Richard Schmidt (Ruderer)

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Richard Schmidt Rudern
Ruder-EM 2016 76.JPG
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 23. Mai 1987
Geburtsort Trier, Deutschland
Größe 189 cm
Gewicht 96 kg
Karriere
Disziplin Riemen
Verein RV Treviris Trier
Trainer Ralf Holtmeyer
Nationalkader seit 2004
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympia 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Ruder-WM 3 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
Ruder-EM 6 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
U23-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Gold0 2012 London Achter
0Silber0 2016 Rio de Janeiro Achter
Logo der FISA Weltmeisterschaften
0Gold0 2009 Posen Achter
0Gold0 2010 Hamilton Achter
0Gold0 2011 Bled Achter
0Silber0 2013 Chungju Achter
0Silber0 2014 Amsterdam Achter
0Silber0 2015 Aiguebelette Achter
Logo der FISA Europameisterschaften
0Silber0 2007 Posen Vierer ohne
0Gold0 2010 Montemor-o-Velho Achter
0Gold0 2013 Sevilla Achter
0Gold0 2014 Belgrad Achter
0Gold0 2015 Posen Achter
0Gold0 2016 Brandenburg Achter
0Gold0 2017 Račice u Štětí Achter
Logo der FISA U23-Weltmeisterschaften
0Gold0 2007 Glasgow Vierer ohne
Logo der FISA Junioren-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2004 Banyoles Vierer ohne
0Silber0 2005 Brandenburg Vierer ohne
Letzte Änderung: 29. Mai 2017

Richard Schmidt (* 23. Mai 1987 in Trier) ist ein deutscher Riemenruderer. Er gewann bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London die Goldmedaille im Achter[1] und darüber hinaus drei Weltmeistertitel und fünf Europameistertitel.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Schmidt (rechts) mit Felix Drahotta (2014)

Richard Schmidt rudert für den Ruderverein Treviris 1921 aus Trier. Im Juniorenbereich konnte er in den Jahren 2004 und 2005 zwei Medaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften gewinnen, im U23-Bereich eine WM-Goldmedaille in 2007 im Vierer ohne Steuermann gemeinsam mit Sebastian Schmidt, Fokke Beckmann und Kristof Wilke. Im Herbst des Jahres belegte die Mannschaft bei den nach langer Pause erstmals wieder ausgetragenen Europameisterschaften den zweiten Platz.

2008 startete Schmidt mit Beckmann beim Weltcup-Auftakt in München im Zweier ohne Steuermann und wurde am Ende der Saison für den deutschen Achter bei den U23-Weltmeisterschaften nominiert, mit dem er den vierten Rang erreichte. Im Zuge einer kurzfristigen Umbesetzung des Deutschland-Achters im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 wurde Schmidt zudem als Ersatzmann für Peking nominiert. Er rückte zusammen mit Marco Neumann für das Halbfinale zu Gregor Hauffe und Urs Käufer in den Vierer ohne Steuermann, da Filip Adamski und Toni Seifert erkrankt waren. Die neu zusammengesetzte Mannschaft erreichte überraschend das Finale, dort musste jedoch wiederum Neumann durch Jochen Urban ersetzt werden. Das Boot belegte den 6. Platz.[2]

Im neuen Olympiazyklus bildete dieser Vierer den Kern des neuformierten Deutschland-Achters, mit dem auch Schmidt bei den Ruder-Weltmeisterschaften 2009 seinen ersten internationalen Titel gewann. 2010 wurde er zusammen mit Kristof Wilke erstmals Deutscher Meister im Zweier ohne Steuermann. Mit dem Deutschland-Achter, in dem er sich fest etablierte, wurde er im September Europameister und im November Weltmeister. Mit Schmidt an Bord gewann die deutsche Auswahl auch den dritten Titel in Folge bei den Weltmeisterschaften 2011. Bei den Olympischen Spielen 2012 gewann der favorisierte deutsche Achter in London die Goldmedaille in der Besetzung Filip Adamski, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Müller, Florian Mennigen, Kristof Wilke und Steuermann Martin Sauer.[1]

Nach dem Erfolg bei den Olympischen Spielen führte Richard Schmidt seine Karriere im Ruderboot fort und blieb fester Teil des Deutschland-Achters, der mit der britischen Auswahl einen starken neuen Dauerrivalen bekommen hat. In den Jahren 2013 bis 2016 konnte die deutsche Mannschaft jeweils die Goldmedaille bei den Europameisterschaften gewinnen. In den WM-Finals und im Olympischen Finale 2016 war jedoch dreimal das Boot aus dem Vereinigten Königreich schneller, so dass der Deutschland-Achter mit Schmidt jeweils die Silbermedaille gewann.

Zusammen mit den weiteren Mitgliedern des Deutschland-Achters erhielt er am 1. November 2016 das Silberne Lorbeerblatt.[3]

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Bronzemedaille Junioren-Weltmeisterschaften im Vierer ohne Steuermann
  • 2005: Silbermedaille Junioren-Weltmeisterschaften im Vierer ohne Steuermann
  • 2007: Goldmedaille U23-Weltmeisterschaften im Vierer ohne Steuermann
  • 2007: Silbermedaille Europameisterschaften im Vierer ohne Steuermann
  • 2008: 4. Platz U23-Weltmeisterschaften im Achter
  • 2008: 4. Platz Europameisterschaften im Achte
  • 2008: 6. Platz Olympische Spiele im Vierer ohne Steuermann
  • 2009: Goldmedaille Weltmeisterschaften im Achter
  • 2010: Goldmedaille Europa- und Weltmeisterschaften im Achter
  • 2011: Goldmedaille Weltmeisterschaften im Achter
  • 2012: Goldmedaille Olympische Spiele im Achter[1]
  • 2013: Goldmedaille Europameisterschaften im Achter
  • 2013: Silbermedaille Weltmeisterschaften im Achter
  • 2014: Goldmedaille Europameisterschaften im Achter
  • 2014: Silbermedaille Weltmeisterschaften im Achter
  • 2015: Goldmedaille Europameisterschaften im Achter
  • 2015: Silbermedaille Weltmeisterschaften im Achter
  • 2016: Goldmedaille Europameisterschaften im Achter
  • 2016: Silbermedaille Olympische Spiele im Achter
  • 2017: Goldmedaille Europameisterschaften im Achter

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Deutschland-Achter gewinnt Gold. In: Spiegel Online. 1. August 2012, abgerufen am 3. August 2012.
  2. Virus bremst den Vierer aus. Kölner Stadtanzeiger, 17. August 2008, abgerufen am 12. September 2015.
  3. Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. In: www.bundespraesident.de. Bundespräsidialamt, 1. November 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.