Richard Schuberth

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Richard Alexander Schuberth (* 12. März 1968 in Ybbs an der Donau, Niederösterreich) ist ein österreichischer Schriftsteller und Satiriker.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Schuberth wuchs in Emmersdorf an der Donau, am Eingang zur Wachau auf. Er studierte in Wien Ethnologie und eine Fächerkombination aus Philosophie, Psychologie und Geschichte und schloss sein Studium mit einer Diplomarbeit über Nationalismus, Ethnizität und Kulturalismus ab. Neben seinen künstlerischen Tätigkeiten arbeitete er als Musikjournalist, Autor von Promotiontexten für Musiker der österreichischen World-Music- und Jazzszene und Gestalter von Radiofeatures. 2004 begründete er das Musikfestival Balkan Fever, dessen künstlerischer Leiter er bis zur Einstellung des Festivals im Frühjahr 2012[1] war. Richard Schuberth wirkte auch als Schauspieler.

Künstlerisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Schuberth brachte zwischen 1990 und 1992 zwei Kabarettprogramme auf die Bühne. Seit 1995 verfasst er Artikel, Essays, Rezensionen und Polemiken (Literatur + Kritik, Der Freitag, Volksstimme, konkret, Die Presse, Augustin, medien + zeit, Der Standard, Wespennest) sowie Prosa, Aphorismen, Drehbücher und Dramen. Letztere konzipiert er stets als skurrile Lesestücke, die er als Bücher herausbringt, am liebsten selbst mit musikalischer Begleitung vorträgt und bei denen er die aufklärerische Tradition des philosophischen Dialogs mit Mitteln der Boulevard- und Screwball-Komödie kontrastiert. Er ist auch als Cartoonist tätig. 2015 legte Schuberth mit dem philosophischen Schelmenroman Chronik einer fröhlichen Verschwörung sein Prosadebüt vor.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CrossRoots. Lexikon der irischen, schottischen, englischen und bretonischen World, Folk und traditionellen Musik. Lamuv Verlag, Göttingen 2002, ISBN 3-88977-701-5.
  • Freitag in Sarajevo. Drava Verlag, Klagenfurt/ Celovec 2003, ISBN 3-85435-402-9. (Drama)
  • Wartet nur, bis Captain Flint kommt. Literaturedition Niederösterreich, St. Pölten 2007, ISBN 978-3-901117-88-6. (Drama)
  • 30 Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus. Turia + Kant, Wien 2008, ISBN 978-3-85132-531-7. (Essays)
  • Balkan erlesen. (Hrsg.: Doris Grießer), Wieser Verlag, Klagenfurt/ Celovec 2009, ISBN 978-3-85129-824-6. (Reader mit drei Essays von Richard Schuberth)
  • Wie Branka sich nach oben putzte. Drava Verlag, Klagenfurt/ Celovec 2012, ISBN 978-3-85435-684-4. (Drama)
  • Trommeln vom anderen Ufer des großen Flusses. Drava Verlag, Klagenfurt/ Celovec 2013, ISBN 978-3-85435-699-8 (Drama)
  • Rost und Säure (3 Bde.). Drava Verlag, Klagenfurt/ Celovec 2013, ISBN 978-3-85435-718-6 (Essays, Polemiken, Satiren)
  • Das neue Wörterbuch des Teufels. Klever Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-902665-75-1 (Aphorismen, Essays)
  • Frontex – Keiner kommt hier lebend rein. Drava Verlag, Klagenfurt/ Celovec 2014, ISBN 978-3-85435-744-5 (Drama)
  • Chronik einer fröhlichen Verschwörung. Zsolnay Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-55205-714-2

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003 Erster Preis des Kurzgeschichtenwettbewerbs des Forums Land Niederösterreich
  • 2003 Hauptpreis der Diagonale im Rahmen des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs für das Filmtreatment "Nicht einmal auf dem Mond"
  • 2003 Förderpreis der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes für das Filmtreatment "Die wundersamen Abenteuer des Kemal Kürtler"
  • 2004 Hauptpreis der Diagonale im Rahmen des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs für das Filmtreatment "Handygeschichten"
  • 2005 Förderpreis des Theodor-Körner-Fonds für „Wartet nur, bis Captain Flint kommt“
  • 2005 Dramatikerstipendium des Bundeskanzleramtes
  • 2008 Hans-Weigel-Stipendium des Landes NÖ
  • 2009 Hauptpreis der Diagonale im Rahmen des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs
  • 2011 Werkstipendium aus dem Jubiläumsfonds der Literar Mechana
  • 2012 Staatsstipendium für Literatur

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.balkanfever.at/de/