Riedau

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Riedau
Wappen von Riedau
Riedau (Österreich)
Riedau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 7,63 km²
Koordinaten: 48° 18′ N, 13° 38′ OKoordinaten: 48° 18′ 4″ N, 13° 38′ 3″ O
Höhe: 376 m ü. A.
Einwohner: 2.043 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 268 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4752
Vorwahl: 07764
Gemeindekennziffer: 4 14 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Riedau 32/33
4752 Riedau
Website: www.riedau.at
Politik
Bürgermeister: Franz Schabetsberger (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
10
7
7
1
10 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Riedau im Bezirk Schärding
Altschwendt Andorf Brunnenthal (Oberösterreich) Diersbach Dorf an der Pram Eggerding Engelhartszell Enzenkirchen Esternberg Freinberg Kopfing im Innkreis Mayrhof Münzkirchen Raab Rainbach im Innkreis Riedau Sankt Aegidi St. Florian am Inn St. Marienkirchen bei Schärding St. Roman St. Willibald Schardenberg Schärding Sigharting Suben Taufkirchen an der Pram Vichtenstein Waldkirchen am Wesen Wernstein am Inn Zell an der Pram OberösterreichLage der Gemeinde Riedau im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Riedau ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 2043 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riedau liegt auf 376 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 2,9 km, von West nach Ost 4,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 7,7 km². 13, % der Fläche sind bewaldet, 71,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 12 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Achleiten (173)
  • Bayrisch-Habach (37)
  • Berg (76)
  • Habach (34)
  • Ottenedt (139)
  • Pomedt (226)
  • Riedau (456)
  • Schwaben (267)
  • Schwabenbach (173)
  • Stieredt (12)
  • Vormarkt (183)
  • Wildhag (193)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Riedau und Vormarkt Riedau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

von Süden im Uhrzeigersinn: Dorf an der Pram, Taiskirchen im Innkreis, Zell an der Pram und Kallham

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Blau auf grünem Schildfuß ein silberner, gequaderter Turm mit drei Zinnen samt Schießscharten, drei schwarz geöffneten, länglichen Fenstern, zwei runden Lichtöffnungen und schwarz geöffnetem Rundbogentor, von dem eine goldene Wegscheide über den grünen Rasen zum unteren Schildrand führt. Beiderseits des Turmes zwischen grünen Bäumen rechts vier und links drei goldfarbene Häuser mit roten Türmchen und Dächern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war lange Zeit österreichischer Grenzort zum benachbarten Bayern. Aus diesem Grund wurde er auch im Jahre 1515 von Kaiser Maximilian I. zum Markt erhoben. Während der Napoleonischen Kriege kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Einen besonderen Aufschwung erlebte Riedau ab den 60er-Jahren mit der Ansiedlung der Firma Leitz. Der Bau des Freizeitzentrums, Schaffung günstiger Baugründe sowie weitere Infrastrukturmaßnahmen waren die Folge. Ein Schulzentrum mit Schwerpunkt Informatik wurde errichtet. Das Österreich-Haus der Winterolympiade in Japan wurde im Zentrum Riedaus neu aufgebaut und beherbergt seither das Holz- und Werkzeugmuseum Lignorama. In den letzten Jahren wurde der Pramtalsaal zu einem attraktiven Veranstaltungszentrum umgebaut, die Schule generalsaniert, sowie das Betreubare Wohnen geschaffen. Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Raab, nach dessen Auflösung wurde sie dem Gerichtsbezirk Schärding zugewiesen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgermeister ist Franz Schabetsberger von der SPÖ.
  • Der Gemeinderat setzt sich aus 25 Gemeinderäten zusammen: 10 ÖVP, 7 SPÖ, 7 FPÖ, 1 GRÜNE.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1897 Einwohner, 2001 dann 2020 Einwohner.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Freizeitbereich ist Riedau neben dem örtlichen Freibad geprägt von zahlreichen Sportvereinen, unter anderem dem Fußballverein SV Luksch Riedau, dem Tennisclub, der Tischtennis-Union oder dem Karateverein. Seit März 2009 steht im ehemaligen Hallenbad ein Fitnessstudio zur Verfügung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Riedau

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Riedauer Roßmarkt: Der Riedauer Roßmarkt ist die traditionsreichste Veranstaltung von Riedau, und wird aufgrund des von Kaiser Maximilian im Jahr 1515 verliehenen Marktrechts jährlich am 2. Samstag im März abgehalten
  • Bayrischer Bieranstich: der Bayrische Bieranstich findet im Lokal Plauscherl statt
  • Steckerlfischpartie: jeden 14. August findet die Steckerlfischparite der SPÖ Riedau auf der Hosner Ranch statt

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Leitz-Gruppe

Seit 1961 ist Riedau Produktionsstandort der deutschen Leitz-Gruppe, einem wichtigen Hersteller von Präzisionswerkzeugen zur professionellen Holz- und Kunststoffbearbeitung. Das Werk in Riedau war bei seiner Eröffnung 1961 die erste Produktionsstätte von Leitz außerhalb Deutschlands. Das Leitz-Werk Riedau unterhält eine eigene Betriebsfeuerwehr.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riedau liegt am nach Passau führenden Teil der Westbahn, an der Bundesstraße 137 zwischen Passau und Wels, sowie in der Nähe der Innkreis Autobahn.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Riedau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011