn zwei schwarze Wechselzinnenbalken, hinten ein blaubewehrter und -gekrönter roter Löwe.“
Wappenbegründung: Dem am 1. Oktober 1932 gegründeten Rheinisch-Bergischen Kreis ist am 23. Februar 1938 das Recht verliehen worden, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen. Das Wappen wurde bereits in den 1930er Jahren von Wolfgang Pagenstecher entworfen. Der Doppelzinnenbalken, hier zweimal enthalten, war das Zeichen der Grafen von Berg, die das Bergische Land vom 11. bis 13. Jahrhundert beherrschten. Der Bergische Löwe erinnert an die Zeit vom 13. Jahrhundert bis 1806 im Herzogtum Berg. Das obere Feld verweist auf die preußische Rheinprovinz, zu der der Kreis bei der Gründung 1932 gehörte.

Auch nach der kommunalen Neugliederung von 1975 führt der Kreis das Wappen mit Genehmigung des Regierungspräsidenten in Köln vom 8. September 1976 unverändert weiter.

Kreispartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis hat 1970 eine Partnerschaft mit der Grafschaft Cumbria in England abgeschlossen. Eine offizielle Zusammenarbeit oder ein Austausch erfolgt seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr.[13]

Mitgliedschaften und Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rheinisch-Bergische Kreis

Strategische Kreisentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 haben der Kreis und die acht Kommunen den Strategieprozess RBK 2020 gestartet. Ziel des Prozesses ist es, den Kreis und seine Kommunen fit für die Zukunft zu machen.

Als Grundvoraussetzungen wurden genannt: eine nachhaltige Finanzpolitik, ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur und eine vertrauensvolle interkommunale und öffentlich-private Zusammenarbeit.

Im Strategieprozess sollen

  • zukunftsfähige solidarische gesellschaftliche Strukturen gesichert werden
  • Rahmenbedingungen für eine innovative Wirtschaft, qualifizierte und sichere Arbeitsplätze geschaffen und ausgebaut werden
  • die Natur und die Landschaft geschützt und genutzt werden.[14]

Die Strategische Kreisentwicklung wird aktuell mit RBK 2020plus weitergeführt. Dabei sollen Projekte entwickelt werden, die die Region stärken und den Kreis optimal für die Zukunft aufstellen. Drei Bereiche werden mit RBK 2020plus angesprochen. Das sind Wohnen und Leben sowie Wirtschaft, Bildung und Arbeit und der Bereich Umwelt und Erholung.[15]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft des Kreises ist geprägt durch Klein- und Mittelbetriebe. Die zuständige Industrie- und Handelskammer Köln verzeichnet ca. 16.600 Mitgliedsunternehmen im Kreisgebiet. Etwa 63.000 Menschen sind im Kreis sozialversicherungspflichtig beschäftigt, davon zwei Drittel im Dienstleistungssektor. Rund 28.000 Berufspendler kommen zur Arbeit in den Kreis, während mit 53.000 fast die doppelte Zahl Berufsauspendler eine Arbeitsstelle in den umliegenden Großstädten und Industriegebieten hat. Die Wirtschaftsstruktur hat sich in der Vergangenheit als günstig erwiesen: die Arbeitslosenquote lag im Rheinisch-Bergischen Kreis regelmäßig unter den Durchschnittszahlen für Nordrhein-Westfalen.[16]

Die großen privaten Arbeitgeber konzentrieren sich in drei Städten. Darunter befinden sich der Papierhersteller Zanders, der Lebensmittelhersteller Krüger, die Beteiligungsgesellschaft Indus Holding und das Biotechnologieunternehmen Miltenyi Biotec in Bergisch Gladbach. In Wermelskirchen hat die Baumarktkette Obi ihren Sitz und neben anderen auch der Rollenhersteller Tente seinen Produktionsstandort. Größere Firmen in Burscheid sind Federal-Mogul und Adient. Eine Vielzahl kleiner und mittlerer Firmen hat sich im Technologiezentrum und Technologiepark Bergisch Gladbach-Moitzfeld und im Unternehmenspark an der A1 in Wermelskirchen angesiedelt.

Die Kreissparkasse Köln, an der der Rheinisch-Bergische Kreis beteiligt ist, unterhält zahlreiche Geschäftsstellen in sieben Kommunen.[17] Die Stadt Wermelskirchen besitzt eine eigene Sparkasse mit sieben Geschäftsstellen.[18] Die Zahl der Genossenschaftsbanken ist durch Fusionen auf zwei geschrumpft. Es bestehen noch die VR Bank eG Bergisch Gladbach und die Bensberger Bank. Drei weitere Genossenschaftsbanken aus dem Umland haben Zweigstellen im nördlichen Kreisgebiet. In Rösrath-Forsbach unterhält der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband eine Akademie für die überbetriebliche Aus- und Fortbildung von Bankkaufleuten.[19] Die deutschen Großbanken unterhalten einzelne Filialen in den Städten.

