Rheinstetten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rheinstetten
Rheinstetten
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rheinstetten hervorgehoben
Koordinaten: 48° 58′ N, 8° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 116 m ü. NHN
Fläche: 32,31 km²
Einwohner: 20.279 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 628 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 76276–76287
Vorwahlen: 07242 und 0721Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 108
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rappenwörthstraße 49
76287 Rheinstetten
Webpräsenz: www.rheinstetten.de
Oberbürgermeister: Sebastian Schrempp (CDU)
Lage der Stadt Rheinstetten im Landkreis Karlsruhe
Karlsdorf-Neuthard Malsch (Landkreis Karlsruhe) Malsch (Landkreis Karlsruhe) Bretten Bruchsal Bruchsal Ettlingen Forst (Baden) Gondelsheim Hambrücken Kronau Kürnbach Marxzell Oberderdingen Östringen Philippsburg Sulzfeld (Baden) Ubstadt-Weiher Walzbachtal Weingarten (Baden) Zaisenhausen Karlsbad (Baden) Kraichtal Graben-Neudorf Bad Schönborn Pfinztal Eggenstein-Leopoldshafen Linkenheim-Hochstetten Waghäusel Oberhausen-Rheinhausen Rheinstetten Stutensee Waldbronn DettenheimKarte
Über dieses Bild

Rheinstetten ist eine Stadt im Westen Baden-Württembergs an der Grenze zu Rheinland-Pfalz, direkt südwestlich von Karlsruhe, zu dessen Mittelbereich sie auch gehört. Sie ist nach Bruchsal, Ettlingen, Bretten und Stutensee die fünftgrößte Stadt des Landkreises Karlsruhe. Rheinstetten gehört zum Verdichtungsraum Karlsruhe und seit 2005 auch zur Technologieregion Karlsruhe.

Die im Rahmen der Gemeindereform 1975 gebildete Gemeinde erhielt im Januar 2000 die Stadtrechte und ist seit 1. Januar 2005 Große Kreisstadt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinstetten liegt in der Rheinebene, im Westen durch den Rhein begleitet, welcher die Grenze von Baden-Württemberg zu Rheinland-Pfalz bildet. Die Markung wird von der B 36 praktisch grob geteilt: westlich der Bundesstraße liegt die Stadt, östlich davon wird noch Landwirtschaft betrieben. Weiter östlich befindet sich der Hardtwald.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtgebiet Rheinstettens besteht aus den drei Stadtteilen Mörsch, Forchheim, und Neuburgweier.

Zum Stadtteil Forchheim gehören das Dorf Forchheim, die Orte Dammfeldsiedlung, „Neuforchheim mit Bundesbahnstation, Versuchs- u. Lehrgut sowie Tabakforschungsinstitut u. Bahnhofsiedlung“ (Silberstreifen) und Wohnhaus Durmersheimer Landstraße und das Haus Nußbaumäcker. Zum Stadtteil Mörsch gehören das Dorf Mörsch und die Häuser Kieswerk. Zum Stadtteil Neuburgweier gehört das Dorf Neuburgweier.
Im Stadtteil Forchheim liegt die abgegangene Ortschaft Derßloch. Im Stadtteil Neuburgweier liegt die abgegangene Ortschaft Königsmörsch oder Staudendorf.[2]

Neuburgweier ist zugleich eine Ortschaft im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie hat eine bei jeder Kommunalwahl von den Wahlberechtigten zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden von Rheinstetten sind (im Uhrzeigersinn) Karlsruhe, Ettlingen (Landkreis Karlsruhe), Durmersheim und Au am Rhein (Landkreis Rastatt) sowie jenseits des Rheins in Rheinland-Pfalz Neuburg am Rhein (Landkreis Germersheim).

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinstetten wurde am 1. Januar 1975 im Rahmen der Gemeindereform in Baden-Württemberg gegründet. Dabei schlossen sich die drei Gemeinden Forchheim, Mörsch und Neuburgweier zur neuen „Gemeinde Rheinstetten“ zusammen. Nachdem die Gemeinde in den 1990er Jahren zur größten Gemeinde Baden-Württembergs ohne Stadtrechte aufgestiegen war (1993 erstmals mehr als 20.000 Einwohner), wurde ihr mit Wirkung vom 1. Januar 2000 das Stadtrecht verliehen.[4] Den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt stellte die Stadt jedoch erst 2004. Auf Beschluss des Ministerrats von Baden-Württemberg vom 14. September 2004 wurde Rheinstetten dann mit Wirkung vom 1. Januar 2005 zur Großen Kreisstadt erhoben.

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forchheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Forchheim.svg
Hauptartikel: Forchheim (Rheinstetten)

Forchheim wurde 1086 als Vorechheim in einer Schenkungsurkunde Kaiser Heinrich IV erstmals urkundlich erwähnt. Bis um 1100 war die Siedlung Hauptort des Ufgaus, auch Grafschaft Forchheim genannt. Die Herrschaft der Familie Forchheim-Malsch wurde aber allmählich entzogen und der Ort fiel 1086 an das Bistum Speyer, kam dann 1102 an Markgraf Hermann von Baden, dann wieder an die Grafschaft und 1219 erhielt Markgraf Hermann V. von Baden Forchheim als Lehen. Der Ort kam dann zum Amt Mühlburg und fiel bei der Landesteilung 1535 an die Linie Baden-Baden. Forchheim gehörte dann zum Amt Ettlingen und kam 1921 zum Bezirksamt Karlsruhe, aus dem 1938 der Landkreis Karlsruhe hervorging. Im Ortsteil Silberstreifen befindet sich seit 1963 der Stammsitz der, heute weltweit mit ca. 4000 Mitarbeitern agierenden, Unternehmensgruppe Bruker, welche vor allem hochtechnologische Forschungsgeräte herstellt. Außerdem befindet sich dort eine Außenstelle des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ). Die Landesanstalt für Schweinezucht (LSZ) wurde nach Boxberg verlegt.

Von der LTZ wurden 2008 umstrittene Freisetzungsversuche mit gentechnisch verändertem Mais von Monsanto durchgeführt. Das betreffende Feld wurde von Umweltaktivisten besetzt [5]. Seit 2011 steht dort das Fleischwerk der EDEKA Südwestfleisch GmbH.

Mörsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Mörsch (Rheinstetten).svg
Hauptartikel: Mörsch

Mörsch wurde 940 in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. an das Bistum Speyer als Meriske erstmals erwähnt. Ministerialen von Mörsch bzw. die Ebersteiner herrschten im 12. Jahrhundert über den Ort. Schließlich kam der Ort als Lehen an Markgraf Hermann VIII. von Baden. Dieser versetzte es 1306 an das Kloster Herrenalb, konnte es aber später wieder auslösen. Bereits ab 1291 gelangte teilweise Besitz des Ortes an das Kloster Weißenburg, das ab 1339 das ganze Dorf besaß. 1350 war Mörsch endgültig bei Baden und gehörte zum Amt Mühlburg. Bei der Landesteilung 1535 fiel Mörsch an die Linie Baden-Baden und gehörte dann zum Amt Ettlingen. Bei dessen Auflösung 1937 kam der Ort zum Landkreis Karlsruhe.

Neuburgweier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Neuburgweier.svg
Hauptartikel: Neuburgweier

Neuburgweier wurde 1219 im Zusammenhang mit einer Vermögens-Teilung der Brüder von Eberstein als erstmals urkundlich erwähnt. Von den Ebersteinern kam der Ort 1383 an die Kurpfalz. 1396 taucht der Name „Wilre“ also „Weiler“, 1422 Neuburgweiler auf. Der Ort war stets im Bezug zur Stadt Neuburg am Rhein und gehörte zum pfälzischen Amt Hagenbach, Oberamt Germersheim. Im 16. Jahrhundert wurde Neuburgweier geographisch durch eine natürliche Laufveränderung des Rheins von Neuburg getrennt. 1674 wurde der Ort französisch besetzt und war 1682 bis 1697 an Frankreich abgetreten. 1707 gelangte der Ort durch Tausch gegen sponheimische Besitzungen von der Kurpfalz an die Markgrafschaft Baden-Baden und gehörte dann zum Amt Ettlingen. Bei dessen Auflösung 1937 kam der Ort zum Landkreis Karlsruhe.

Am 1. Januar 1975 gaben Forchheim, Mörsch und Neuburgweier ihre Selbständigkeit auf und schlossen sich zu der neuen Gemeinde Rheinstetten zusammen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1975 17.936
31. Dezember 1980 18.814
27. Mai 1987 ¹ 19.065
31. Dezember 1990 19.405
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1995 20.046
31. Dezember 2000 20.333
31. Dezember 2005 20.406
31. Juli 2006 20.299

¹ Volkszählungsergebnis

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtteile von Rheinstetten gehörten ursprünglich zum Bistum Speyer. Eine dem Hl. Martin geweihte Kirche in Forchheim ist seit 1408 bezeugt. Sie war Mutterpfarrkirche auch für Mörsch und den heute zu Karlsruhe gehörigen Stadtteil Daxlanden. Die Patronatsrechte besaß das Kloster Weißenburg und später die Schenken von Schüpf. Über die Grafen von Zweibrücken kamen die Rechte 1468 an das Speyerer Domstift. Infolge der politischen Zugehörigkeit zu Baden-Baden, welche keine Reformation einführten, blieben Forchheim und Mörsch jahrhundertelang katholisch. Neuburgweier wurde zwar durch die Zugehörigkeit zur Pfalz reformiert, doch setzten die Franzosen auch hier wieder das katholische Bekenntnis durch.

Mörsch war wohl seit dem Hochmittelalter eine eigene Pfarrei. Deren Patronatsrechte kamen von den Ebersteinern 1567 an die Markgrafen von Baden. Neuburgweier gehörte wohl seit dem 15. Jahrhundert zur Pfarrei Mörsch. Im 17. Jahrhundert wurde die Pfarreien von Forchheim und Mörsch (mit Neuburgweier) vereinigt, jedoch 1907 wieder getrennt. Neuburgweier wurde erst 1962 als eine eigene Pfarrei von Mörsch abgetrennt.

Die heutige Pfarrkirche von Forchheim wurde 1857/58 durch Johann Ludwig Weinbrenner erbaut. Zur Kirchengemeinde Forchheim gehört auch die Waldkapelle „Maria Hilf“ (erbaut 1950/51) in Silberstreifen. Die Pfarrkirche St. Ulrich in Mörsch wurde 1846/47 als „altchristliche Basilika“ anstelle eines Vorgängerbaus erbaut. Die St. Ursula-Kapelle in Neuburgweier wurde erstmals 1495 erwähnt. 1776 wurde das Langhaus ersetzt und 1871 die Kapelle neugotisch erweitert und umgebaut. 1952 wurde die heutige katholische Kirche St. Ursula in Neuburgweier erbaut. Alle drei katholischen Pfarrgemeinden bilden seit dem 18. September 2005 die „Katholische Seelsorgeeinheit Rheinstetten“. Diese gehörte bis 2008 zum Dekanat Ettlingen. Seit der Dekanatsreform gehören sie jedoch zum Dekanat Karlsruhe des Erzbistums Freiburg.

Der als Widerstandskämpfer im KZ Dachau verstorbene Pfarrer Anton Fränznick wirkte in den 1920er und 30er Jahren in Mörsch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen auch Protestanten in die heutigen Stadtteile Rheinstettens. Sie wurden zunächst von der südlichen Nachbargemeinde Durmersheim aus betreut. Am 1. Januar 1972 wurde die Evangelische Kirchengemeinde Forchheim innerhalb des Kirchenbezirks Karlsruhe-Stadt der Evangelischen Landeskirche in Baden errichtet. Am 1. Januar 1975 wurde diese dem neu gegründeten Kirchenbezirk Alb-Pfinz zugeordnet und in Kirchengemeinde Rheinstetten umbenannt. 1979 wurde eine zweite Pfarrstelle für die Ortsteile Mörsch und Neuburgweier eingerichtet und 1984 eine eigene Pfarrgemeinde gegründet. Das evangelische Gemeindezentrum Forchheim wurde 1972 erbaut, das Gemeindezentrum Mörsch folgte 1981. In Neuburgweier hatten die Protestanten bereits seit 1954 nach dem Neubau der katholischen St.-Ursula-Kirche die alte St. Ursula-Kapelle erhalten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat der Stadt Rheinstetten hat seit der letzten Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 insgesamt 22 Mitglieder, die den Titel „Stadträtin/Stadtrat“ führen. Die Wahl führte bei einer Wahlbeteiligung von 46,9 % (- 2,6) zu folgendem Ergebnis:[6][7]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
CDU 39,8 % 9 36,8 %, 9 Sitze
SPD 28,8 % 6 28,7 %, 7 Sitze
Grüne 14,0 % 3 11,9 %, 2 Sitze
Unabhängige Liste Rheinstetten (ULR) 14,5 % 3 9,4 %, 2 Sitze
Bürger für Rheinstetten (BfR) 3,0 % 1 0,0 %, 0 Sitze
FDP 0,0 % 0 8,1 %, 1 Sitz
Freie Wähler Rheinstetten 0,0 % 0 5,2 %, 1 Sitz

Jugendgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jugendgemeinderat der Stadt Rheinstetten hat nach der Wahl im Jahre 2015 neun Mitglieder, die ohne Parteizugehörigkeit ihr Amt ausüben.

Stadtoberhäupter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Stadt steht der Oberbürgermeister (bis 2004 Bürgermeister), der von der Bevölkerung auf 8 Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der „Erste Beigeordnete“ mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Bürgermeister bzw. (ab 2005) Oberbürgermeister

  • 1975–1987 Josef Winter (CDU)
  • 1987–2000: Kurt Roth, (SPD)
  • 2000–2008: Gerhard Dietz, (SPD)
  • 2008 – : Sebastian Schrempp, (CDU)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Rheinstetten.svg

Das Wappen der Stadt Rheinstetten zeigt in Blau ein durchgehendes, geschliffenes silbernes Kreuz, der obere Balken überdeckt von einer goldenen Krone mit roten und grünen Juwelen. Die Stadtflagge ist gelb-blau.

Das Wappen wurde der Gemeinde Rheinstetten am 11. Juli 1975 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen. Es zeigt das Kreuz als Symbol des Bistums Speyer, zu dem das Gebiet bis Anfang des 19. Jahrhunderts kirchlich gehörte und das auch in den bisherigen Wappen von Forchheim und Mörsch abgebildet war. Die Krone ist dem alten Wappen von Neuburgweier entnommen und symbolisiert die Hl. Ursula, die Schutzpatronin der dortigen Pfarrkirche.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinstetten unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinstetten ist über die Anschlussstelle Karlsruhe-Süd an der Bundesautobahn 5 zu erreichen. Ferner führen die beiden Bundesstraßen 3 und 36 durch das Stadtgebiet.

Den ÖPNV bedienen die Stadtbahnlinien S2 (mit den Haltestellen Forchheim Messe (Leichtsandstraße), Hallenbad, Hauptstraße, Oberfeldstraße, sowie Mörsch Rösselsbrünnle, Narzissenstraße, Römerstraße, Rheinaustraße, Merkurstraße, Am Hang und Bach West) in Richtung Karlsruhe Innenstadt, sowie die Linien S4 und S41 mit Halt am Forchheimer Bahnhof im Ortsteil Silberstreifen in Richtung Karlsruhe Hbf und Rastatt innerhalb des Tarifgebiets des Karlsruher Verkehrsverbundes sowie mehrere Buslinien.

Seit 2004 verkehrt auch eine Autofähre über den Rhein von Neuburgweier nach Neuburg am Rhein.

Messegelände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hat schon seit je enge Verbindungen mit Karlsruhe, deshalb wurde auf der Gemarkung Forchheim 2003 die Neue Messe Karlsruhe gebaut. Für dieses Messezentrum der Region Mittlerer Oberrhein musste ein Teil des bislang dort betriebenen Flugplatzes weichen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das lokale Geschehen in Rheinstetten berichten als Tageszeitung die Badischen Neuesten Nachrichten. Die Stadt gibt wöchentlich donnerstags ein Amtsblatt mit dem Titel „Rheinstetten aktuell“ heraus. Aus dem Verlag Nussbaum Medien kommt wöchentlich am Mittwoch die RWZ (Rheinstettener Wochenzeitung) kostenlos in alle Haushalte. Die Firma Südhardt-Medien bringt seit 2008 das Internetportal „Rheinstetten-online“ heraus.

Behörden und Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtteil Forchheim befindet sich die „Landesanstalt für Pflanzenbau“ Baden-Württemberg. Sie geht zurück auf das 1927 gegründete Tabakforschungsinstitut, aus dem 1936 die „Reichsanstalt für Tabakforschung“ und 1953 eine „Bundesanstalt“ wurde. Seit 1985 befindet sie sich in Trägerschaft des Landes. Sie widmet sich dem Tabakanbau und der Tabakzüchtung, aber auch dem allgemeinen Pflanzenbau. 2006 ging sie als Außenstelle Rheinstetten über in das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ).

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinstetten hat ein Gymnasium (Walahfrid-Strabo-Gymnasium, Stadtteil Mörsch), eine Realschule (Realschule Rheinstetten, Stadtteil Mörsch), eine Schwarzwald-Grund- und Werkrealschule (Forchheim), vier selbständige Grundschulen (Johann-Rupprecht-Schule Forchheim, Pestalozzi-Grundschule, Albert-Schweitzer-Schule mit Schülerhort Mörsch und Rheinwaldschule Neuburgweier) und eine Förderschule (Hebelschule Mörsch).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste Kirche im Stadtgebiet ist die alte St. Ursula-Kapelle in Neuburgweier. Sie ist heute eine evangelische Kirche. Weitere Kirchen im Stadtgebiet siehe Abschnitt Religionen.

Das Rathaus in Mörsch wurde 1951 erbaut.

Zwischen Mörsch und Neuburgweier verläuft die 220-Kilovolt-Leitung Karlsruhe-Baden-Baden und die 220-Kilovolt-Leitung Karlsruhe-Durmersheim.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anton Fränznick * 9. August 1889 in Eppingen-Rohrbach; † 27. Januar 1944 im KZ Dachau war 1925 katholischer Pfarrer von Mörsch und wirkte dort bis in die 1930er Jahre.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bzw. Stadt Rheinstetten hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:[8]

  • 1992, 24. März: Josef Winter, Bürgermeister von Mörsch und Rheinstetten 1965–1987
  • 1996, 29. März: Emil Wachter (* 29. April 1921; † 12. Januar 2012), Künstler
  • 1996, 15. Mai: Ernst Heil, (* 15. Mai 1921; † 22. Juni 1996), letzter Bürgermeister von Forchheim
  • 2005, 27. September: Kurt Roth, Bürgermeister a. D.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Bieringer, * 1928 in Mörsch; † 1988 in Bruchsal, Jurist und Politiker (CDU), Bundestagsabgeordneter, von 1964 bis 1985 Oberbürgermeister der Stadt Bruchsal
  • Bruno Rimmelspacher, * 1938 in Forchheim, Richter a.D., ehem. Prorektor der Universität Bielefeld, Prof. für Zivilprozessrecht und Bürgerliches Recht in München
  • Hugo Rimmelspacher, * 1906 in Forchheim; † 1986 in Ettlingen, Maschinenbauingenieur und Politiker (SPD), von 1948 bis 1974 (Ober-)Bürgermeister der Stadt Ettlingen, Landtags- und Bundestagsabgeordneter

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe; Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2.
  • Stadt Rheinstetten (Hrsg.): 25 Jahre Rheinstetten. Eine Stadt, drei Ortsteile, viele Gesichter. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2000, ISBN 978-3-89735-130-1. 120 S. mit 135 Abb.
  • Geschichte der Stadt Forchheim, 1867, Digitalisat

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 118–120
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Rheinstetten.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2000
  5. http://www.projektwerkstatt.de/gentech/index.php/Forchheim
  6. http://stadt-rheinstetten.de/wahl/grw20140525/215108g-2014.htm
  7. http://www.stadt-rheinstetten.de/wahl/grw20090607/215108g.htm
  8. http://www.rheinstetten.de/Kultur-und-Tourismus/Stadtportrait-und-Geschichte/Ehrenbuerger/c516.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rheinstetten – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien