Rheinsberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rheinsberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rheinsberg
Rheinsberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rheinsberg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 6′ N, 12° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 328,22 km²
Einwohner: 8153 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 16818 (Basdorf, Braunsberg),
16831 (Großzerlang, Heinrichsdorf, Kleinzerlang, Linow, Rheinsberg, Schwanow, Zechlinerhütte, Zechow, Zühlen),
16835 (Dierberg),
16837 (Alt Lutterow, Dorf Zechlin, Flecken Zechlin, Kagar, Luhme, Neu Lutterow, Wallitz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 033931 (Rheinsberg), 033921 (Kleinzerlang)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 353
Stadtgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Seestraße 21
16831 Rheinsberg
Webpräsenz: www.rheinsberg.de
Bürgermeister: Jan-Pieter Rau (CDU)
Lage der Stadt Rheinsberg im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/Dosse Heiligengrabe Rheinsberg Neuruppin Lindow (Mark) Vielitzsee Herzberg (Mark) Rüthnick Fehrbellin Kyritz Breddin Stüdenitz-Schönermark Zernitz-Lohm Neustadt (Dosse) Sieversdorf-Hohenofen Dreetz Walsleben Dabergotz Storbeck-Frankendorf Temnitzquell Temnitztal Märkisch Linden Wusterhausen/Dosse Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Rheinsberg ist eine Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg am Rhin. Der Hauptort und die Ortsteile Kleinzerlang und Flecken Zechlin sind „Staatlich anerkannte Erholungsorte“. Rheinsberg gehört zu den nach Fläche größten Gemeinden Deutschlands.

Berühmt wurde Rheinsberg durch das Buch Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte von Kurt Tucholsky und durch die Erwähnung in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg von Theodor Fontane.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinsberg gehört zum Ruppiner Land. Es liegt im Rheinsberger Seengebiet, dem südwestlichen Teil des Neustrelitzer Kleinseenlandes, zwischen vielen großen und kleinen Seen (der Hauptort am Grienericksee) und in einer abwechslungsreichen, hügeligen Waldlandschaft. Südlich von Rheinsberg schließt sich die Ruppiner Schweiz an, im Westen erstreckt sich die übrige Wittstock-Ruppiner Heide, die teilweise als Truppenübungsplatz Wittstock militärisch genutzt wurde.

Evangelische Kirche St. Laurentius in Rheinsberg, im Vordergrund der Marktplatz mit dem Gedenkstein für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Gutshaus am Haussee in Wittwien
Spritzenhaus in Heinrichsdorf

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Rheinsberg besteht aus 17 Ortsteilen, dazu kommt eine Reihe weiterer Gemeindeteile und Wohnplätze:[2]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basdorf, Braunsberg, Dierberg, Dorf Zechlin, Flecken Zechlin, Großzerlang, Heinrichsdorf, Kagar, Kleinzerlang, Linow, Luhme, Rheinsberg, Schwanow, Wallitz, Zechlinerhütte, Zechow, Zühlen.

Bewohnte Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adamswalde, Alt Lutterow, Beckersmühle, Beerenbusch, Charlottenau, Feldgrieben, Heimland, Heinrichsfelde, Hohenelse, Kolonie, Köpernitz, Köpernitzer Mühle, Linowsee, Lotharhof, Möckern, Neu Lutterow, Neuköpernitz, Neumühl, Paulshorst, Prebelow, Repente, Rheinshagen, Schlaborn, Uhlenberge, Warenthin, Wittwien.

Wohnplätze und sonstige Siedlungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berkholzofen, Boberow, Grüne Hütte, Pariser Eiche, Schleuse Wolfsbruch.