Die Landwirtschaft nutzt etwa 38 Prozent der Fläche im Kreis. Dabei schwankt der Anteil zwischen 23 Prozent in Bergisch Gladbach und etwa 48 Prozent in Burscheid und Kürten.[20] Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen registrierte für 2003 noch 596 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 13.086 Hektar. Die Zahl der Betriebe ist innerhalb von zehn Jahren um 9,7 Prozent gesunken.[21]

Der Wald hat einen Anteil von 36 Prozent am Kreisgebiet. Dabei ist der Anteil in Odenthal mit 44 Prozent und in Rösrath mit 47 Prozent am höchsten.[20] Das größte zusammenhängende Waldgebiet ist der Königsforst. Insgesamt 354,5 km² des Kreises gehören zum Naturpark Bergisches Land. Mehr als 60 Prozent sind Landschaftsschutzgebiet, insbesondere der Bereich um die Große Dhünntalsperre.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreis sind 657 Kraftfahrzeuge je 1.000 Einwohner zugelassen (Stand: 1. Januar 2009). Dies ist die zweithöchste Fahrzeugdichte in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Deutschland insgesamt hat 603 Pkw/1.000 Einwohner.[22] Am 1. Juli 1956 wurde dem Rheinisch-Bergischen Kreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen GL (für die Kreisstadt Bergisch Gladbach) zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Im Norden führt die A1 durch den Rheinisch-Bergischen Kreis mit Anschlussstellen in Burscheid und Wermelskirchen. In Rösrath liegt eine Halbanschlussstelle mit einer Auffahrt zur A3 Richtung Köln und einer Abfahrt aus Köln. Die A4 durchquert den Kreis in Ost-West-Richtung mit Anschlussstellen in Bergisch Gladbach und Overath.

Eisenbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Rösrath an der Oberbergischen Bahn

Der Kreis wird von drei Bahnstrecken erschlossen, auf denen nachfolgende Bahnlinien verkehren:

  • die S 11 auf der Strecke Wuppertal−Düsseldorf−Neuss−Dormagen−Köln−Bergisch Gladbach
  • die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) auf der Strecke Wuppertal−Solingen−Leichlingen−Leverkusen−Köln−Bonn
  • die Oberbergische Bahn (RB 25) auf der Strecke Köln−RösrathOverath−Gummersbach−Meinerzhagen.

Odenthal und Kürten verfügen nicht über einen Bahnanschluss. Auf dem Stadtgebiet von Burscheid und Wermelskirchen gab es bis in die 1990er-Jahre mehrere Bahnhöfe und Haltepunkte an der jetzt stillgelegten Bahnstrecke Remscheid-Lennep–Opladen, volkstümlich als „Balkanexpress“ bezeichnet.

Die Bahnstrecke Köln-Mülheim–Lindlar (östlich von Bergisch Gladbach von der Bevölkerung „Sülztalbahn“ oder „Sülztal-Express“ genannt) führte bis in die 1960er-Jahre über Bergisch Gladbach, Bensberg, Rösrath, Hoffnungsthal und Immekeppel nach Lindlar. Der Streckenabschnitt bis Bensberg wurde bis 1989 noch im Güterverkehr befahren. Heute wird der 1975 elektrifizierte Abschnitt von Köln bis Bergisch Gladbach von der S-Bahn Linie 11 befahren, zwischen Rösrath und Hoffnungsthal verkehrt die Regionalbahn-Linie 25, die übrigen Abschnitte sind stillgelegt und größtenteils abgebaut.

Overath hatte bis 1962 Bahnanschluss aus Richtung Siegburg−Lohmar („Luhmer Grietche“ genannt) im Zuge der Bahnstrecke Siegburg–Olpe (Aggertalbahn), von der heute noch der Abschnitt Overath-Dieringhausen von der RB 25 befahren wird.

Busverkehr und Stadtbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof und Busbahnhof Bergisch Gladbach

Der Busverkehr im Kreis wird von der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG („wupsi“), der Regionalverkehr Köln GmbH und im Nordkreis von der Kraftverkehr Gebr. Wiedenhoff GmbH und der Verkehrsbetrieb Hüttebräucker GmbH bestritten. In weniger frequentierten Relationen wird der Busverkehr durch Sammeltaxi- und AnrufBus-Linien ergänzt. In einigen Orten (Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath und Wermelskirchen) wurde ein Bürgerbus-Angebot eingerichtet. In Bergisch Gladbach sind viele Buslinien des Südkreises und des Nordkreises miteinander und mit der S-Bahn verknüpft.

