Rich Preston

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KanadaKanada Rich Preston Eishockeyspieler
Preston als Assistenztrainer der Calgary Flames (2007)

Preston als Assistenztrainer der Calgary Flames (2007)

Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 22. Mai 1952
Geburtsort Regina, Saskatchewan, Kanada
Größe 183 cm
Gewicht 85 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Schusshand Rechts
Spielerkarriere
1969–1970 Regina Pats
1970–1974 University of Denver
1974–1978 Houston Aeros
1978–1979 Winnipeg Jets
1979–1984 Chicago Black Hawks
1984–1986 New Jersey Devils
1986–1987 Chicago Blackhawks

Richard John „Rich“ Preston (* 22. Mai 1952 in Regina, Saskatchewan) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer. Während seiner von 1974 bis 1987 andauernden Profikarriere absolvierte der rechte Flügelstürmer über 600 Spiele für die Chicago Blackhawks und New Jersey Devils in der National Hockey League. Zuvor war er für die Houston Aeros und die Winnipeg Jets in der World Hockey Association aktiv und gewann dabei mit letzteren 1979 die Avco World Trophy. Seit Oktober 2015 fungiert Preston als Assistenztrainer bei den Anaheim Ducks aus der NHL.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rich Preston wurde in Regina geboren und spielte dort in seiner Jugend für die Regina Pats in der Saskatchewan Junior Hockey League (SJHL). 1970 verließ er seine Heimat und besuchte fortan vier Jahre lang die University of Denver, wobei er für deren Eishockey-Team, die Pioneers, in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) auflief. Im Juni 1973 wurde der rechte Flügelstürmer dann im Professional Player Draft der World Hockey Association (WHA) von den Houston Aeros ausgewählt, für die er in der Folge zu einem der Leistungsträger wurde, so kam er in der Saison 1976/77 auf 79 Scorerpunkte in 80 Spielen. Nach vier Jahren in Houston gaben ihn die Aeros jedoch im Juli 1978 gegen eine finanzielle Kompensation an die Winnipeg Jets ab, mit denen der Kanadier im Jahr darauf prompt die Avco World Trophy gewann, wobei er als WHA Playoff MVP geehrt wurde.

Nach diesen Erfolgen wechselte Preston zur Saison 1979/80 in die National Hockey League (NHL), indem er sich als Free Agent den Chicago Black Hawks anschloss. Auch in Chicago etablierte sich der Angreifer als regelmäßiger Scorer, bis er jedoch nach fünf Spielzeiten im Juni 1984 samt Don Dietrich und einem Zweitrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 1985 an die New Jersey Devils abgegeben wurde. Die Devils schickten im Gegenzug Bob MacMillan und ein Fünftrunden-Wahlrecht für den gleichen Draft nach Chicago.

Nach zwei Jahren in New Jersey kehrte Preston als Free Agent zu den Chicago Blackhawks zurück, für die noch eine Saison absolvierte und anschließend seine aktive Karriere beendete.

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem kurzen Hiatus kehrte Preston zur Saison 1991/92 zu den Blackhawks zurück und war für diese vier Jahre als Assistenztrainer tätig. Nach zwei Jahren als Cheftrainer seiner früheren Junioren-Mannschaft, den Regina Pats aus der Western Hockey League, stellten ihn 1997 die Calgary Flames als Assistenztrainer an. Diese Position hatte Preston bis zum Jahre 2000 sowie von 2002 bis 2009 inne; in den beiden Spielzeiten dazwischen betreute er in gleicher Funktion die San Jose Sharks. Anschließend kehrte der Kanadier abermals in die WHL zurück, wo er von 2009 bis 2013 in Personalunion als Cheftrainer und General Manager der Lethbridge Hurricanes fungierte. Es folgte eine weitere, zweijährige Pause, nach der ihn im Oktober 2015 die Anaheim Ducks als Assistenztrainer verpflichteten.[1]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt +/– SM Sp T V Pkt +/– SM
1969/70 Regina Pats SJHL 36 15 15 30 4
1970/71 University of Denver NCAA 17 0 1 1 0
1971/72 University of Denver NCAA 33 3 11 14 8
1972/73 University of Denver NCAA 39 23 25 48 24
1973/74 University of Denver NCAA 38 20 25 45 36
1974/75 Houston Aeros WHA 78 20 21 41 +25 10 13 1 6 7 6
1975/76 Houston Aeros WHA 77 22 33 55 +30 33 17 4 6 10 –1 8
1976/77 Houston Aeros WHA 80 38 41 79 +37 54 11 3 5 8 +6 10
1977/78 Houston Aeros WHA 73 25 25 50 +3 52
1978/79 Winnipeg Jets WHA 80 28 32 60 –5 88 10 8 5 13 +3 15
1979/80 Chicago Black Hawks NHL 80 31 30 61 +16 70 7 0 3 3 –1 2
1980/81 Chicago Black Hawks NHL 47 7 14 21 –15 24 3 0 1 1 ±0 0
1981/82 Chicago Black Hawks NHL 75 15 28 43 ±0 30 15 2 4 6 +4 21
1982/83 Chicago Black Hawks NHL 79 25 28 53 +14 64 13 2 7 9 +4 25
1983/84 Chicago Black Hawks NHL 75 10 18 28 –21 50 5 0 1 1 ±0 4
1984/85 New Jersey Devils NHL 75 12 15 27 –24 26
1985/86 New Jersey Devils NHL 76 19 22 41 +3 65
1986/87 Chicago Blackhawks NHL 73 8 9 17 –8 19 4 0 2 2 +2 4
NCAA gesamt 127 46 62 108 78
WHA gesamt 388 133 152 285 +90 237 51 16 22 38 39
NHL gesamt 580 127 164 291 –35 348 47 4 18 22 +9 56

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preston ist verheiratet und Vater dreier Söhne.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anaheim Ducks hire veteran coach Rich Preston as assistant to Bruce Boudreau. nhl.com, 6. Oktober 2015; abgerufen am 13. August 2017 (englisch).