Richard Leising

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Richard Leising (* 24. März 1934 in Chemnitz; † 20. Mai 1997 in Berlin) war ein deutscher Lyriker, der der Sächsischen Dichterschule zugeordnet wird. 1992 wurde ihm der Christian-Wagner-Preis verliehen.

Leising wurde 1934 als Sohn eines Handwerkers geboren und studierte zunächst in Weimar und Leipzig Theaterwissenschaft. Ein erstes Engagement als Dramaturg erhielt er nach Beendigung seines Studiums am Stadttheater in Crimmitschau. Diese und weitere Anstellungen, beispielsweise als Lektor im "Henschel Verlag", verlor er aufgrund seines politischen bzw. gesellschaftlichen Engagements. In der Folge arbeitete Leising lange Jahre freiberuflich als TV-Dramaturg und Theaterkritiker. Am Ost-Berliner "Theater der Freundschaft" war Leising von 1973 bis Anfang 1990 als Dramaturg tätig.

Weniger als fünfzig Gedichte wurden zu Lebzeiten Leisings veröffentlicht. Seinem im Jahre 1975 erschienenen Werk "Poesiealbum" folgte erst 1990 ein Zweitwerk unter dem Namen "Gebrochen deutsch". Für "Gebrochen deutsch" wurde Richard Leising 1992 als erster Autor überhaupt mit dem damals neugegründeten Christian-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Leising verstarb am 20. Mai 1997 nach langer Krankheit in Berlin.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Serke: Zuhause im Exil. Dichter, die eigenmächtig blieben in der DDR. München u.a.: Piper 1998, S. 163-185

Weblinks[Bearbeiten]