Die Stadtbahnlinie 1 der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) fährt von Köln über Refrath nach Bensberg.

Alle öffentlichen Verkehrsmittel des Nahverkehrs sind im Rahmen des Tarifs des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) zu benutzen.

Anbindung an die Flughäfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Düsseldorf Airport sorgt im Norden und der Flughafen Köln/Bonn für den südlichen Teil des Kreises für eine optimale Anbindung an weltweite Destinationen.

Schulen und andere Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den acht Kommunen des Kreises gibt es 52 Grundschulen, acht Hauptschulen, elf Realschulen, zehn Gymnasien, ein Wirtschaftsgymnasium, vier Gesamtschulen, drei Sekundarschulen und acht Förderschulen.

Grundschulen, Hauptschulen und Realschulen befinden sich in jeder Gemeinde, Gesamtschulen in Bergisch Gladbach-Paffrath und Kürten. Gymnasien gibt es in den Kommunen außer Burscheid und Kürten, wobei in Kürten die Gesamtschule bis zum Abitur führt. Zu den Schulen zählen das Albertus-Magnus-Gymnasium Bensberg und das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium Bergisch Gladbach.

Die Förderschulen, einige davon Einrichtungen des Landschaftsverbandes Rheinland, verteilen sich auf Bergisch Gladbach, Kürten, Leichlingen, Rösrath und Wermelskirchen.

Berufskollegs gibt es zentral in Bergisch Gladbach und Wermelskirchen. Seit 2007 wird in Bergisch Gladbach zusätzlich ein Wirtschaftsgymnasium aufgebaut.

Die drei Volkshochschulen werden jeweils von zwei oder drei Kommunen gemeinsam unterhalten,

  • in Bergisch Gladbach für die Kreisstadt und die Gemeinden Kürten und Odenthal
  • in Overath und Rösrath
  • in Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen (VHS Bergisch Land).

Eigene Musikschulen existieren in Bergisch Gladbach, Wermelskirchen und natürlich in der Musikstadt Burscheid.

In Bergisch Gladbach hat die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) eine Niederlassung. Außerdem gibt es hier das Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe (bib), bei dem sich die Schüler mit ihrer Aus- und Weiterbildung beschäftigen können.

Im Bergisch Gladbacher Stadtteil Refrath besteht eine freie Waldorfschule mit der Möglichkeit, das Abitur zu machen.

Im Bergisch Gladbacher Stadion an der Paffrather Straße unterhält der Rheinische Turnerbund seine Landesturnschule.

Zahlreiche private Träger bieten kurzzeitige Bildungsmaßnahmen auf lokaler oder regionaler Ebene für die allgemeine und berufliche Weiterbildung an.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kultur- und Wirtschaftsgeschichte wird in einigen Museen dargestellt, siehe Liste der Museen im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Rheinisch-Bergischer Kalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rheinisch-Bergische Kalender ist das Jahrbuch des Bergischen Landes. Er erscheint meist gegen Ende September oder Anfang Oktober und gibt facettenreiche Einblicke in die Region.[23]

Kultur-Scouts Bergisches Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kultur-Scouts Bergisches Land ist ein Angebot für Schüler der Sekundarstufe 1. Die Jugendlichen können zweimal jährlich bei dem Projekt die Kulturangebote in der Region erkunden. Die Programme in den Institutionen sind auf den Lehrplan abgestimmt. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt von sechs Städten und Kreisen der Region.  Inzwischen sind 26 Kulturorte dabei.[24]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Schneeloch, 2005

Im Kreis werden zahlreiche Sportarten ausgeübt, sei es drinnen oder draußen. Im Kreissportbund sind die acht Stadt- und Gemeindesportverbände zusammengeschlossen. Die Verbände vertreten etwa 260 Vereine mit rund 72.000 Mitgliedern. Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit liegt beim Breitensport.

Der Kreissportbund ist Mitglied im Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) und dieser dann im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Sportliche Aktivitäten finden auch außerhalb der Vereine statt wie Joggen oder Nordic Walking. Zum Wandern, Reiten oder Golf spielen kommen zahlreiche Menschen aus den benachbarten Großstädten. Für Mountainbiker bietet der Rheinisch-Bergische Kreis hervorragende Bedingungen und die hier ansässigen Mountainbike Schulen stehen mit Rat und Tat zur Seite.

