Riau

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Riau
Wappen der Provinz
Basisdaten
Fläche: 72.569 km²
Einwohner: 5.543.031
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner/km²
Hauptstadt: Pekanbaru
Gouverneur Rusli Zainal
Lage in Indonesien
Singapur Brunei Malaysia Malaysia Philippinen Osttimor Australien Papua-Neuguinea Thailand Aceh Sumatra Utara Riau Sumatra Barat Jambi Bengkulu Sumatra Selatan Lampung Kepulauan Riau Banka-Belitung Banten Jakarta Java Barat Yogyakarta Bali Java Tengah Java Timur Nusa Tenggara Barat Nusa Tenggara Timur Maluku Utara Sulawesi Utara Maluku Papua Barat Papua Kalimantan Barat Kalimantan Tengah Kalimantan Selatan Kalimantan Timur Kalimantan Utara Sulawesi Barat Gorontalo Sulawesi Tenggara Sulawesi Selatan Sulawesi TengahRiau in Indonesia.svg
Über dieses Bild
Website: www.riau.go.id

Riau ist eine indonesische Provinz im Osten der Insel Sumatra.

Geographie[Bearbeiten]

Riau liegt im flachen, von Sümpfen durchzogenen Ostteil Sumatras an der Straße von Malakka.

Nur durch schmale Meeresarme getrennt lagern sich flache Inseln (indones.: 'Pulau') an die Küste:

Die Insel Kundur, östlich von Penyeler, gehört schon zu den Riau-Inseln (Kepulauan Riau), die seit 2004 eine eigene Provinz bilden.

Weitere küstennahe Inseln liegen vor der Mündung des Indragiri, Nahe der Stadt Tembilahan. Etwas südlich, vor der Mündung des Batang Hari, liegen zwei kleine Inseln.

Haus des Bürgermeisters in Pekanbaru

Flüsse sind Siak, Indragiri, Kampar und Rokam [1].

Riau besitzt eine Vielzahl von natürlichen Ressourcen wie Erdöl, Erdgas, Gummi, Palmöl, Fische und Holz.

Die Hauptstadt der Provinz ist Pekanbaru.

Geschichte[Bearbeiten]

Die strategisch günstige Lage an der Straße von Malakka und somit am kürzesten Seeweg vom Kaiserreich China nach Indien bedingte schon früh die Bedeutung der Region. Seit dem 15. Jahrhundert, als Sumatra islamisiert wurde, stand Riau unter dem Einfluss des Reiches von Malakka, später entstand hier ein eigenes Sultanat.

Die europäischen Kolonialmächte Portugal, Großbritannien und die Niederlande kämpften um Einfluss, bevor im Britisch-Niederländischen Vertrag von 1824 ganz Sumatra den Niederlanden zugesprochen wurde. Die Region erwies sich als widerspenstig; erst 1911 wurde das Sultanat abgeschafft und eine holländische Kolonialverwaltung eingerichtet. 1949 wurde Riau eine Provinz des nun unabhängigen Indonesien.

Nationalparks[Bearbeiten]

Abholzung für Ölpalmplantage neben Bukit Tigapuluh Nationalpark

Im Süden von Riau gibt es mehrere Nationalparks und Reservate, die auch vom WWF unterstützt werden.

  • Tesso Nilo Nationalpark (geplant: 1.500 km², Vergleich: Saarland 1.930 km²)
  • Bukit Tigapuluh National Park
  • Kerumutan Reservate
  • Bukit Rimbang und Bukit Baling Reservate

In diesen Nationalparks und Reservaten lebt der inzwischen extrem bedrohte Sumatra-Elefant, von dem 1985 noch rund 1600 Exemplare in Riau gezählt wurden, heute aber nur noch knapp 400.

Seit 1999 wird in Riau intensive Holzwirtschaft (Papier-, Zellstoff- und Holzherstellung) getrieben, so verschwinden seitdem pro Tag zirka 3 km² Regenwald, dies entspricht 600 Fußballfeldern, daher gewinnen geschützte Gebiete immer mehr an Bedeutung.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung setzt sich aus mehr als 10 verschiedenen Volksgruppen zusammen. 87,8 % der Bevölkerung gehört dem sunnitischen Islam an, Minderheiten sind Buddhisten (6 %), Katholiken (5 %), Protestanten (1 %) und Hindus (0,2 %). Vorherrschend ist traditionell ein orthodoxer Islam.

Die in Riau gesprochene Ausprägung der malaiischen Sprache wurde Modell für das weitenteils einheitliche, in Malaysia und in Indonesien über lokale Dialekte und Sprachen hinweg genutzte Malaiisch.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Riau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://indonesiabangun.tripod.com/welcome_to_sumatra_island.htm