Richard Wagner Festival Wels

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Das Richard-Wagner-Festival Wels ist ein Opernfestival mit Werken von Richard Wagner, das seit 1989 in Wels in Oberösterreich stattfindet. Spielstätte des jährlich Ende Mai/Anfang Juni stattfindenden Festivals ist das Welser Stadttheater Theater im Greif.

Geschichte und Rezeption[Bearbeiten]

1989 wurde im Stadttheater Wels im Rahmen eines Konzertes mit Ausschnitten aus Wagner-Opern eine Büste Richard Wagners enthüllt, die in einer Nische im Treppenaufgang ihren Platz gefunden hatte. Dieses Konzert in Anwesenheit von Wolfgang Wagner war so erfolgreich, dass man beschloss, jährlich eine Gala zu veranstalten.[1] Die Intendantin des Festivals, Renate Doppler, und ihr Vater, Walter Just (1921–2012), auf deren Initiative dieses Festival zurückgeht, haben es sich zum Ziel gesetzt, die Opern in werkgetreuer Inszenierung auf die Bühne zu bringen.

Günther Schneider-Siemssen regte szenische Aufführungen an, die seit 1995 stattfinden.

Der Saal fasst nur knapp über 600 Plätze und eine Produktion wird während des Festivals nur zwei oder drei mal gezeigt. Der New Yorker bezeichnete 2006 Karten für das Festival als „neuerdings begehrt“.[2] Das Publikum der durchwegs ausverkauften Vorstellungen kommt mittlerweile zu einem Drittel aus dem Ausland.

Für ihre Verdienste um das Werk Richard Wagners wurde Renate Doppler und Walter Just 2011 die Ehrenmitgliedschaft des Richard Wagner Verbandes Linz verliehen.[3]

Nach 26 Jahren findet das Festival im Jahre 2015 letztmalig statt.[4]

Spielplan und beteiligte Künstler[Bearbeiten]

Bisher wurden folgende Opern aufgeführt:

Zu den engagierten Solisten gehören ausgewiesene Wagnerspezialisten, wie etwa Theo Adam, Jayne Casselman (2011), Simon Estes, Gwyneth Jones, Janis Martin, Hans Sotin (2011) oder Heinz Zednik. Am 17. Mai 2013 gab Clemens Unterreiner sein Rollendebüt als Wolfram in Tannhäuser und am 3. Juni 2014 in der Aufführung des Lohengrin sein Rollendebüt als Friedrich von Telramund.

Zu den Dirigenten und musikalischen Leitern zählten Hans Wallat, Johannes Wildner, Friedrich Haider und Ralf Weikert. Regie führte bis 2001 Günther Schneider-Siemssen, seit 2002 Herbert Adler.

Für 2015 sind Wiederaufnahmen von Tristan und Isolde und Tannhäuser vorgesehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Entstehungsgeschichte auf der Website des Festivals (Abgerufen am 31. Juli 2011.)
  2. James B. Stewart: The Opera Lover. In: The New Yorker. 82. Jahrgang, Volume 82, Nr. 1-11, S. 108.
  3. Ehrenmitgliedschaften abgerufen am 14. Jänner 2015
  4. Aktuelle Meldung in der Online–Ausgabe der Kleinen Zeitung abgerufen am 16. Jänner 2015