Richard Parkinson

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Richard Parkinson

Richard Parkinson (* 1844 in Augustenborg auf der Insel Alsen, Dänemark; † 1909) war ein deutscher Südseeforscher und Kolonist. Er war der Sohn eines englischen Kutschers, der bei einem dänischen Adligen arbeitete. 1875 ging er als Vertreter des Hamburger Handelshauses J.C. Godeffroy & Sohn nach Samoa, wo er Phoebe Forsayth heiratete. Diese war die Schwester von Emma Forsayth und er übernahm 1882 die Leitung von deren Unternehmungen. Anschließend siedelte er sich auf der Gazelle-Halbinsel in Neu-Pommern (Neubritannien) an. Von dort aus unternahm er größere und kleinere Reisen durch den Bismarck-Archipel, nach den Salomon-Inseln und nach Neuguinea, die Teil der deutschen Kolonie Deutsch-Neuguinea waren.

Sein Hauptwerk, Dreißig Jahre in der Südsee, erschien in mehreren Auflagen (zuerst 1907 und 1911 herausgegeben von Bernhard Ankermann, dann 1926 bearbeitet von August Eichhorn). Es beschreibt ausführlich Neu-Pommern mit den Inselgruppen Neulauenburg (Duke-of-York-Inseln), Neumecklenburg (Neuirland) und Neuhannover (Lavongai), St.-Matthias-Inseln, die Admiralitätsinseln und die deutschen Salomon-Inseln, sowie Geheimbünde, Totemismus, Masken und Maskentänze, Sagen und Märchen der Region und die Sprachen der einheimischen Bevölkerung.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Bismarckarchipel. Leipzig: Brockhaus 1887 (online; Repr. 2006 im Verlag Fines Mundi, Saarbrücken)
  • Dreißig Jahre in der Südsee. Land und Leute, Sitten und Gebräuche im Bismarckarchipel und auf den deutschen Salomoinseln. Herausgegeben von Dr. B. Ankermann, Direktorial-Assistent am königlichen Museum für Völkerkunde zu Berlin. Strecker & Schröder, Stuttgart 1907 (online; Neuausgabe ebd. 1911; 2. Auflage bearbeitet und herausgegeben von Prof. Dr. August Eichhorn, ebd. 1926)
  • Aberglaube und Zauberwesen der Südseeinsulaner. Ensslin & Laiblin, Reutlingen 1932

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • H. Gründer: Traum von der Südsee. Damals. Das Magazin für Geschichte und Kultur, Heft 9/2008, S. 23

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]