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinsberg erhielt nach verbreiteter Meinung seinen Namen von Siedlern aus dem Niederrheingebiet im Zuge der Ostkolonisation im 12. Jahrhundert. Eine eigenständige germanische Bildung vom selben Wortstamm für „rinnen, fließen“ kann aber nicht ausgeschlossen werden. Obwohl die Umgebung des Flusses einige Jahrhunderte lang von Slawen besiedelt war, ist ein slawischer Name nicht überliefert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend um Rheinsberg war schon sehr früh besiedelt. Siedlungsreste wurden auf der Insel Remus im Rheinsberger See gefunden. 1524 kam Rheinsberg mit der Herrschaft Ruppin an die Mark Brandenburg. Rheinsberg ist untrennbar mit dem Schloss Rheinsberg und dem Herrschergeschlecht der Hohenzollern verbunden. Seit dem Erwerb Rheinsbergs durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I. und nach dem Brand der Stadt im Jahr 1740 wurden Stadt und Schloss (ursprünglich ein Renaissancebau von 1566) von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff wieder aufgebaut. Das Residenzschloss von Friedrich dem Großen gilt als Musterbau des friderizianischen Rokokos und diente als Vorlage für Potsdam-Sanssouci. In der hiesigen kronprinzlichen Kapelle wirkte Carl Philipp Emanuel Bach als Kammercembalist von Friedrich II. Durch den Um- und Ausbau des Schlosses entwickelte sich Rheinsberg immer mehr zu einer kleinen barocken Residenzstadt.

Im Jahr 1762 wurde eine Steingutmanufaktur gegründet, die bald zu den größten in Preußen gehörte.

Nachdem Friedrich II. König wurde, trat er das Anwesen an seinen Bruder Heinrich ab, der das Schloss bis zu seinem Tode (1802) bewohnte und weiter erweitern und umbauen ließ.

1966 wurde nahe Rheinsberg am Großen Stechlinsee das Kernkraftwerk Rheinsberg in Betrieb genommen. Es prägte bis zu seiner Abschaltung 1990 die Stadt als größter Arbeitgeber.

Die Gemeinden Basdorf, Braunsberg, Dierberg, Dorf Zechlin, Flecken Zechlin, Großzerlang, Heinrichsdorf, Kagar, Kleinzerlang, Linow, Luhme (mit dem am 1. Juli 1950 eingemeindeten Ort Repente),[3] Schwanow, Wallitz, Zechlinerhütte, Zechow und Zühlen wurden am 26. Oktober 2003 eingegliedert.[4]

Rheinsberg (seit 1968), Kleinzerlang (seit 2004) und Flecken Zechlin (seit 2011) sind staatlich anerkannte Erholungsorte.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 2 251
1890 2 437
1910 2 991
1925 3 269
1933 3 343
1939 3 722
1946 4 215
1950 4 125
1964 5 271
1971 5 572
Jahr Einwohner
1981 5 366
1985 5 373
1989 5 442
1990 5 514
1991 5 394
1992 5 344
1993 5 317
1994 5 282
1995 5 274
1996 5 242
Jahr Einwohner
1997 5 289
1998 5 214
1999 5 209
2000 5 153
2001 5 103
2002 5 079
2003 9 198
2004 9 085
2005 9 005
2006 8 889
Jahr Einwohner
2007 8 814
2008 8 705
2009 8 579
2010 8 466
2011 8 254
2012 8 179
2013 8 120
2014 8 029

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 51,3 %
 %
40
30
20
10
0
35,2 %
23,9 %
19,5 %
11,9 %
5,7 %
2,6 %
1,3 %
ZL e
WG-KBV g
Anmerkungen:
b Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen
e Zechliner Liste
g Wählergruppe des Kreisbauernverbandes Ostprignitz-Ruppin
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Die Stadtverordnetenversammlung hat außer dem hauptamtlichen Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) derzeit 18 Mitglieder. Diese teilen sich nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wie folgt auf die Parteien und Gruppierungen auf:[7]

Partei/Gruppierung Sitze
SPD 6
BVB/Freie Wähler 4
CDU 4
LINKE 2
Zechliner Liste (ZL) 1
FDP 1

Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung ist Walter Luy (CDU).[8]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(ohne kommissarische)[9]:

  • 1731 Adolf von Kröcher
  • 1747 Mundt
  • 1776 Anton J. H. Hinten
  • 1802 Heinrich E. Richard
  • 1810 Le Beauld de Nans
  • 1811 Johann F. Cämmerer
  • 1816 Ludwig H. Betzien
  • 1819 Heinrich E. Richard
  • 1830 Ludwig Ch. Ph. Zarnack
  • 1840 Karl L. a. Hoppe
  • 1848 Heinrich F. Illiger
  • 1854 Carl F. E. H. Steinhausen
  • 1857 Rathsack
  • 1872 Laser
  • 1874 Ewald Puhlmann
  • 1876 Dr. Fritz Goetsch
  • 1880 Fritz Dümichen
  • 1884 Stromeyer
  • 1897 Henke
  • 1903 Richard Busch
  • 1919 Poppe
  • 1922 Hermann Selbach
  • 1930 Dr. Walter Leibel
  • 1938 Fritz Ostwald
  • 1945 Koch (bis 10.05.)
  • 1945 Hans Sieg
  • 1948 Dr. Haagen
  • 1950 Bogel
  • 1951 Werner Hoffmann
  • 1953 Erich Murawski
  • 1957 Guse
  • 1958 Kurt Schöppscheck
  • 1965 Hans Wieck
  • 1977 Hanna Schiemann
  • 1980 Dr. Peter Ortmann
  • 1989 Detlef Hohlfeldt
  • 1990 Manfred Richter (SPD)
  • 2010 Jan-Pieter Rau (CDU)

Rau wurde in der Bürgermeisterwahl am 10. Januar 2010 mit 66,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Im rot-silbern gespaltenen Schild ein Adler in verwechselten Farben, belegt mit einem silbern-schwarz gevierten Herzschild.“[11]

Das Wappen wurde am 11. August 1994 und noch einmal am 4. März 2004 genehmigt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinsberg unterhält Partnerschaften zu Ascheberg in Nordrhein-Westfalen seit 1991, Fangasso in Mali seit 1994, Huber Heights in den USA seit 1995, Mariefred in Schweden seit 1994 und Toftlund in Dänemark seit 1995.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Rheinsberg stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Stadtschreiber zu Rheinsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt vergibt seit 1995 im Gedenken an Kurt Tucholsky jährlich zwei fünfmonatige Stipendien in Höhe von 5.000 Euro für ihre Stadtschreiber. Es ist verbunden mit der freien Unterkunft in der Rheinsberger Stadtschreiberwohnung im Marstall des Schlosses. Wie sich die Stadt Rheinsberg „in besonderer Weise dem Werk des großen Humanisten verpflichtet“ hat, wird von den Stadtschreibern erwartet, „daß auch sie sich dem demokratischen Vermächtnis Tucholskys verpflichtet [fühlen]“ (Richtlinien für die Vergabe des Stipendiums "Stadtschreiber zu Rheinsberg"[12]). Ausdrücklich sollen auch „nicht-deutsche Autoren [gefördert werden], die in Deutschland im Exil leben“.

Preisträger bisher waren:

Konzerthaus Rheinsberg

Musik und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinsberg hat eine lange kulturelle Tradition. Sie geht schon auf den damaligen Kronprinzen Friedrich zurück, der um sich bildende Künstler und Musiker versammelte.

  • Seit 1948 gibt es – mit einigen Jahren Unterbrechung – die Rheinsberger Musiktage, die jährlich zu Pfingsten veranstaltet werden.
  • Die Kammeroper Schloss Rheinsberg ist ein vom Komponisten Siegfried Matthus initiiertes und geleitetes internationales Opernfestival, in dem jungen aufstrebenden Künstlern im Ergebnis eines Vorsingewettbewerbes die Möglichkeit eingeräumt wird, unter Anleitung bedeutender Mentoren Opernpartien einzustudieren und diese auch aufzuführen. Dieses Festival findet seit 1991 jährlich in den Monaten Juli/August statt. Open-Air Aufführungsorte sind das Heckentheater im Schlosspark und der Schlosshof.
  • Die Musikakademie Rheinsberg wurde 1991 auf Initiative von Siegfried Matthus als Projekt des Kunst- und Kulturvereins Rheinsberg gegründet und besteht weiter als Bundes- und Landesakademie. Sie ist als Arbeits-, Fortbildungs- und Begegnungsstätte für professionelle und Laienmusiker gemäß dem Brandenburgischen Weiterbildungsgesetz anerkannt, Mitglied im Arbeitskreis Musikalischer Bildungsstätten Deutschlands und ist förderungsfähig als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII. Schüler und Studenten, Laien und Profis proben das ganze Jahr in den Räumlichkeiten des Kavalierhauses und geben Konzerte im Spiegelsaal des Schlosses sowie seit 2000 auch im Schlosstheater.
  • Die Brandenburgische Sommerkonzerte gastieren jährlich in Rheinsberg, meist in der Laurentiuskirche.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tucholskys Schreibtisch aus der Villa Nedsjölund in Hindås (Schweden) im Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum
Denkmal des Kronprinzen Friedrich vor dem Schloss Rheinsberg von Gottlieb Elster (1903)
Grab des Prinzen Heinrich im Schlosspark von Rheinsberg
  • Schloss Rheinsberg: Von 1734 bis 1739 umgebaut von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, von 1736 bis 1740 Wohnsitz von Kronprinz Friedrich (dem späteren König Friedrich II. von Preußen), sowie dessen Bruder Heinrich Prinz von Preußen (1726–1802). In der DDR-Zeit Diabetiker-Klinik, jetzt Museum und Kurt Tucholsky Literaturmuseum.
  • Das Keramikmuseum Rheinsberg zeigt die geschichtliche Entwicklung von Dekor und Form der Rheinsberger Keramik seit 1762.
  • Das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum dokumentiert das literarische Schaffen des Schriftstellers Kurt Tucholsky. Das Archiv wird durch ständig wechselnde Ausstellungen, Vorträge und Lesungen ergänzt. Das Kurt Tucholsky Literaturmuseum wurde in das „Blaubuch“ der Bundesregierung als ein „kultureller Gedächtnisort“ mit besonderer nationaler Bedeutung aufgenommen.
  • Im ehemaligen Lokschuppen des Bahnhofs betreibt die Arbeitsgemeinschaft Rheinsberger Bahnhof ein kleines Eisenbahnmuseum.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Rheinsberg
  • Evangelische Kirche St. Laurentius aus dem 13. Jahrhundert mit Renaissance-Ausstattung
  • Im ehemaligen Kavalierhaus ist seit 1991 die Bundes- und Landesmusikakademie untergebracht, welche das Schlosstheater betreibt
  • Alfred Wegener-Gedenkstätte (Polarforschung) in Zechlinerhütte, 5 km nördlich von Rheinsberg.
  • Postmeilensäule aus dem 18. Jahrhundert
  • Wartturm aus dem 18. Jahrhundert; erbaut zur Zeit Prinz Heinrichs
  • Todesmarsch-Tafel von 1976 im Ortszentrum von Flecken Zechlin zur Erinnerung an die im April 1945 umgekommenen Häftlinge des KZ Sachsenhausen
  • Gedenkstein an sieben Todesopfer von KZ-Häftlingen auf dem Friedhof des Ortsteils Flecken Zechlin an der Hugo-von Graevenitz-Straße
  • Grabstein am Südrand des Friedhofes im Ortsteil Linow zum Gedenken an die 15 KZ-Häftlinge, die den Todesmarsch im April 1945 nicht überlebten
  • Ehrengrabanlage auf dem Städtischen Friedhof Rheinsberg an der Schlossstraße für umgekommene Häftlinge des Todesmarsches
  • Gedenkstein für die Toten der Kriege auf dem Städtischen Friedhof Rheinsberg
  • Bahnhof Rheinsberg (Mark) und Bahnanlagen

Kunst- und Kulturverein Rheinsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1990 gegründete Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e. V. (KuK) will die barocke Residenzstadt und die Schlossanlage einschließlich Schlosstheater, Kavaliershaus und Schlosspark als Kulturdenkmal von historischem Rang erhalten und als künstlerisch-kulturelles Zentrum in der Mark Brandenburg weiterentwickeln.

Der Verein fördert die Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Musikakademie Rheinsberg, ist in beiden GmbH Gesellschafter und arbeitet in diesen Gremien mit.

Weitere Arbeitsziele sind die Förderung des Schlossmuseums und des Parks, des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums und der Galerie für Bildende Kunst, der Bibliothek sowie der „Langen Nacht der Künste“ und die Durchführung des „Fridericianischen Symposions“. Das Fridericianische Symposion wurde von Jürgen Ziechmann 1991 gegründet und findet jährlich am zweiten Wochenende im Mai statt.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einmal jährlich finden die deutschlandweiten bzw. internationalen Tanzturniere, die International German Classics / die Deutschen Meisterschaften / der Deutschlandpokal im Rollstuhltanz, vom National Paralympic Committee Germany ausgerichtet, statt.[13]
  • Regelmäßig finden die Wettkämpfe um den Deutschlandpokal im Rollstuhltischtennis[14] und Wettkämpfe im Rollstuhlrugby statt[15].
  • Seit 1994 stellen jährlich internationale Keramikkünstler ihre Waren am zweiten Oktoberwochenende auf dem „Rheinsberger Töpfermarkt“ aus.[16] Seit 2007 findet im Frühjahr der „Kunsthandwerkermarkt“ statt, bei dem neben Keramikwaren auch andere handwerkliche Produkte präsentiert werden.
  • Zum 100-Jährigen Jubiläum des Bahnhofs, 1999, fand das erste Rheinsberger Bahnhoffest statt, das seitdem jährlich durchgeführt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienen- und Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Kernkraftwerk führendes Bahngleis bei Beerenbusch

Rheinsberg hat seit 1899 einen Bahnhof an der Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn. Neben den Regionalzügen nach Löwenberg (Mark) gibt es von April bis Oktober täglich zwei (samstags drei) durchgehende Zugfahrten bis Berlin-Gesundbrunnen. Die erste Fahrt von Berlin beginnt am Bahnhof Berlin-Lichtenberg und der letzte Zug von Rheinsberg fährt auch wieder bis dort zurück. Während der Wintermonate gibt es auf der Verbindung nach Löwenberg (Mark) keinen Zugverkehr. Zwischen 1928 und 1945 gab es zudem eine Fortsetzung der Strecke bis Flecken Zechlin sowie von 1958 bis 1996 zum Kernkraftwerk am Großen Stechlinsee.

Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft organisiert den Busverkehr in Rheinsberg.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinsberg liegt an der Bundesstraße 122 von Alt Ruppin nach Wesenberg. Über Landesstraßen ist Rheinsberg verbunden mit den Nachbargemeinden Neuruppin, Wittstock/Dosse, Gransee und Fürstenberg/Havel. Bei Wittstock und Neuruppin liegen die nächstgelegenen Autobahnanschlüsse zur Bundesautobahn 24.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[17] 4 878 4 874 4 863 4 862 4 885 4 811 4 691 4 683
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 553 560 567 574 592 588 578 583

Wasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Wasserweg ist der Rheinsberger See nach Norden mit der Mecklenburgische Seenplatte schiffbar verbunden. Die Verbindung nach Süden über den Rhin zum Ruppiner See ist auf kleine Wasserfahrzeuge und zeitlich beschränkt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hafendorf

Bedingt durch das Schloss und die reizvolle Umgebung spielt der Tourismus vor allem als Naherholungsgebiet im Einzugsbereich von Berlin eine übergeordnete Rolle. Zur Erschließung trägt unter anderem das „Hafendorf Rheinsberg“ mit Wasserwanderrastplatz am Rheinsberger See und das barrierefreie[18] Hotel HausRheinsberg der gemeinnützigen Fürst-Donnersmarck-Stiftung (Berlin) am Grienericksee bei.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Dr. Salvador Allende, Rheinsberg
  • Heinrich-Rau-Schule Rheinsberg (Oberschule)
  • Grundschule Flecken Zechlin

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die im Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rheinsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 22–25
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. a b Wahlergebnis auf dem Internetauftritt der Stadt Rheinsberg
  8. Übersicht der Abgeordneten im Bürgerinformationssystem Übersicht im Rheinsberger Mosaik Heft 17, Winter 2010 Seite 11. Zuletzt gesehen am 15. August 2014.
  9. Bürgermeister von Rheinsberg Zuletzt gesehen am 15. August 2014
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 10. Januar 2010
  11. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  12. Stadtschreiber zu Rheinsberg auf den Seiten des Tucholsky-Museums in Rheinsberg
  13. International German Classics mit Finals in den lateinamerikanischen Tänzen abgerufen am 4. Dezember 2011
  14. rheinsberger-tt-pokal abgerufen am 22.Januar 2012
  15. Rollstuhl-Rugby abgerufen am 9. Februar 2012
  16. Jahrmärkte in Deutschland: Rheinsberger Töpfermarkt (Altstadtfest).
  17. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3
  18. HausRheinsberg (Memento vom 3. September 2012 im Internet Archive) auf wheelmap.org, abgerufen am 22. Januar 2012/
  19. Jens Blankennagel: Geschmacklos, aber gut. Berliner Zeitung, 17. März 2012, abgerufen am 25. November 2015.
  20. Bio-Wasser in der Rheinsberger Preussenquelle. 2. Februar 2016, abgerufen am 2. Februar 2016.