In Bergisch Gladbach-Bensberg lebt Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und seit 2006 Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), wo er für die Bereiche Breitensport und Sportentwicklung zuständig ist.[25]

Prominente aktive oder ehemalige Sportler mit einer persönlichen Bindung an den Rheinisch-Bergischen Kreis sind in den einzelnen Stadt- und Gemeindeartikeln aufgeführt und in der Kategorie:Person (Rheinisch-Bergischer Kreis).

Justiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreis sind zwei Gerichte der Ordentlichen Gerichtsbarkeit ansässig [26]

Burscheid und Leichlingen gehören zum Bezirk des Amtsgerichtes Leverkusen.[29]

Den Amtsgerichten übergeordnet sind das Landgericht Köln und das Oberlandesgericht Köln.

Für besondere Gerichtsverfahren zuständig sind das Verwaltungsgericht Köln, das Finanzgericht Köln und das Sozialgericht Köln.

Bei Streitigkeiten aus Arbeitsverhältnissen ist das Arbeitsgericht Köln zuständig für Bergisch Gladbach, Kürten, Odenthal, Overath und Rösrath, das Arbeitsgericht Solingen für Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen.

Ermittlungs- und Anklagebehörde für den gesamten Kreis ist die Staatsanwaltschaft Köln.

Im Kreisgebiet befindet sich keine Justizvollzugsanstalt und keine Jugendarrestanstalt.

Veranstaltungen und Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Expedition Heimat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Expedition Heimat ist eine Aktion des Kreises, seiner Kommunen sowie verschiedener öffentlicher und privater Einrichtungen. Sie bietet die Möglichkeit, einige Facetten des Rheinisch-Bergischen Kreises näher kennenzulernen. In jeder der acht Städte und Gemeinden finden Teilaktionen unter einem eigenen Thema statt. Zu einigen Programmen gehören auch geführte Wanderungen. Diese Kulturaktion ist eingebettet in den europaweiten Tag des offenen Denkmals.[30]

Expedition Heimat hat ab 2017 eine neue Ausrichtung: Expedition Heimat 2.0. Dabei konzentriert man sich gezielt auf einen Veranstaltungsort in einer Kommune, um ein Thema, welches in den vergangenen Jahren nur gestreift wurde, tiefergehend zu beleuchten. Von 2008 bis 2015 fanden in allen acht Kommunen an einem Tag parallel zahlreiche Veranstaltungen, wie Führungen, Vorträge und Exkursionen statt.

Hauptartikel: Expedition Heimat

unverDHÜNNt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

unverDHÜNNt ist ein Aktionstag rund um die große Dhünn-Talsperre, der seit 2007 alle drei Jahre stattfindet. Das Projekt ist eine Kooperation vom Wupperverband, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und von :aqualon e. V. Dabei können Besucher die Große Dhünn-Talsperre erkunden und an vielen Aktionen rund um das Thema Wasser teilnehmen. Ziel ist, die Menschen für die Natur und den Trinkwasserschutz zu sensibilisieren.[31]

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kreisgebiet ist mit einer beachtlichen Zahl von Naturschutzgebieten überzogen.

Forum Ostwest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FORUM OSTWEST Kulturprojekte mit Polen + seinen Nachbarn ist eine Veranstaltungsreihe des Rheinisch-Bergischen Kreises, die seit 1992 durchgeführt wird.

Der Rheinisch-Bergische Kreis und seine Partner laden Künstler, Wissenschaftler und Politiker aus Polen und seinen Nachbarländern zu Konzerten, Ausstellungen, Diskussionen, Workshops und anderen Veranstaltungen ein. Gleichzeitig soll dadurch der Dialog zwischen Künstlern aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und aus Osteuropa gefördert werden. Das FORUM OSTWEST spricht durch sein breites Spektrum das unterschiedlichste Publikum an.

