Richard Roßmanith

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Generalleutnant Richard Roßmanith, Befehlshaber Kommando Operative Führung Eingreifkräfte in Ulm

Richard Johann Roßmanith (* 16. März 1955 in Monheim, Landkreis Donauwörth) ist ein Generalleutnant des Heeres der Bundeswehr und seit dem 18. Dezember 2012 Befehlshaber des Kommandos Operative Führung Eingreifkräfte bzw. seit dem 1. Juli 2013 Befehlshaber des Nachfolgekommando Multinationales Kommando Operative Führung in Ulm.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und erste Verwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roßmanith trat im Juli 1973 in die Bundeswehr beim Jägerbataillon 561 in München ein. Von 1974 bis 1977 absolvierte er ein Studium der Elektrotechnik an der Universität der Bundeswehr in München. Danach war er bis 1981 als Zugführer beim Jägerbataillon 112 und bis 1985 als Kompaniechef beim Panzergrenadierbataillon 112 in Regen eingesetzt.

Dienst als Stabsoffizier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1985 bis 1987 nahm Roßmanith am 28. Generalstabslehrgang der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg teil. Danach wurde er Dezernent beim Deutschen Militärischen Vertreter beim NATO-Militärausschuss in Brüssel. Es folgte eine Verwendung als G3-Stabsoffizier bei der Panzerbrigade 6 in Hofgeismar. Von 1990 bis 1991 war er Chef des Stabes der 4. motorisierten Schützendivision der ehemaligen NVA in Erfurt. Bis 1993 war Roßmanith Branch Chief beim NATO-Hauptquartier BALTAP in Karup, Dänemark, und anschließend Referent im Führungsstab der Streitkräfte in Bonn. 1995 wurde er Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 212 in Augustdorf. 1997 folgten eine Stabsverwendung als G3 beim fusionierten Wehrbereichskommando III / 7. Panzerdivision in Düsseldorf und ab 1999 als Leiter der Arbeitsgruppe Weiterentwicklung im Führungsstab des Heeres in Bonn. Von 2000 bis 2003 war er im BMVg als Arbeitsbereichsleiter im Planungsstab eingesetzt.

Dienst im Generalsrang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als nächste Truppenverwendung übernahm er das Kommando über die Panzerlehrbrigade 9 in Munster und war danach erneut im Planungsstab des Bundesverteidigungsministeriums, diesmal als dessen stellvertretender Leiter, eingesetzt. Roßmanith war von 2006 bis 2009 Vorsitzender der Deployable Forces Coordination Group bei SHAPE in Mons, Belgien, bevor er im November 2009 Chef des Stabes des Deployable Joint Staff Element 1 (DJSE 1) im Allied Force Command Heidelberg, kurz FC Heidelberg (Land) in Heidelberg wurde. Am 11. Oktober 2010 übernahm er auch die Verantwortung der Stabilitätsabteilung (Stability Division) beim Hauptquartier der ISAF in Kabul (Afghanistan) zur Unterstützung der afghanischen Regierung.[1] Am 18. Dezember 2012 wurde er, bei gleichzeitiger Beförderung zum Generalleutnant, zum Befehlshaber des Kommandos Operative Führung Eingreifkräfte ernannt.[2] Zum 31. Januar 2018 soll er in den Ruhestand versetzt werden, was jedoch nicht auf seine Kritik an Ursula von der Leyen zurückzuführen ist.[3]

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: G3-Stabsoffizier im deutschen Einsatzkontingent SFOR in Rajlovac, Bosnien-Herzegowina.
  • 2003: Kommandeur der Multinationalen Brigade Süd-West und des 10. Deutschen Einsatzkontigentes der KFOR im Kosovo.
  • Von September 2010 bis Januar 2012[4] Stellvertretender Chef des Stabes für Stabilität im ISAF-Hauptquartier in Kabul.

Orden und Ehrenzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Orden und Ehrenzeichen umfassen u. a.: das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold, die Einsatzmedaille NATO, die Einsatzmedaille der Bundeswehr SFOR, die Einsatzmedaille der Bundeswehr KFOR, die Einsatzmedaille Bundeswehr ISAF, die Meritorious Service Medal der Vereinigten Staaten sowie Einsatzmedaillen aus Frankreich und Italien.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roßmanith ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie = Who is Who - German Armed Forces Handbook and Defence Industry Directory.Bad Neuenahr-Ahrweiler: Bernard & Graefe in der Mönch Verlagsgesellschaft. 2009/2010. Auch als CD-ROM.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.nato.int/fchd/fchdold/news/2010/n101011a.html
  2. Willi Böhmer: Befehlshaber Bentler verlässt Ulm. swp.de, 19. Dezember 2012; abgerufen am 19. Dezember 2012.
  3. Ludger Möllers: General stellt sich gegen Ursula von der Leyen. In: Augsburger Allgemeine. 4. August 2017; abgerufen am 7. August 2017.
  4. Heidelberger NATO-Soldaten zurück aus Afghanistan. lokalmatador.de, 27. Januar 2012; abgerufen am 12. Juli 2012.