Ricky Hui

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Ricky HUI Kwoon-Ying (chinesisch 許冠英 / 许冠英, Pinyin Xǔ Guànyīng, Jyutping Heoi2 Gun3jing1; * 3. August 1946 in Panyu von Guangzhou, China; † 8. November 2011 in Kowloon, Hongkong)[1] war ein chinesischer Filmschauspieler. Er trat mit seinen beiden Brüdern Michael und Sam in mehreren erfolgreichen HK- Komödien der 1970er und 1980er Jahre auf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Hui zog im Jahr 1950 nach Hongkong und ließ sich in der damaligen armen Gegend Diamond Hill in Ost-Kowloon nieder. Ricky Hui hat vier Geschwister: Samuel Hui, Stanley Hui, Michael Hui und Judy Hui. Früh spielte in der Familie Kunst eine bedeutende Rolle: Rickys Vater spielte Geige, und seine Mutter liebte kantonesische Opern. Ricky Hui arbeitete als Korrespondent für die Französische Presse-Agentur in Hongkong.

Von 1972 bis 1976 drehte er für die chinesische Filmfirma Shaw Brothers Filme. Am aktivsten war er in den 1970er und 1980er Jahren. Er arbeitete u. a. mit Regisseuren wie John Woo, Tsui Hark oder Jackie Chan, und mit vielen bekannten Schauspielern, wie z. B. Lam Ching Ying, Leslie Cheung, Joey Wong, Simon Yam, Jacky Cheung, Richard Ng, Eric Tsang.

Mit seinen Brüdern Sam und Michael bildete er die chinesischen Marx Brothers. Michael trat immer in der Rolle des Überlegenen und Wortgewaltigen (Groucho Marx) auf, Sam war der Draufgänger und Sonnyboy der Truppe (Chico Marx), Ricky übernahm die Rolle des (Harpo Marx) des Gebeutelten. Vier ihrer "Mr.Boo"- Filme fanden auch in Deutschland einige Fans und sind auch mittlerweile auf DVD zu haben.

Ricky Hui war nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Sänger tätig. Er nahm in den 1970er und 1980er Jahren sieben Alben auf. Auch für seinen Bruder Sam schrieb er einige Songs. Ricky trat auch als Gast bei den Konzerten seines Bruders auf. Dabei sang er auch im Duette mit ihm.

Am 8. November 2011 starb Ricky Hui an einem Herzinfarkt im Alter von 65 Jahren.[2]

Filme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972: Die Rache der gelben Tiger
  • 1973: Der Pate von Hong Kong
  • 1973: Shen Chang und die Karatebande
  • 1974: Games Gambler Play (Mr. Boo 3)
  • 1975: Die fliegende Guillotine
  • 1975: The Last Message (Mr. Boo 5)
  • 1976: The Private Eyes (Mr.Boo 1 / Erste allgemeine Verunsicherung)
  • 1977: Money Crazy
  • 1978: The Contract (Mr.Boo 2 / Zweite allgemeine Verunsicherung)
  • 1980: From Riches to Rags
  • 1981: Security Unlimited (Mr. Boo 4 / Vorletzte allgemeine Verunsicherung)
  • 1982: The Trail
  • 1982: Plain Jane to the Rescue
  • 1982: To Hell with the Devil
  • 1983: Aces go Places III (Mad Mission 3: Unser Mann von der Bond Street)
  • 1985: Mr. Vampire
  • 1986: Naughty Boys (Freche Jungs)
  • 1986: Happy Ding Dong (Mr.Boo 7)
  • 1986: Inspector Chocolate (Mr.Boo 8)
  • 1987: The Haunted Cop Shop
  • 1987: Project A II (Projekt B)
  • 1987: Mr. Vampire III
  • 1988: The Haunted Cop Shop II
  • 1988: Inspector Wears Skirts (Top Squad)
  • 1988: Chicken and Duck Talk (Ente gut, alles gut)
  • 1989: The Canton Godfather (Miracles)
  • 1990: Front Page
  • 1991: The Ultimate Vampire
  • 1992: Mr. Vampire 1992
  • 1993: All's Well, Ends Well Too
  • 1997: First Love Unlimited
  • 2000: Winner takes all
  • 2005: Divergence (Hong Kong Crime Scene)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lei Jin, Asia Pacific Arts: Biographische Daten von Ricky Hui – Hong Kong Comedian Ricky Hui passed away on November 8th, Fans mourn the actor most famous for his comic blockbusters in the 70s and 80s. In: asiapacificarts.usc.edu, abgerufen am 11. November 2011 (englisch)
  2. SETO Kit Yan, The Star – Asia News Network, 12. November 2011: HK star Ricky Hui dies at 65 (Memento vom 12. Januar 2012 im Internet Archive). In: news.asiaone.com, abgerufen am 12. November 2011 (englisch)