Hauptartikel: Forum Ostwest

Ehrung verdienter Bürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich zeichnet der Rheinisch-Bergische Kreis maximal 25 Bürger mit der goldenen Ehrennadel aus, die sich ehrenamtlich im sozialen Bereich, in der Jugendförderung oder in der Kulturpflege besonders engagiert haben. Vorschläge dazu können beim Kreis von allen Bürgern eingereicht werden.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Rheinisch-Bergischen Kreis wurde das bis heute gültige Kfz-Kennzeichen GL, das für die Kreisstadt Bergisch Gladbach steht, zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  3. Georg Geist: Ein Jubiläumsjahr für Rösrath. In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1993, Joh. Heider Verlag, Bergisch Gladbach ISBN 3-87314-272-4.
  4. Karl Hermes, Heinrich Müller-Miny: Der Rheinisch-Bergische Kreis. In: Zentralausschuß für deutsche Landeskunde (Hrsg.): Die deutschen Landkreise. Band 8. Wilhelm Stollfuss, Bonn 1974, S. 107.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 302 f.
  6. Erich Weihrauch: "Aus" für den Rhein-Wupper-Kreis.In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1976, S. 8–10
  7. Erich Weihrauch: Das nördliche Kreisgebiet und seine Vorläufer In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1982, S. 58–62
  8. Horst Schmitz: Das südliche Kreisgebiet und seine Vorläufer. In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1982, S. 62–65
  9. Politik für einen neuen Kreis.In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1976, S. 6–7
  10. Landesdatenbank NRW, Statistik 12411-10ir
  11. Kreis in Zahlen – Rheinisch-Bergischer Kreis. Abgerufen am 10. August 2017 (deutsch).
  12. Wahl zum Deutschen Bundestag / Wahl des/der Landrats/Landrätin 2017 im Rheinisch-Bergischen Kreis - Übersicht, auf wahlen.citcomm.de. Abgerufen am 8. Oktober 2017
  13. Notiz auf der Website des Cumbria County Council vom 18. Oktober 2004 (PDF-Datei in Englisch) (Memento vom 25. Juli 2009 im Internet Archive)
  14. Rheinisch-Bergischer Kreis: Strategieprozess RBK 2020 (Memento vom 9. Juni 2009 im Internet Archive) Zugriff 7. Juni 2008
  15. RBK 2020 – Rheinisch-Bergischer Kreis. Abgerufen am 7. August 2017 (deutsch).
  16. Rheinisch-Bergischer Kreis: Zahlen, Daten, Fakten: Arbeitsmarktentwicklung (Memento vom 26. Juni 2009 im Internet Archive)
  17. Kreissparkasse Köln: Geschäftsstellen
  18. Sparkasse Wermelskirchen (Memento vom 23. Juni 2009 im Internet Archive)
  19. Genossenschaftsakademie
  20. a b Rheinisch-Bergischer Kreis: Zahlen, Daten, Fakten: Flächennutzung (Memento vom 26. Juni 2009 im Internet Archive)
  21. Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
  22. Der Kreis in Zahlen in: Kölner Stadt-Anzeiger vom 28. Oktober 2009, S. 40
  23. Rheinisch-Bergischer Kalender – Rheinisch-Bergischer Kreis. Abgerufen am 10. August 2017 (deutsch).
  24. Kulturscouts – Rheinisch-Bergischer Kreis. Abgerufen am 10. August 2017 (deutsch).
  25. Das Präsidium des DOSB Zugriff 18. April 2008
  26. Adressen der Justizeinrichtungen (Memento vom 25. Mai 2009 im Internet Archive)
  27. Amtsgericht Bergisch Gladbach
  28. Angaben zum Amtsgericht Wermelskirchen
  29. Amtsgericht Leverkusen
  30. Expedition Heimat auf der Webseite des Kreises (Memento vom 31. Mai 2009 im Internet Archive) Zugriff 29. August 2008
  31. unverDHÜNNt – Rheinisch-Bergischer Kreis. Abgerufen am 10. August 2017 (deutsch).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rheinisch-Bergischer Kalender Jahrbuch für das Bergische Land
  • Lydia Kieven: Kulturführer Rheinisch-Bergischer Kreis. Heider Verlag, Bergisch Gladbach 1998, ISBN 3-87314-334-8.
  • Rheinisch-Bergischer Kreis (Hrsg.): Der Rheinisch-Bergische Kreis. Phil Baltin, Gevelsberg 1978 (Geschichte, Kultur, zahlreiche Firmenporträts).
  • Werner Honig, Thomas Jahn: Rheinisch-Bergisches Mosaik. Gustav Lübbe, Bergisch Gladbach 1981, ISBN 3-7857-0293-0 (Bildband).
  • Verlag Kommunikation und Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung, Red.: Birgit Bär (Hrsg.): Rheinisch-Bergischer Kreis. 1. Auflage. Kommunikation und Wirtschaft, Oldenburg (Oldb) 2000, ISBN 3-88363-190-6.
  • Karl Hermes, Heinrich Müller-Miny: Der Rheinisch-Bergische Kreis. In: Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen – Landesplanungsbehörde – Zentralausschuss für deutsche Landeskunde (Hrsg.): Die Deutschen Landkreise Handbuch für Verwaltung, Wirtschaft und Kultur. Wilhelm Stollfuss, Bonn 1974.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rheinisch-Bergischer Kreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien