Riau

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Riau
Wappen der Provinz
Basisdaten
Fläche: 87.024 km²
Einwohner: 6.074.100
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner/km²
Hauptstadt: Pekanbaru
Gouverneur H. Syamsuar (seit 20 Februari 2019)
Lage in Indonesien
SingapurBruneiMalaysiaMalaysiaPhilippinenOsttimorAustralienPapua-NeuguineaThailandAcehSumatra UtaraRiauSumatra BaratJambiBengkuluSumatra SelatanLampungKepulauan RiauBangka-BelitungBantenJakartaJawa BaratYogyakartaBaliJawa TengahJawa TimurNusa Tenggara BaratNusa Tenggara TimurMaluku UtaraSulawesi UtaraMalukuPapua BaratPapuaKalimantan BaratKalimantan TengahKalimantan SelatanKalimantan TimurKalimantan UtaraSulawesi BaratGorontaloSulawesi TenggaraSulawesi SelatanSulawesi TengahRiau in Indonesia.svg
Über dieses Bild
Website: www.riau.go.id

Riau ist eine indonesische Provinz im Osten der Insel Sumatra.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riau liegt im flachen, von Sümpfen durchzogenen Ostteil Sumatras an der Straße von Malakka.

Nur durch schmale Meeresarme getrennt lagern sich flache Inseln (indones.: 'Pulau') an die Küste:

Die Insel Kundur, östlich von Penyeler, gehört schon zu den Riau-Inseln (Kepulauan Riau), die seit 2004 eine eigene Provinz bilden.

Weitere küstennahe Inseln liegen vor der Mündung des Indragiri, nahe der Stadt Tembilahan. Etwas südlich, vor der Mündung des Batang Hari, liegen zwei kleine Inseln.

Haus des Bürgermeisters in Pekanbaru

Flüsse sind Siak, Indragiri, Kampar und Rokam[1].

Riau besitzt eine Vielzahl von natürlichen Ressourcen wie Erdöl, Erdgas, Gummi, Palmöl, Fische und Holz.

Die Hauptstadt der Provinz ist Pekanbaru.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kode Wilayah
Gebiets-Code
Wappen Kabupaten/Kota
Regierungsbezirk/Stadt
Ibu Kota
Regierungssitz!
Kecamatan
Subdistrikt
Keluruhan/Desa
Gemeinde
Fläche [km²] Bevölkerung
[2019]
Einw./km²
[2019]
14.01 Lambang Kabupaten Kampar.png Kabupaten Kampar Bangkinang 21 8 / 242 10.983,47 748.956 68,2
14.02 Lambang Kab Indragiri Hulu.png Kabupaten Iindragiri Hulu Rengat 14 16 / 178 7.723,8 427.771 55,4
14.03 Lambang Kabupaten Bengkalis.png Kabupaten Bengkalis Bengkalis 11 19 / 136 6.975,41 544.144 78,0
14.04 Logo kabupaten indragiri hilir.jpg Kabupaten Indragiri Hilir Tembilahan 20 39 / 197 12.614,78 622.281 49,3
14.05 Pelalawan logo.png Kabupaten Pelalawan Pangkalan Kerinci 12 14 / 104 12.758,45 369.048 28,9
14.06 Lambang Kabupaten Rokan Hulu.jpg Kabupaten Rokan Hulu Pasir Pangaraian 16 6 / 139 7.588,13 556.199 73,3
14.07 Lambang Kabupaten Rokan Hilir.png Kabupaten Rokan Hilir Bagansiapiapi 18 25 / 159 8.881,59 638.679 71,9
14.08 Lambang Kabupaten Siak.png Kabupaten Siak Siak Sri Indrapura 14 9 / 122 8275,18 422.869 51,1
14.09 Lambang Kabupaten Kuantan Singingi.PNG Kabupaten Kuantan Singingi Teluk Kuantan 15 11 /218 5.259,36 330.966 62,9
14.10 Lambang kab Kepulauan Meranti.png Kabupaten Kepulauan Meranti Selat Panjang 9 5 / 96 3.707,84 208.580 56,3
14.71 Pekanbaru coa.GIF Kota Pekanbaru Pekanbaru 12 83 / - 632,27 915.866 1.448,5
14.72 Lambang Kota Dumai.png Kota Dumai Dumai 7 33 / - 1.623,38 288.741 177,9
14 Provinsi Riau Pekanbaru 169 268 / 1591 87.023,66 6.074.100 69,8

Quelle: Peraturan Menteri Dalam Negeri RI Nomor 72 Tahun 2019 (Verordnung des Innenministers vom Oktober 2019): [2]

Die Bevölkerungsangaben basieren auf der Fortschreibung durch die regionalen Zivilregistrierungsbüros und stammen vom 1. Halbjahr 2019.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die strategisch günstige Lage an der Straße von Malakka und somit am kürzesten Seeweg vom Kaiserreich China nach Indien bedingte schon früh die Bedeutung der Region. Seit dem 15. Jahrhundert, als Sumatra islamisiert wurde, stand Riau unter dem Einfluss des Reiches von Malakka, später entstand hier ein eigenes Sultanat.

Die europäischen Kolonialmächte Portugal, Großbritannien und die Niederlande kämpften um Einfluss, bevor im Britisch-Niederländischen Vertrag von 1824 ganz Sumatra den Niederlanden zugesprochen wurde. Die Region erwies sich als widerspenstig; erst 1911 wurde das Sultanat abgeschafft und eine holländische Kolonialverwaltung eingerichtet. 1949 wurde Riau eine Provinz des nun unabhängigen Indonesien.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1999 wird in Riau intensive Holzwirtschaft (Papier-, Zellstoff- und Holzherstellung) betrieben. Außerdem wurden Palmöl-Plantagen errichtet. So verschwinden seitdem pro Tag etwa 3 km² tropischer Regenwald, dies entspricht 600 Fußballfeldern; daher gewinnen geschützte Gebiete immer mehr an Bedeutung. Die Waldbrandgefahr ist durch Dürren stark gestiegen. 2010 kam es zu Brandstiftungen auf den Torfmoorböden, die die Luftqualität bis in Malaysia und Singapur beeinträchtigten. Auch 2015 gab es wieder wochenlange Waldbrände.

Nationalparks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abholzung für Ölpalmplantage neben Bukit Tigapuluh Nationalpark

Im Süden von Riau gibt es mehrere Nationalparks und Reservate, die auch vom WWF unterstützt werden.

  • Tesso Nilo Nationalpark (geplant: 1500 km², Vergleich: Saarland 1930 km²)
  • Bukit Tigapuluh National Park
  • Kerumutan Reservate
  • Bukit Rimbang und Bukit Baling Reservate

In diesen Nationalparks und Reservaten lebt der inzwischen extrem bedrohte Sumatra-Elefant, von dem 1985 noch rund 1600 Exemplare in Riau gezählt wurden, heute aber nur noch knapp 400.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung setzt sich aus mehr als zehn verschiedenen Volksgruppen zusammen. 87,8 % der Bevölkerung gehört dem sunnitischen Islam an, Minderheiten sind Buddhisten (6 %), Katholiken (5 %), Protestanten (1 %) und Hindus (0,2 %). Vorherrschend ist traditionell ein orthodoxer Islam.

Die in Riau gesprochene Ausprägung der malaiischen Sprache wurde Modell für das weitenteils einheitliche, in Malaysia und in Indonesien über lokale Dialekte und Sprachen hinweg genutzte Malaiisch.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Riau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://indonesiabangun.tripod.com/welcome_to_sumatra_island.htm
  2. Peraturan Menteri Dalam Negeri RI Nomor 72 Tahun 2019: Seite 6, 661

Koordinaten: 0° 30′ N, 101° 0′ O