Ricardo González (Rennfahrer)

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Ricardo González beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2012

Ricardo González Valdez (* 20. Oktober 1978 in Monterrey) ist ein mexikanischer Automobilrennfahrer. Er startete von 2012 bis 2015 in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

González begann seine Motorsportkarriere 1990 im Kartsport, in dem er bis 1996 aktiv blieb. 1994, 1995 und 1997 fuhr er in der mexikanischen Formel-3-Meisterschaft. Von 1998 bis 2000 startete er in der panamerikanischen Indy Lights.

2001 wechselte González nach Europa und ging in der einmalig ausgetragenen Formel Chrysler Euroseries an den Start. Zusammen mit seinem älteren Bruder Roberto trat er für Alpie Motorsport an. Während Roberto Gesamtzweiter wurde, erreichte Ricardo den vierten Platz. Mit 55 zu 106 Punkten unterlag er seinem Bruder teamintern. 2003 nahm González für Vergani Racing an einzelnen Rennen der World Series by Nissan teil.

Nach einer siebenjährigen Pause kehrte González 2010 in den Motorsport zurück und startete in der American Le Mans Series (ALMS). Für Car Amigo AJR trat er zunächst zu vier Rennen in der GTC-Klasse an. Anschließend wechselte er für die letzten vier Rennen zusammen mit seinem Teamkollegen Luis Díaz zu PR1/Mathiasen Motorsports in die LMPC-Klasse. 2011 blieb González in der ALMS. Zusammen mit Gunnar Jeannette fuhr er für Core Autosport in der LMPC-Klasse. Die Beiden gewannen die Wertung bei zwei Rennen und entschieden die LMPC-Gesamtwertung am Saisonende für sich.

2012 wechselte González zu Greaves Motorsport in die neugegründete FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Er bildete ein Fahrertrio mit Elton Julian und Christian Zugel. Bei einem Rennen setzte González aus und ließ sich durch seinen Bruder Roberto vertreten. Er belegte den 27. Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. Darüber hinaus trat er 2012 zu vier ALMS-Rennen an. Einmal für Core Autosport in der LMPC-Klasse und dreimal für Level 5 Motorsports in der P2-Klasse. 2013 erhielt González ein Cockpit bei OAK Racing in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft und ging zusammen mit Bertrand Baguette und Martin Plowman an den Start. Die drei Fahrer gewannen zweimal, unter anderem beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, die LMP2-Wertung und beendeten die Saison auf dem zehnten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. Darüber hinaus nahm González 2013 für Level 5 Motorsports an einem ALMS-Rennen teil.

2014 wechselte González zu ART Grand Prix in die European Le Mans Series (ELMS) und wurde Siebter in der GTC-Wertung. Darüber hinaus absolvierte er für Extreme Speed Motorsports einen Gaststart beim 6-Stunden-Rennen von Shanghai. 2015 kehrte González in die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft zurück. Er trat für das von OAK Racing betreute Team G-Drive Racing an.[1] Zusammen mit seinen Teamkollegen Pipo Derani und Gustavo Yacamán gewann er einmal die LMP2-Wertung. Das Trio lag am Saisonende auf dem 13. Platz der Fahrerweltmeisterschaft.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Roberto González sr. und sein Bruder Roberto González jr. sind ebenfalls Automobilrennfahrer.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: ALMS, LMPC (Platz 25)
  • 2013: WEC (Platz 10)
  • 2013: ALMS, LMP2 (Platz 13)
  • 2014: ELMS, GTC (Platz 7)
  • 2015: WEC (Platz 13)

Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte Rang
2012 Greaves Motorsport Zytek Z11SN Nissan Vereinigte StaatenVereinigte Staaten SEB BelgienBelgien SPA FrankreichFrankreich LMS Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich SIL BrasilienBrasilien SAO BahrainBahrain BRN JapanJapan FUJ China VolksrepublikVolksrepublik China SHA 10,5 27.
7 12 10 17   12 14 15
2013 OAK Racing Morgan Nissan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich SIL BelgienBelgien SPA FrankreichFrankreich LMS BrasilienBrasilien SAO Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AUS JapanJapan FUJ China VolksrepublikVolksrepublik China SHA BahrainBahrain BRN 10,5 10.
10 11 7 5 11 4 7 6
2015 G-Drive Racing Ligier JS P2 Nissan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich SIL BelgienBelgien SPA FrankreichFrankreich LMS DeutschlandDeutschland NÜR Vereinigte StaatenVereinigte Staaten AUS JapanJapan FUJ China VolksrepublikVolksrepublik China SHA BahrainBahrain BRN 19,5 13.
7 10 12 9 7 11 DNF 9

(Legende)

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Greaves Motorsport Zytek Z11SN DeutschlandDeutschland Christian Zugel Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elton Julian Rang 12
2013 FrankreichFrankreich OAK Racing Morgan LMP2 BelgienBelgien Bertrand Baguette Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Martin Plowman Rang 7 und Klassensieg
2015 RusslandRussland G-Drive Racing Ligier JS P2 KolumbienKolumbien Gustavo Yacamán BrasilienBrasilien Luís Felipe Derani Rang 12
2016 MexikoMexiko RGR Sport by Morand Ligier JS P2 PortugalPortugal Filipe Albuquerque BrasilienBrasilien Bruno Senna Rang 15

Sebring-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Job Racing Porsche 997 GT3 Cup MexikoMexiko Luis Díaz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Patrick Kelly Rang 19
2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Core Autosport Oreca FLM09 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gunnar Jeannette MexikoMexiko Rudy Junco Rang 18
2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Greaves Motorsport Zytek Z11SN DeutschlandDeutschland Christian Zugel Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elton Julian Rang 9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tony DiZinno: G-Drive Confirms Two Cars, Engine, Lineups. sportscar365.com, 5. Februar 2015, abgerufen am 5. Februar 2015 (englisch).