Rheinpark Stadion Vaduz

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Rheinpark Stadion Vaduz
Die Haupttribüne des Stadions
Die Haupttribüne des Stadions
Daten
Ort LiechtensteinLiechtenstein Vaduz, Liechtenstein
Koordinaten 757132 / 223107Koordinaten: 47° 8′ 25″ N, 9° 30′ 37″ O; CH1903: 757132 / 223107
Eigentümer Gemeinde Vaduz
Eröffnung 31. Juli 1998
Erstes Spiel FC Vaduz – 1. FC Kaiserslautern 0:8
Renovierungen 2006
Oberfläche Naturrasen
Kosten ca. 19 Mio. CHF
Architekt Edgar Hasler
Kapazität 7'838 Plätze
Kapazität (internat.) 6'127 Plätze
Spielfläche 105 m × 68 m
Verein(e)
Veranstaltungen
Gegentribüne (2005)

Das Rheinpark Stadion in Vaduz ist das einzige für internationale Spiele zugelassene Fussballstadion im Fürstentum Liechtenstein. Es ist der Spielort für die Heimspiele des FC Vaduz (Challenge League) und das Nationalstadion der Liechtensteiner Fussballnationalmannschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadion wurde vom Fürstentum mitfinanziert und gehört der Gemeinde Vaduz. Es liegt unmittelbar am rechten Rheinufer und somit an der Landesgrenze zur Schweiz. Die Anfahrt erfolgt über eine Abfahrt der Schweizer Autobahn A13. Das Stadion bot bei der Eröffnung Platz für 4'500 Zuschauer, davon 3'500 auf gedeckten Sitzplätzen. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte es am 31. Juli 1998 eröffnet werden. Das Eröffnungsspiel bestritt der damalige liechtensteinische Pokalsieger FC Vaduz gegen den damaligen deutschen Meister 1. FC Kaiserslautern (0:8). Im Jahr 2006 wurde das Rheinpark Stadion mit zwei neuen, überdachten Tribünen im Süden und Norden erweitert, so dass das Stadion nun Platz für 7'838 Zuschauer bietet (davon 4'184 Stehplätze; alle überdacht). Werden die Nord- und die Südtribüne als Sitzplatztribünen genutzt, fasst das Stadion 6'127 Zuschauer.

Nachdem der FC Vaduz in der Saison 2008/09 in die Axpo Super League aufgestiegen war, gab es Überlegungen, das Stadion auf über 8'000 Sitzplätze zu erweitern, um den neuen Infrastruktur-Lizenzanforderungen der Swiss Football League nachzukommen. Eine Erweiterung des Rheinparkstadions ist allerdings im Moment auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der Bau des Stadions wurde notwendig, weil der Fussball-Weltverband FIFA und der europäische Verband UEFA damit drohten, in Liechtenstein keine Europapokal- und Länderspiele mehr zuzulassen, wenn das Land nicht eine moderne Spielstätte nach internationalen Normen zu Verfügung stelle. In Liechtenstein wird keine eigene Meisterschaft ausgespielt, aber ein Pokalwettbewerb veranstaltet. Dessen Seriensieger FC Vaduz ist deshalb fast jedes Jahr in der Europa League vertreten. Die Nationalmannschaft war bisher in keinem grossen Wettbewerb wie der Welt- oder Europameisterschaft vertreten, wohl aber in den Qualifikationen dazu.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausser Fussball dient das Stadion auch anderen sportlichen und nichtsportlichen Veranstaltungen.

Am 24. Mai 1999 fand im Rheinpark Stadion die Eröffnung der 8. Europäischen Kleinstaatenspiele (Lie-Games) statt, der «Olympischen Spiele der Kleinstaaten».

Im Juli 2003 fand die Endrunde der U-19-Fussball-Europameisterschaft in Liechtenstein statt, wobei die Halbfinalspiele und das Finale im Rheinparkstadion gespielt wurden.

Am 18. Juni 2007 trat der deutsche Musiker Herbert Grönemeyer im Rheinpark Stadion anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums des FC Vaduz auf.

Im Mai 2010 war das Stadion Austragungsort verschiedener Spiele der U-17-Fussball-Europameisterschaft 2010, unter anderem wurde hier das Endspiel ausgetragen.

Am 30. Mai 2011 diente das Rheinpark Stadion wieder als Austragungsort für die Eröffnungsfeier der 14. Europäischen Kleinstaatenspiele (Lie-Games), die zum zweiten Mal in Liechtenstein ausgetragen wurden.

Am 21. Juli 2012 fand der Eurobowl XXVI im Rheinpark Stadion, zwischen den Calanda Broncos und den Vienna Vikings, statt. Die Schweizer siegten mit 27:14.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rheinpark-Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien