Rhizom

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Dieser Artikel behandelt Sprossachsen an Pflanzen. Der gleichnamige Begriff in der Philosophie von Gilles Deleuze und Félix Guattari findet sich unter Rhizom (Philosophie).
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Das Rhizom (mit Halm) der Bambusart Phyllostachys reticulata
Ingwerrhizom
Rhizom des Maiglöckchens, Querschnitt, Fluoreszenzfärbung

Ein Rhizom (griechisch ῥίζωμα rhizoma „Eingewurzeltes“) ist in der Botanik ein meist unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes Sprossachsen­system („Erdspross“).

Aufbau und Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rhizom (auch irreführend Wurzelstock genannt) ist eine unterirdische, horizontal wachsende Sprossachse, die von vielen krautigen Pflanzen ausgebildet wird. Es weist typische Merkmale des Sprosssystems, jedoch keine Wurzelmerkmale auf. Es bildet kurze, verdickte Internodien, Blattnarben und eine mit dem Spross identische Leitbündelanordnung. Wurzeln bilden sich sprossbürtig. Blätter werden als schuppige Niederblätter angelegt und dienen oft der Speicherung von Reservestoffen, wodurch das Rhizom von der Pflanze auch zur Überwinterung im Boden genutzt werden kann.

Das Rhizom als Teil einer Heilpflanze (Rhizoma) kann zur Herstellung pharmazeutischer Drogen verwendet werden.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typische Rhizome bilden beispielsweise Giersch, Buschwindröschen und Maiglöckchen aus. Weitere Beispiele sind Färberkrapp, Schachtelhalm, Zypergras und viele weitere Gräser, viele Iris-Arten, Blumenrohr (Canna) oder Spargel, die essbaren Rhizome Ingwer, Gelbwurzel (Kurkuma), Lotus, Galgant, die Arzneien Nieswurz und Veilchenwurzel, sowie die invasiven Neophyten Chinaschilf, Weltengrün, Staudenknöterich. Efeu und Bambus bilden aus gärtnerischer Sicht besonders aggressive Rhizome.

Rhizomteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rhizomstück mit Trieb von Sansevieria trifasciata

In der gärtnerischen Praxis können Pflanzen, die ein Rhizom ausbilden, leicht vegetativ vermehrt werden. Die Sprossachse wird mit einem scharfen Messer in mehrere kurze Stücke geteilt, aus deren Knospen wieder ganze Pflanzen wachsen können. Diese gärtnerische Technik ist nicht zu verwechseln mit der Stockteilung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joachim W. Kadereit, Christian Körner, Benedikt Kost, Uwe Sonnewald: Strasburger - Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften. 37. Auflage. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-54434-7, S. 107–108, doi:10.1007/978-3-642-54435-4.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rhizomes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Rhizom – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen