Riedenberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Riedenberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Riedenberg
Riedenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Riedenberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 19′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Brückenau
Höhe: 395 m ü. NHN
Fläche: 13,23 km2
Einwohner: 991 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97792
Vorwahl: 09749
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 145
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Sinnaustraße 14 A
97769 Bad Brückenau
Webpräsenz: www.riedenberg.rhoen-saale.net
Bürgermeister: Roland Römmelt
Lage der Gemeinde Riedenberg im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer Forst Forst Detter-Süd Geiersnest-Ost Geiersnest-West Waldfensterer Forst Kälberberg (Unterfranken) Mottener Forst-Süd Neuwirtshauser Forst Omerz und Roter Berg Römershager Forst-Nord Römershager Forst-Ost Roßbacher Forst Waldfensterer Forst Großer Auersberg Münnerstadt Thundorf in Unterfranken Maßbach Rannungen Nüdlingen Oerlenbach Bad Kissingen Aura an der Saale Bad Bocklet Euerdorf Sulzthal Ramsthal Elfershausen Fuchsstadt Hammelburg Elfershausen Wartmannsroth Oberthulba Oberthulba Oberthulba Burkardroth Burkardroth Zeitlofs Zeitlofs Bad Brückenau Bad Brückenau Oberleichtersbach Geroda (Unterfranken) Schondra Schondra Schondra Riedenberg Motten (Bayern) Wildflecken Hessen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Main-Spessart Landkreis Schweinfurt Landkreis Haßberge Landkreis Haßberge SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Riedenberg ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riedenberg liegt im Oberen Sinngrund, mitten im Naturpark Bayerische Rhön und Biosphärenreservat Rhön.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riedenberg gliedert sich in zwei Ortsteile[2]:

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Flurname Riedenberg besteht aus dem alten Personennamen Ritto und dem mittelhochdeutschen Wort bërc, das Berg bedeutet.[3] Als Erklärung ergibt sich daraus „Rittos Berg“. Der Name ging von der Flur auf den Ort über.

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1425 „Rittenbergk“ (nur Flurname)
  • 1490 „Rittenberg“
  • 1502 „Riedenberg“
  • 1537 „Ridenberg“
  • 1555 „Rittenberg ahn der Sin“
  • 1605 „Riedenbergk“
  • 1747 „Riedenberg“

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zu den Gemeindegründungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Oberriedenberg und Unterriedenberg, die später zur Gemeinde Riedenberg zusammengefasst wurden.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist mehrheitlich katholisch. Riedenberg ist Sitz der römisch-katholischen Kuratie St. Martin, die zum Dekanat Hammelburg des Bistums Würzburg gehört.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0838 Einwohner
  • 1970: 1.015 Einwohner
  • 1987: 1.072 Einwohner
  • 1991: 1.169 Einwohner
  • 1995: 1.189 Einwohner
  • 2000: 1.132 Einwohner
  • 2005: 1.110 Einwohner
  • 2010: 1.016 Einwohner
  • 2015: 0991 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Riedenberg hat 13 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.
CSU/Freie Bürger: 7 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Riedenberg: 6 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Roland Römmelt. Seine Stellvertreter sind Matthias Dorn (Zweiter Bürgermeister) und Peter Hergenröder (Dritter Bürgermeister).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über grünem Dreiberg gespalten von Silber und schwarz, mit einem durchgehenden, vorne roten und hinten silbernen Wellenbalken.“

Wappengeschichte: Die Gemeinde Riedenberg entstand 1971 durch den Zusammenschluss von Ober- und Unterriedenberg. Die ehemals selbständige Gemeinde Unterriedenberg ist seit 1425 urkundlich belegt und gehörte zur Abtei Fulda. Oberriedenberg wurde erstmals 1494 urkundlich erwähnt und sollte durch einen Erlass des Fürstbischofs von Würzburg zur Eindämmung weiterer Rodungen entfernt werden. Der Streit darüber endete erst 1571. Die Zugehörigkeit beider Orte zu verschiedenen territorialen Gebieten endete erst 1803 mit dem Ende des alten Reichs. Getrennt sind die beiden Ortsteile durch einen Bach, was im Wappen durch den Wellenbalken symbolisiert wird. Für Oberriedenberg weisen die Farben Silber und Rot aus dem Wappen des Hochstifts Würzburg in der vorderen Schildhälfte hin, weil es zum würzburgischen Amt Aschach gehörte. Die Farben Silber und Schwarz in der hinteren Wappenhälfte weisen auf die einstige Zugehörigkeit von Unterriedenberg zum fuldischen Oberamt Brückenau hin. Der Dreiberg im Schildfuß steht redend für den Ortsnamensteil „-berg“ der beiden Gemeindeteile.

Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 8. Dezember 1980 verliehen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr ebenfalls keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 105 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 412. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 33 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 184 Hektar, davon waren 18 Hektar Ackerfläche und 165 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 41 Kindern
  • eine Volksschule mit sechs Lehrern und 123 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111112/233432&attr=OBJ&val=1579
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 188 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Riedenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien