Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen

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Basisdaten
Titel Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen
Kurztitel RASt 06
Abkürzung RASt
Nummer 200
Anwendungsbereich Entwurf von Stadtstraßen
Aktuelle Ausgabe 2006

Die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (kurz RASt 06)[1] sind ein in Deutschland gültiges technisches Regelwerk und wurden 2007 von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen in Köln herausgegeben. Sie ersetzt die beiden bisher gültigen Empfehlungen für die Anlage von Erschließungsstraßen (EAE) und Empfehlungen für die Anlage von Hauptverkehrsstraßen (EAHV). Die RASt 06 ist eingeführt in Bayern[2], Brandenburg,[3] Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg [4]. Sie wird in fast allen anderen Bundesländern zur Anwendung empfohlen.[5]

Gültigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die RASt gilt für anbaufreie und angebaute Hauptverkehrsstraßen und Erschließungsstraßen gemäß den Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN).

Die Vorgaben der RASt sind „aktuelle und spezifische wissenschaftliche Erkenntnisquellen und geben den Stand der Technik wieder“, so das Verwaltungsgericht Braunschweig.[6]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die RASt gliedert sich in acht Abschnitte. Im ersten Abschnitt wird der Geltungsbereich und der Aufbau der Richtlinie erläutert. Der zweite Abschnitt beinhaltet die Ziele und Grundsätze. Abschnitt drei und vier führen eine Differenzierung von Stadtstraßen ein und beschreiben die Entwurfsmethodik. Im fünften Abschnitt werden die Nutzungsansprüche an Straßenräumen beschrieben. Empfohlene Lösungen für typische Entwurfssituationen werden in Abschnitt sechs eingeführt. Die letzten beiden Abschnitte sieben und acht nennen Entwurfselemente und die technische Ausstattung von Stadtstraßen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Inhaltsangabe der RASt beim FGSV-Verlag (PDF-Datei; 111 kB), abgerufen am 3. November 2013
  2. Einführungserlass Bayern von 2009
  3. Runderlass des Ministeriums für Infrastr uktur und Raumordnung, Abteilung 4, Nr . 2/2008 - Straßenentwurf V om 3. April 2008, außer Kraft seit 2013
  4. Einführungsschreiben Baden-Württemberg 2016[1]
  5. beispielhaft für Sachsen
  6. Verwaltungsgericht Braunschweig: Urteil vom 16. April 2013, 6 A 64/11 www.rechtsprechung.niedersachsen.de, abgerufen am 3. November 2013