Richard Sukuta-Pasu

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Richard Sukuta-Pasu
Richard Sukuta-Pasu1112.jpg
Richard Sukuta-Pasu im Jahre 2011
Spielerinformationen
Geburtstag 24. Juni 1990
Geburtsort WuppertalDeutschland
Größe 190 cm
Position Sturm
Rechtes Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1998–2000 Grün-Weiß Wuppertal
2000–2008 Bayer 04 Leverkusen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2009 Bayer 04 Leverkusen II 27 (11)
2008–2011 Bayer 04 Leverkusen 4 0(0)
2010–2011 → FC St. Pauli (Leihe) 22 0(2)
2010–2011 → FC St. Pauli II (Leihe) 3 0(1)
2011–2014 1. FC Kaiserslautern 24 0(0)
2012 1. FC Kaiserslautern II 2 0(1)
2012–2013 → SK Sturm Graz (Leihe) 31 (12)
2013–2014 → VfL Bochum (Leihe) 32 0(6)
2014–2015 Cercle Brügge 25 0(2)
2015–2016 Energie Cottbus 31 (10)
2016– SV Sandhausen 21 0(4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2005–2007 Deutschland U-17 20 0(9)
2007–2008 Deutschland U-18 5 0(2)
2008–2010 Deutschland U-19 12 0(6)
2009 Deutschland U-20 6 0(2)
2008–2011 Deutschland U-21 10 0(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 23. April 2017

Richard „Richy“ Sukuta-Pasu (* 24. Juni 1990 in Wuppertal) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht seit Sommer 2016 beim SV Sandhausen unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sukuta-Pasus Mutter stammt aus Frankreich, der Vater aus dem Kongo. Sie leben seit den 1960er Jahren in Deutschland.[1] Sukuta-Pasu kam in Wuppertal-Langerfeld zur Welt und meldete sich zunächst beim Fußballverein Grün-Weiß Wuppertal an.

Im Sommer 2000 entschied sich Sukuta-Pasu für einen Wechsel zum nahegelegenen Verein aus Leverkusen, nachdem Scouts von Bayer 04 Leverkusen den jungen Stürmer beim „adidas-Cup“ auf der Kurt-Rieß-Anlage in Leverkusen entdeckt hatten. Er durchlief etliche Jugendteams von Bayer 04 bis hin zur U-19-Mannschaft und wurde mit ihr 2007 deutscher A-Jugendmeister. Im Jahr 2008 stieß er zur zweiten Mannschaft, besaß aber auch einen Vertrag für die erste Liga bis 2011. Seine Trikotnummer bei den Profis war die 17. Bei Bayer 04 absolvierte Sukuta-Pasu eine Ausbildung zum Sport- und Fitness-Kaufmann. Im Jahr 2008 wurde er mit der Fritz-Walter-Medaille in Bronze als bester Nachwuchsspieler in Deutschland hinter Sebastian Rudy und Toni Kroos ausgezeichnet. Im selben Jahr, am 16. August, gab er beim 2:2-Unentschieden gegen den SC Verl sein Debüt für die zweite Mannschaft von Bayer Leverkusen. Er schoss das zwischenzeitliche 1:1. Am 13. September 2008 kam er zum ersten Mal in der Fußball-Bundesliga zum Einsatz. Beim Spiel gegen den Hamburger SV wurde er in der 86. Minute für Arturo Vidal eingewechselt.

Im Januar 2010 wurde Sukuta-Pasu für anderthalb Jahre an den FC St. Pauli ausgeliehen.[2] Bei seinem ersten Einsatz für den FC St. Pauli im Punktspiel bei Rot Weiss Ahlen am 16. Januar 2010 erzielte er 19 Sekunden nach seiner Einwechslung das Tor zum 2:0-Endstand in der 87. Minute.[3] Am 21. August 2010 (1. Spieltag, 1. Bundesliga, Saison 2010/11) machte er beim 3:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg seinen ersten Bundesligatreffer für den FC St. Pauli.

Zur Saison 2011/12 wechselte Sukuta-Pasu zum 1. FC Kaiserslautern. Er unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2015 gültigen Vertrag.[4] Am ersten Spieltag gab er sein Debüt für den FCK im Spiel gegen Werder Bremen in der Startformation. Sein erstes Tor für den FCK erzielte er am 26. Oktober 2011 im DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt, nachdem er in der zweiten Halbzeit für Pierre De Wit eingewechselt worden war.

Für die Saison 2012/13 wurde Sukuta-Pasu an den österreichischen Erstligisten SK Sturm Graz verliehen,[5] für den er am 21. Juli 2012 (1. Spieltag) bei der 0:2-Niederlage im Heimspiel gegen RB Salzburg debütierte. 2013 wurde er an den VfL Bochum verliehen.[6] Zur Saison 2014/15 wechselte er zu Cercle Brugge in die belgische Erstklassigkeit, wo er die Saison nach 25 Einsätzen und zwei Toren mit der Mannschaft lediglich auf dem 15. Tabellenrang, einem Relegationsplatz, beendete. Nachdem das Team auch in der Relegation nicht gegen den Lierse SK bestehen konnte, verließ Sukuta-Pasu den Verein und wechselte stattdessen Ende August 2015 zum deutschen Drittligisten Energie Cottbus, wo er fortan mit der Rückennummer 19 auflief.[7][8] In 31 Ligapielen erzielte er mit zehn Toren vereinsintern die meisten Treffer. Im Februar 2016 übernahm er aufgrund seines Ansehens innerhalb der Mannschaft von Uwe Möhrle das Amt des Mannschaftskapitäns.[9] Nach dem Abstieg in die Regionalliga wechselte Sukuta-Pasu im Sommer 2016 zum SV Sandhausen, wo er wieder zweitklassig spielt.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sukuta-Pasu in einem U-21-Länderspiel

Sukuta-Pasu spielt seit der U-17 für Auswahlteams des DFB. 2007 nahm er mit der U-17-Abteilung an der U-17-EM in Belgien und der U-17-WM in Südkorea teil. Bei der Europameisterschaft in Belgien schoss er im Spiel um Platz 5 kurz vor Spielende das entscheidende Tor zum 3:2-Endstand gegen die Niederlande, was den Sieg und gleichzeitig die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im gleichen Jahr in Südkorea bedeutete. Im Jahr 2008 nahm der Leverkusener als Jüngster und einziger 1990er Jahrgang seiner Mannschaft an der U-19-EM in Tschechien teil. Im zweiten Vorrundenspiel gegen Bulgarien verletzte sich Sukuta-Pasu jedoch am Sprunggelenk und fiel im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn aus. Das Halbfinale gegen Tschechien konnte der Stürmer allerdings wieder bestreiten und schoss in der Verlängerung das 2:1-Siegtor für Deutschland. Auch am Finale gegen Italien nahm er teil und schoss in der 61. Minute das wegbereitende Tor zum 2:0. Am 19. August 2008 gab Sukuta-Pasu mit der Einwechslung in der 73. Minute für Ashkan Dejagah gegen Moldawien sein Debüt für Deutschlands U-21.[10]

Spielweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sukuta-Pasu vereint eine große körperliche Athletik und Robustheit, die durch seine Größe von 1,90 Metern und sein Gewicht von 80 Kilogramm begünstigt ist, mit guter Technik und enormer Schnelligkeit, was ihn zu einem gefährlichen Torjäger macht. Jürgen Gelsdorf, ehemaliger Jugendtrainer von Sukuta-Pasu bei Bayer 04 Leverkusen, beschrieb ihn als robusten Stürmer mit großem fußballerischen Talent.[11]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher A-Jugendmeister 2007 (Bayer Leverkusen)
  • DFB-Junioren-Vereinspokalsieger 2008 (Bayer Leverkusen)

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 11 Freunde: Sukuta-Pasu glänzt bei U-17-WM.
  2. Zum 1. Januar 2010 wechselt Richard Sukuta-Pasu von Bayer 04 Leverkusen auf Leihbasis für 1,5 Jahre zum FC St. Pauli
  3. kicker.de: Sukuta-Pasu trifft 19 Sekunden nach seiner Einwechslung.
  4. fck.de: FCK verpflichtet Richard Sukuta-Pasu, 17. Juni 2011
  5. sksturm.at: Sukuta-Pasu wird ausgeliehen, 7. Juli 2012.
  6. VfL verpflichtet Sukuta-Pasu vfl-bochum.de, abgerufen am 18. Juni 2013
  7. Neuzugang Richard Sukuta-Pasu wird ab sofort mit der Rückennummer 19 auf Torejagd für den FC Energie gehen., abgerufen am 31. August 2015
  8. Energie Cottbus holt Stürmer Sukuta-Pasu, abgerufen am 31. August 2015
  9. Sukuta-Pasu löst Möhrle als Energie-Kapitän ab, abgerufen am 5. Juni 2016.
  10. kicker.de: Rückschlag für U-21.
  11. fifa.com: Sukuta-Pasu - Ein deutscher Hoffnungsträger für Korea.